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EU-Agrarreform

Weniger Direktzahlungen für außerlandwirtschaftliche Investoren

Aussaat auf einem ostdeutschen Großbetrieb
am Freitag, 13.03.2020 - 09:45 (Jetzt kommentieren)

Außerlandwirtschaftliche Investoren sollen in Zukunft weniger EU-Direktzahlungen erhalten. Das will die Bundesregierung durchsetzen.

Konkret geht es vor allem um Holdings großer außerlandwirtschaftlicher Investoren. Um die Direktzahlungen für solche Unternehmensverbünde zumindest deutlich zu verringern, prüft die Bundesregierung, Holdings mit landwirtschaftlichen Tochterunternehmen als einen Antragsteller zu werten.

Solche Verbünde wären dann von eventuellen Kürzungen der Direktzahlungen stärker betroffen und würden die Umverteilungsprämie nur einmal erhalten, heißt es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Keine verpflichtende Kappung und Degression

Die von der EU-Kommission vorgeschlagene verpflichtende Kappung und Degression der Direktzahlungen lehnt die Bundesregierung hingegen selbst unter Berücksichtigung der Arbeitskräfte weiterhin ab. Eine eventuelle Kappung oder Degression sowie die Anrechnung von Arbeitskosten sollten den Mitgliedstaaten überlassen werden, schreibt die Bundesregierung.

Bündnis 90/Die Grünen sehen es hingegen kritisch, dass derzeit rund ein Fünftel der Direktzahlungen an nur 1 Prozent der größten Agrarbetriebe fließt. Durch die nach oben unbegrenzte Ausschüttung der Flächenprämie würden große Betriebe trotz ihrer deutlichen Marktvorteile überproportional gefördert, kritisieren die Grünen.

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