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Farmer und US-Wahlen

US-Farmer wollen mit großer Mehrheit Präsident Trump wählen

Mann mit Cowboyhut vor der Brust hat eine Amerikaflagge in der Hand
am Mittwoch, 16.09.2020 - 14:34 (Jetzt kommentieren)

In den USA sagt die große Mehrheit der Farmer und Viehzüchter, dass sie im Herbst für Präsident Trump stimmen werden.

Landwirt hockt in seinem Maisfeld und begutachtet einen Maiskolben

Sie unterstützen mehrheitlich seinen Umgang mit Landwirtschaft und auch seine Außenpolitik. Zu diesem Ergebnis kam Anfang September eine Umfrage des landwirtschaftlichen Agraronline-Dienstes Farm Futures.

Etwa 75 Prozent aller Befragten der landesweiten E-Mail-Umfrage sagten, sie würden für Trump stimmen. Das sind ungefähr so ​​viel wie bei der Wahl im Jahr 2016.

„Die Landwirte haben vielleicht nicht gewusst, was sie vor vier Jahren mit Trump bekommen werden, aber ich denke die Umfrage bestätigt, dass sie zufrieden damit sind, was sie bekommen haben", sagte Jacqui Fatka, eine Redakteurin von Farm Futures, die ihre Berichterstattung an die großen landwirtschaftliche Farmer im Land richtet.

Die Farmer sind zwar nur ein Teil der US-Bevölkerung, aber ihre Ansichten spiegeln oft die ländliche Stimmung wider. Trump gewann die Abstimmung in den ländlichen Regionen 2016 mit zwei zu eins. Mit Sicherheit werden wohl auch die hohen finanziellen Unterstützungen (siehen unten) der Trump-Regierung für die Landwirtschaft eine Rolle spielen.  

Trump spricht die richtigen Themen an

Ein rotes Haus mit weißem Dach und einem Silo neben einem Feld

Natürlich sorgen sich die Farmer auch um die Corona-Pandemie und den Handelskrieg zwischen den USA und China, zeigt die Befragung. Aber diese Themen sind für viele Farmers zweitrangig im Vergleich zu den Fragen wie administrativen und finanziellen Erleichterungen und Unterstützungen unter Trump funktionieren, berichtet Farm Futures.

Nach 2016 setzte sich Trump für Steuersenkungen ein, für Bürokratieabbau und für die Unterstützung der Hersteller von Maisethanol. Zwei Drittel der an der Umfrage teilnehmenden Landwirte gaben dem Präsidenten ein „A“ oder ein „B“ für seinen Umgang mit der Landwirtschaft und 63 Prozent gaben ihm ähnlich gute außenpolitische Noten.

In einer Umfrage von Farm Futures im März stimmten 76 Prozent der Farmer der Aussage zu: "Die Tarifpolitik von Präsident Trump (gegenüber China) werde sich auf lange Sicht lohnen."

China kauft wieder große Mengen US-Produkte

Maisernte mit einem Maishäcksler auf einem Maisfeld

China ist seit Mitte Juli wieder ein sehr aktiver Einkäufer von zahlreichen US-Agrarprodukten, was die Hoffnungen auf eine Steigerung des landwirtschaftlichen Einkommens weckt. Die Agrar-Exporte brachen nach dem Beginn des Handelskrieges Mitte 2018 ein, werden aber im kommenden Jahr voraussichtlich um 4% steigen.

China kauft jetzt deutlich mehr amerikanische Sojabohnen, Mais, Sorghumhirsen und Nüsse, berichtet das USDA. Mit großem Abstand sagten die Landwirte, dass ihre Wahl zum Präsidenten nicht durch den „Umgang der politischen Führung mit COVID-19“ oder die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie beeinflusst würde.

Die Trump-Regierung überschüttet die US-Landwirtschaft allerdings auch mit den größten landwirtschaftlichen Unterstützungen aller Zeiten. Geschätzte 37 Milliarden US-Dollar, hauptsächlich durch Nothilfeprogramme, um die Auswirkungen der Pandemie zu mildern, könnten an die amerikanischen Bauern fließen, schätzte das US- Landwirtschaftsministerium (USDA).

Infolgedessen wäre das landwirtschaftliche Einkommen im Jahr 2020 das Höchste seit sieben Jahren, ohne die zusätzlichen Zahlungen in Höhe von 14 Milliarden US-Dollar, die sich am Horizont abzeichnen.

Sehr, sehr viel Geld für die Farmer

Wenn sich die USDA-Schätzung als richtig erweist, würden die Zahlungen des US-Regierung in diesem Jahr 36 Prozent des landwirtschaftlichen Nettoeinkommens entsprechen, der höchste Anteil seit 41 Prozent im Jahr 2001.

USDA-Ökonomen schätzen, dass das landwirtschaftliche Einkommen in diesem Jahr auf insgesamt 102,7 Milliarden US-Dollar steigen würde, was - trotz Corona-Krise - einem Anstieg von fast 23 Prozent gegenüber 2019 entspricht.

Die hohen Bundeszahlungen, die zwei- oder dreimal so hoch sind wie üblich, waren der Hauptgrund. Die geschätzten Subventionen in Höhe von 37,2 Milliarden US-Dollar wären die größten, die jemals verzeichnet wurden, sagte ein USDA-Beamter.

Die Einnahmen aus Ernten und Vieh werden 2020 voraussichtlich um 3 Prozent sinken. Landwirtschaftsminister Sonny Perdue hat zudem weiter Unterstützung im Rahmen der Coronavirus-Pandemie ankündigt.

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