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US-Agrarhaushalt

US-Farmer sollen für Mexiko-Mauer zahlen

am Mittwoch, 13.03.2019 - 09:17

US-Farmer sollen 2020 weniger Geld bekommen. Die Kriterien für Ernteversicherungen und Preisstützung will US-Präsident Trump verschärfen. Die Einsparungen will Trump für den Mauerbau zu Mexiko verwenden.

Die US-Regierung will ihrem Landwirtschaftsministerium (USDA) 2020 deutlich weniger Gelder als bisher zur Verfügung stellen. Gestern stellte US-Präsident Donald Trump seinen Finanzplan für das kommende Jahr vor.

Er plant unter anderem eine Kürzung der Ausgaben für das Agrarressort von 15 Prozent auf 20,8 Mrd. US-Dollar (18,50 Mrd Euro), dafür aber zusätzliche Ausgaben von 8,6 Mrd. US-Dollar (7,65 Mrd Euro) für den Bau einer Mauer zu Mexiko. Es gilt allerdings als sicher, dass der Haushaltsentwurf im Kongress am Widerstand der Demokraten scheitern wird.

Die bisherigen Förderprogramme für Landwirte werden in dem Entwurf als „übertrieben großzügig“ bezeichnet. Damit gemeint sind unter anderem die Zuschüsse zu Ernteversicherungen: Hier sollen die Kriterien verschärft werden, nach denen die Bauern Zugang zu den Fördermitteln erhalten. Auch bei den Stützen der Rohstoffpreise will Trump den Rotstift ansetzen.

Krise der US-Bauern verschärft sich

Kritik zog Trump mit seinen Plänen von Seiten der National Farmers Union (NFU) auf sich. Die Prioritäten des Präsidenten und die Realität der Familienbauern hätten nichts miteinander zu tun, monierte NFU-Präsident Roger Johnson.

Trotz der schlechten wirtschaftlichen Lage vieler Betriebe, den selbstgemachten Handelsproblemen und einer immer schlechteren Infrastruktur in ländlichen Gebieten plane die Regierung Kürzungen im einzigen Ministerium, das im Dienst der Bauern und der ländlichen Räume stehe. Der größte US-Bauernverband, der American Farm Bureau (AFB), äußerte sich bislang nicht.

Mit Material von AgE

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