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Ratgeber Maisernte

7 Fakten zum Körneraufbereiter im Häcksler

Häcksler häckselt Mais auf dem Feld
am Dienstag, 25.08.2020 - 09:24 (Jetzt kommentieren)

Egal ob sie Corncracker, Körneraufbereiter, Corn-Conditioner oder Körnerprozessor heißen: kein Maiskörner darf nach dem Häckseln ganz bleiben. Alles, was man über das wichtige Bauteil im Feldhäcksler wissen muss, haben wir in unseren sieben Fakten zu Körneraufbereiter zusammengefasst.

Je nach Hersteller gibt es unterschiedliche Namen für eines der wichtigsten Bauteile im Feldhäcksler. Egal ob sie Corncracker, Körneraufbereiter, Corn-Conditioner oder Körnerprozessor genannt werden. Mit Walzen, Ringen und Zähnen müssen sie die Fruchtschale um die Maiskörner aufreiben und den Mehhlkörper freilegen. Nur so sind die stärkehaltigen Maiskörner im Pansen von Mastbulle und Mulchkuh oder in der Biogasanlage verdaulich.

1. Corncracker-Mythos: Angeschlagene Maiskörner reichen nicht in jedem Fall aus

Je stärker das Korn im Corncracker bearbeitet wird, desto besser ist die Verdaulichkeit. Sind die Maiskörner fast vermahlen, kann der Pansen die Energie schneller aufnehmen, als wenn die Körner nur angeschlagen sind. Bei den maisbetonten Rationen mit größeren Schnittlängen spielt die Art der Aufbereitung wiederum eine Rolle, um zusätzlich Struktur ins Futter zu bekommen.

2. Die beliebteste Häcksellänge beträgt 7 bis 8 mm

Laut einer Studie der EU häckselten in Deutschland 2015 rund 25 Prozent der Betriebe den Mais 4 bis 6 mm kurz. Rund 40 Prozent kürzten die Maisstängel und Kolben auf 7 bis 8 mm und noch mal rund 20 Prozent bevorzugten eine Häcksellänge von 9 bis 10 mm. Somit verblieben für die Schnittlängen von 10 bis über 26 mm noch rund 15 Prozent der Betriebe. Was die Studie nicht untersuchte, ist der Einsatz von Körneraufbereitern.

3. So sieht der Standard-Körnerprozessor aus

Der klassische Körnerprozessor besteht aus zwei Walzen mit einem Sägezahnprofil. Der Durchmesser der Corncracker-Walzen beträgt in der Regel um die 240 mm. Der Effekt entsteht durch die unterschiedlichen Drehzahlen der beiden Walzen und den engen Zwischenspalt. Die Drehzahldifferenz der Walzen im Körneraufbereiter beträgt oft 30 Prozent. Sie lässt sich bei einigen Herstellern und Modellen auf 40 oder gar 50 Prozent erhöhen.

4. Zeigt dem Maiskorn die Zähne

Eine weitere Möglichkeit, die Aufbereiterintensität zu verbessern, ist die Anzahl der Zähne auf den Corncracker-Walzen zu verändern. So gibt es Körnerprozessore, die mit unterschiedlichsten Zahnpaarungen von beispielsweise 99/126 über 125/125 bis hin zu 100/130 Zähnen arbeiten.

5. Lange Häcksellängen brauchen Energie

Je länger gehäckselt wird, desto intensiver muss das Erntegut aufbereitet werden. Das kostet Energie und verursacht Verschleiß. Je besser das Maiskorn vom Corn-Conditioner verrieben wird, desto leichter verwerten Rind oder Biogasanlage die Stärke beziehungsweise Energie.

6. Walzen, Ringe und andere Bauformen von Körnerprozessoren

Neben Walzenaufbereitern gibt es auch ein schräg gestelltes Zahnprofil oder die Kombination aus Corncracker-Walzen mit einzelnen Ringelementen. Die ineinandergreifenden Ringe des Corncrackers bearbeiten den Mais längs und quer, schneiden zum Teil die Stängelstücke und brechen die Spindelstücke auf. Für Häckselgut mit Schnittlängen über 25 mm gibt es sogenannte Sägezahn-Körnerprozessoren mit einer Spiralnut.

7. Hart und Haltbar: Standzeiten verlängern

Beschichtungstechnik wie BusaClad oder Hartverchromung aber auch Lagertemperaturüberwachung und eine Druckölschmierung sollen die Standzeit der Körnerprozessoren erhöhen und Verschleißkosten senken.

Ein Überblick zu Körneraufbereitern in Feldhäckslern ist in der agrarheute Ausgabe 08/2020 erschienen.

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