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Energiekrise

Wirtschaftsminister fordert Energiepreisdeckel für Landwirtschaft

Lüfter im Mais
am Mittwoch, 14.09.2022 - 08:41 (1 Kommentar)

Vor der Agrarministerkonferenz hat der Vorsitzende Sven Schulze einen Energiepreisdeckel für Bauern gefordert.

Im Vorfeld der Agrarministerkonferenz (AMK) hat Sachsen-Anhalts Wirtschafts- und Agrarminister Sven Schulze angesichts hoher Energiepreise Entlastungen für Bauern gefordert.

„Wir brauchen aus meiner Sicht auch dort einen Preisdeckel auf Energie“, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. So könne eine gewisse Beruhigung des Marktes entstehen, meinte der Vorsitzende der Agrarministerkonferenz von Bund und Ländern.

Schulze erwartet zunehmenden Druck auf den Bund

Sachsen-Anhalts Wirtschafts- und Agrarminister Sven Schulze (CDU)

Die hohen Preise schränkten die Wettbewerbsfähigkeit ein und sorgten dafür, dass die Preise bis in den Lebensmitteleinzelhandel stark stiegen, sagte Schulze. Die Belastungen träfen damit neben der Produzentenseite auch die Verbraucherseite, da sie sich die Lebensmittel nur noch erschwert leisten könnten.

Schulze rechnet mit einem erhöhten Druck auf den Bund. „Das betrifft am Ende des Tages alle Regionen Deutschlands“, sagte der CDU-Politiker. „Deswegen glaube ich schon, dass da die Forderungen Richtung Berlin kommen, das Entlastungspaket, das jetzt auf den Weg gebracht wurde, noch mal zu überarbeiten.“

Ernährungsindustrie vor hohen Gaspreisen besser schützen

Brandenburgs Agrarminister Axel Vogel (Grüne) forderte vor der Sitzung, die im Entlastungspaket vorgesehene Strompreisbremse sollte so gestaltet werden, dass sie auch lebensmittelproduzierenden Unternehmen der Agrarwirtschaft zugutekommt. Dafür müsse der Ernährungsindustrie in der kritischen Infrastruktur ein hoher Stellenwert zugeschrieben werden.

Ferner sollten im Entlastungspaket weitere unmittelbar geltende Hilfsmaßnahmen für energieintensive Gaskunden der Ernährungswirtschaft wie Molkereien und Backwaren produzierende Betriebe festgeschrieben werden. „Eine Gasnotlage würde viele Betriebe hart treffen“, sagte Vogel.

Chef der Bundesnetzagentur bei den Agrarministern

Die AMK beginnt heute in Quedlinburg mit einem Treffen der Amtschefs der Agrarminister von Bund Ländern. Die Lage am Energiemarkt wird ein Schwerpunkt der Konferenz sein.

Am Freitag wird der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, bei den Agrarministern zu Gast sein. Er wird zu Fragen im Zusammenhang mit der Sicherung der Energieversorgung der Land- und Ernährungswirtschaft Rede und Antwort stehen. Die Tagung endet am Freitagnachmittag mit einer gemeinsamen Pressekonferenz.

Mit Material von dpa, AgE
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