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Weizenpreise

Weizenpreis - Weizen und Dollar © stock.adobe.com/Africa Studio

Wie viel eine Tonne Weizen kostet, entscheidet nicht die Verkäuferin in der Bäckerei – auch wenn sie Weizen in Backqualität benötigt und in den letzten Jahren eine Preissteigerung bei Brot zu verzeichnen war.

Wie kommt der Preis von Weizen zustande?

Weizenpreise geben Großhandelspreise wieder. Und wie hoch der Preis des Weizens ist, hängt vielfach von Stimmungen in Politik und Wirtschaft ab. Von den Getreide-Sorten steht dabei Weizen besonders im Fokus. 

Nach Mais ist Weizen das Getreide, welches die Bauern am häufigsten anbauen. Doch natürlich ist Weizen nicht gleich Weizen. An den Börsen spielt die Qualität des Weizens eine wichtige Rolle - Qualitätsweizen ist besser als zum Beispiel Keksweizen. 

Die Beurteilung der Weizenqualität ergibt sich aus:

  • Proteingehalt
  • Sedimentationswert
  • Fallzahl
  • Backqualität

Hinzu kommen Hoffnungen und Ernteprognosen. Der Weizenpreis ist ein Produkt aus Fläche, Ertrag, Wetter vor Ort und anderswo. Deswegen bedeutet eine schlechte Ernte in Oberbayern nicht automatisch einen höheren Preis, weil zum Beispiel in der Ukraine die Ernte ganz außergewöhnlich gut war.

Wo wird Weizen gehandelt?

Der Weizenpreis entsteht an verschiedenen Handelsplätzen. Die Märkte sind miteinander vernetzt, ein Viertel des Weizens wird am Weltmarkt gehandelt. Die Exportmärke wirken damit sehr entscheidend auf die Binnenmärkte, hinzu kommt der Einfluss des Wechselkurses. Für Europa ist der Blick auf die Warenterminbörse in Paris, die MATIF (Marché à Terme International de France). Andere wichtige Mitspieler beim Weizenpreis sind die Börse in Chicago und die Situation an den Exporthäfen am Schwarzen Meer. In der Saison 2018/2019 lagen die Weizenpreise bei rund 194 Euro pro Tonne.

Auf agrarheute binden wir für Sie den aktuellen Marktpreis von Weizen ein. Erfahren Sie mehr über Einkaufspreise des Handels, der Genossenschaften und der Verarbeiter für lose Inlandsware vom Erzeuger.