Rapsschädling

Rapserdfloh auf einem Rapsblatt © agrarfoto

Wer Raps anbaut, hat mit verschiedenen Kerbtieren zu tun, die ihm die Ernte streitig machen. Je nach Alter und Wuchs der Pflanze ändern sich damit auch Vorsorge und Bekämpfungsstrategien.

Welche Rapsschädlinge gibt es?
Zu den natürlichen Feinden des Rapsbauern zählen demnach:

  • Blattstielminierfliege, Gefleckter Kohltriebrüssler, Großer Rapsstängelrüssler,
  • Kohlfliege, Kohlmotte, Rübsenblattwespe, Kohlgallenrüssler,
  • Kohlschotenmücke, Kohlschotenrüssler, Mehlige Kohlblattlaus,
  • Rapsglanzkäfer, Schwarzer Kohltriebrüssler oder der Rapserdfloh.

Die Rapsschädlinge schaden dem Raps auf unterschiedliche Art und Weise. Zum Beispiel fressen die jungen Raupen der Rübsenblattwespe Löcher in die Blätter. In älteren Stadien nagen die Raupen die Blätter bis auf den Stiehl ab. Die Larven der Kleinen Kohlfliege wiederum tun sich an den Wurzeln gütlich. Blattläuse können zudem Viren übertragen und damit Pflanze und Ertrag schädigen.

Rapsschädlinge bekämpfen: Diese Strategien gibt es
Doch der Landwirt ist nicht wehrlos. Der Bekämpfung geht dabei das Erkennen der Gefahr voraus. Zum einen über sichtbare Schäden an den Pflanzen in den verschiedenen Stadien. Zum anderen über die Bestimmung von Schadschwellen der Rapsschädlinge durch Einschätzung aktueller Populationsgrößen. Ein gängiges Mittel sind dabei Gelbschalen. Hierbei lockt die Farbe bestimmte Insekten an und lässt Rückschlüsse auf deren Bestandsdichte zu. Ein Experte gibt im agrarheute-Video Tipps gegen Schädlinge im Raps.

Aufgrund solch eines Monitorings, das im Herbst oder Frühjahr stattfinden kann, entscheidet der Ackerbauer, ob und wie er die Insekten bekämpft. Dabei kommen Insektizide zum Einsatz, die entweder durch den bloßen Kontakt mit dem Insekt wirken oder die gefressen werden müssen. In der Kritik steht bei der Bekämpfung von sogenannten Rapsschädlingen der Einsatz von Neonikotinoiden; sie schädigen Bienenarten und stehen auch in Verdacht, Vogelarten zu beeinträchtigen.

Der Rapsbauer hat neben der Chemie natürliche Verbündete. Weite Fruchtfolgen vermindern beispielsweise einen hohen Druck durch hungrige Insekten. Auch natürliche Antagonisten fressen unerwünschte Arten, etwa Schlupfwespen, parasitieren Larven des Rapsglanzkäfers.