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WLV-Präsident Röring im Amt bestätigt

WLV-Präsident Johannes Röring
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Norbert Lehmann, agrarheute
am
05.06.2018

Das Präsidium des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) ist im Amt bestätigt worden. Johannes Röring bleibt an der Verbandsspitze.

Röring und seine beiden Stellvertreter, Wilhelm Brüggemeier und Henner Braach, wurden von den Delegierten der Kreisverbände mit großer Mehrheit für weitere drei Jahre gewählt. Die Führungsriege des Verbandes besteht seit 2012 in dieser Konstellation.

Delegierte kritisieren GAP-Reformvorschläge

Die am vergangenen Freitag vorgestellten Vorschläge der EU-Kommission zur Ausgestaltung der europäischen Agrarförderung nach 2020 wurden von den WLV-Delegierten scharf kritisiert. Die geplante Kombination von höheren Umweltauflagen, niedrigeren Direktzahlungen und mehr nationalen Spielräumen würde „absehbar zu einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation auf den Betrieben und zu noch mehr Wettbewerbsverzerrungen zwischen den Mitgliedstaaten führen“.

Der Vorschlag aus Brüssel, kleinere und mittlere Betriebe durch einen Zuschlag auf die ersten Hektare künftig stärker zu fördern, stieß bei den Vertretern der WLV-Kreisverbände dagegen auf Zustimmung. Insgesamt werde der Branche vor allem durch ein stabiles Agrarbudget, eine wirksame Vereinfachung der Förderpolitik und einen durchgreifenden Bürokratieabbau geholfen.

Tierhalter brauchen die Unterstützung der Politik

In gesonderten Entschließungen forderten die WLV-Delegierten zudem wirtschaftlich tragfähige Lösungen für die Vorgaben zur baulichen Ausgestaltung von Sauenställen und zur Durchführung von Ferkelkastrationen. Zugleich wurde die Kritik an den Stalleinbrüchen erneuert. Dieser „in weiten Teilen Deutschlands um sich greifenden Praxis“ müsse durch rechtliche Schritte Einhalt geboten werden.

Röring erklärte, man gehe davon aus, dass die neue nordrhein-westfälische Agrarministerin Ursula Heinen-Esser und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner alles in ihren Kräften stehende tun würden, um die anstehenden Gesetzesvorhaben zügig umzusetzen. Die Liste wichtiger Themen sei lang und die Zeit dränge.

Mit Material von AgE
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