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Bundestagswahl 2017

Wahl: Union stärkste Fraktion, SPD auf Rekordtief, AfD auf Platz 3

Ergebnisse Bundestagswahl 2017
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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
25.09.2017

Bei der Bundestagswahl 2017 bleibt die Union zwar stärkste Fraktion, verliert aber wie die SPD deutlich. FDP und AfD legen stark zu.

Deutschland hat gewählt. Aus der 19. Bundestagswahl geht die Union aus CDU und CSU als Sieger hervor. Sie ist laut vorläufigem amtlichem Ergebnis mit 33,0 Prozent (-8,6 %) erneut die stärkste Kraft, muss aber - wie die SPD - herbe Verluste hinnehmen.

Die SPD erreicht 20,5 Prozent (-5,2 %) - ein historischer Tiefstwert.

Drittstärkste Kraft wird die AfD mit 12,6 Prozent (+7,9 %), dahinter kommen FDP (10,7 Prozent, +6,0 %), Linke (9,2 Prozent, +0,6 %) und Grüne (8,9 Prozent, +0,5 %). Die AfD zieht damit erstmals in den Bundestag ein, die FDP schafft ihren Wiedereinzug.

Wahlbeteiligung steigt

Die Wahlbeteiligung ist nach ersten Angaben mit 75 Prozent um 3,5 Prozentpunkte höher als bei der vergangenen Bundestagswahl (71,5 Prozent).

Rund 61,5 Millionen Deutsche waren am Sonntag zur Wahl aufgerufen, in den 73.500 Urnenwahlbezirken im Land ihre Stimme abzugeben.

Sitzverteilung im neuen Bundestag

  • CDU/CSU: 246
  • SPD: 153
  • AfD: 94
  • FDP: 80
  • Die Linke: 69
  • Bündnis 90/ Die Grünen: 67

Kanzlerin Merkel vor vierter Amtszeit

Bundeskalnzlerin Angela Merkel steht damit vor ihrer vierten Amtszeit. Die Union habe sich ein besseres Ergebnis gewünscht, zugleich habe man aber die Wahlziele erreicht, sagte Fraktionschef Volker Kauder (CDU). Einfach werden Gespräche über eine Regierungsbildung nicht, nachdem die SPD eine Absage und den Gang in die Opposition verkündet hat.

Einer rechnerisch möglichen Fortsetzung der großen Koalition erteilte die SPD-Spitze sofort nach Wahlschluss eine Absage: "Für uns endet heute die große Koalition", sagte Parteivize Manuela Schwesig. Fraktionschef Thomas Oppermann schloss sich an.

Deshalb ist aktuell die sogenannte Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Bündnis 90/Die Grünen am wahrscheinlichsten. Gleichwohl sehen Grüne und Liberale wegen teils gegensätzlicher Ziele ein Dreier-Bündnis mit der Union skeptisch.

Der Einigungsdruck ist aber groß, denn von einer Neuwahl könnte die AfD noch stärker profitieren. Als Koalitionspartner kommt diese für keine andere Partei in Frage.

    Mit Material von dpa
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