Eu-nitratrichtlinie

Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie in Deutschland
Nach der Novelle der Düngeverordnung (DüV) war eine Allgemeine Verwaltungsvorschrift auf Bundesebene nötig, um nitratbelastete und eutrophierte Gebiete nach einheitlichen Kriterien auszuweisen, um die EU-Nitratrichtlinie in Deutschland umzusetzen. Mit dem geänderten Wasserhaushaltsgesetz wird so das Urteil des EU-Gerichtshofs von 2018 umgesetzt, weil Deutschland sonst hätte hohe Strafzahlungen zahlen müssen, da EU-Recht nicht umgesetzt wurde.

Anforderungen an Messstellen
Die Verwaltungsvorschrift legt qualitative Anforderungen an die Messstellen fest. Die Länder müssen ihre Gebietsausweisungen bis Ende 2020 anpassen, außerdem ihr Messstellennetz auf Vordermannbringen. So wird eine verbindliche Binnendifferenzierung festgelegt und die Verursachergerechtigkeit erhöht. Ab Mitte 2021 flankiert ein bundesweites Monitoring die Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie. Alle flächendeckenden Vorschriften der Düngeverordnung gelten seit Mai 2020. Die zusätzlichen Auflagen in den Roten Gebieten, die mit Nitrat belastet sind, und in den Gelben Gebieten, die durch Phosphor eutrophiert sind, gelten ab Januar 2021.

Weitere Informationen entnehmen Sie außerdem unserem Top-Thema auf agrarheuteDüngeverordnung 2021: Sperrfristen, Vorschriften und Rote Gebiete