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agrarheute erklärt

Wozu braucht man eigentlich den Agrirouter?

Traktoren und Maschinen auf einem Acker.
am Mittwoch, 04.03.2020 - 10:33 (Jetzt kommentieren)

„Wer, wie, was – wieso, weshalb, warum?“ agrarheute geht regelmäßig unbekannten Begriffen und komplexen Sachverhalten nach. Dieses Mal: Wozu braucht man eigentlich den Agrirouter?

Nicht erst die Geschichte vom Turmbau zu Babel macht deutlich, wie wichtig Sprache im Miteinander ist. Auch in der Landtechnik herrscht ab und an babylonische Sprachverwirrung. Beispielsweise dann, wenn die Schlagkartei mit dem Maschinenterminal kommunizieren soll. Inhalt des Gesprächs ist nicht der neueste Dorfklatsch, sondern es sind Koordinaten der Feldgrenzen, Applikationskarten für die Düngung oder geerntete Kartoffeln. Komplizierter wird es, wenn der Lohnunternehmer die Düngekarte benötigt und nach Auftragsende die ausgebrachte Menge als Karte wieder zurück in die betriebseigene Acker-Software soll.

Agrirouter: Der virtuelle Postbote

Genau das sind die Fälle, in denen der Agrirouter helfen kann und alle zusammenbringen soll. Einfach ausgedrückt ist er ein virtueller Postbote. Virtuell deshalb, weil es den Agrirouter nicht als Bauteil zu kaufen gibt, sondern er eine Online-Anwendung ist. Landwirte registrieren sich kostenlos auf der Internetseite www.my-agrirouter.com. Für den Datentransport fallen „ein paar Euro pro Monat und Maschine“ an. Die stellt nicht die DKE-Data als Betreiber des Agrirouters dem Landwirt in Rechnung, sondern der Agrarsoftware-Anbieter.

Der Agrirouter transportiert Daten, speichert sie aber nicht

Wichtig zu wissen: Der Agrirouter speichert keine Daten, sondern verschickt sie wie ein Postunternehmen in Form von Paketen an unterschiedliche Adressen – immer im verschlossenen Umschlag, sprich verschlüsselt. Den Inhalt lesen kann nur der Empfänger. Ein oder mehrere Empfänger können beispielsweise das eigene Farmmanagementsystem, das ISOBUS-Terminal für den Kartoffelroder oder eine App auf dem Smartphone zur Düngerdokumentation sein, oder eben besagter Lohnunternehmer, dem ich von meinem Acker die Feldgrenzen für die Maisaussaat zur Verfügung stelle.

Diese Landtechnihersteller stehen hinter dem Agrirouter

Hinter dem Agrirouter stehen Landtechnikmarken wie Amazone, Case IH, Fendt, Grimme, Krone, Lemken und New Holland. Nicht dabei sind John Deere und Claas. Viele nörgeln zu Recht darüber, dass Maschinen und Software unterschiedlicher Marken nicht miteinander reden können. Der Agrirouter schafft hier Abhilfe.

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Der Artikel "agrarheute erklärt den Agrirouter" ist in der Ausgabe März 2020 erschienen.

Mit Material von DKE Agrirouter

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