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Mähdrescher-Jubiläum

10 Fakten zum Lexion von Claas

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Lukas Arnold, Agrartechnik
am
29.06.2016

Seit 21 Jahren rollen in Harsewinkel die saatengrünen Lexions vom Band. Der Mähdrescher wurde zum Markenzeichen und Flagschiff von Claas. Nun feiert er ein Jubiläum - 10 Fakten.

1. Die Entwicklung des Lexions dauerte 10 Jahre

In den 80er-Jahren hatte Helmut Claas für die Mähdrescgher-Entwicklung zwei Dinge gefordert: Erstens sollte ein Mähdrescher für jede Getreideart geeignet sein. Zweitens sollte sie bei höchster Schnelligkeit absolut verlustfrei arbeiten. 10 Jahre später, 1995 stellte Claas den ersten seiner Art vor: Die 400er-Baureihe bot den Landwirten damals neue Höchstleistungen. Erstmals wurde das APS-Dreschsystem mit der 600 Millimeter Dreschtrommel mit der Roto Plus Restkornabscheidung kombiniert. Das zusammen ergab das bis heute bekannte APS Hybrid System.

2. Nach 6 Jahren rollte der 10.000ste Lexion vom Band

Schnell entwickelte sich der Lexion zum internationalen Aushängeschild der Claas-Erntetechnik. Sechs Jahre nach der Markteinführung lief in Harsewinkel bereits der 10.000ste Großmähdrescher vom Band: ein 415 PS starker Lexion 480 mit Raupenlaufwerk. Ein Kaufargument war für viele Kunden die komfortablere Kabine, die mit dem integrierten Bordcomputer Cebis ausgestattet war. Darüber hinaus erleichterten die Lenksysteme GPS Pilot und Laser Pilot die Steuerung der Maschine.

3. In 7 Jahren drei neue Baureihen

2003 folgte mit der Baureihe Lexion 500 die Weiterentwicklung des Oberklassemähdreschers. Mehr Leistung und Durchsatz und technische Feinheiten, etwa zuschaltbare Rotorklappen zur Anpassung der Abscheidefläche und ein Schnellstopp für Vorsatzgeräte, unterstützten ab jetzt die Landwirte bei der Arbeit. Bereits zwei Jahre später präsentierte Claas die 600er-Baureihe, die noch einmal durch diverse technische Änderungen mehr Durchsatz erreichen sollte. Seit 2010 werden die bisher größten Mähdrescher vom Typ  Lexion 700 gebaut. Sie sind mit einer Spitzengeschwindigkeit von 40 km/h erhältlich, arbeiten mit bis zu 12,30 Meter breiten Schneidwerken boden- und ressourcenschonend und verfügen über Software, die den Ernteverlauf dokumentiert und dem Fahrer präzise Informationen liefert.

4. Der Lexion wurde Maschine des Jahres 2016

Auf der Agritechnica wurde der Lexion 700, der mittlerweile über eine 4D-Reinigung und eine automatische Gutflusskontrolle verfügt, als "Maschine des Jahres 2016" ausgezeichnet. Schon 2013 setzte Claas mit dem Lexion 780 einen weiteren Meilenstein in seiner Mähdreschergeschichte. Neben einem 13.500 Liter fassenden Korntank ist er mit dem integrierten Fahrassistenzsystem Cemos Automatic ausgestattet. Die Software steuert bestimmte Vorgabewerte des Landwirtes an und findet schon nach kurzer Zeit die optimale Einstellung der Arbeitssysteme. Unter Berücksichtigung der sich ändernden Erntebedingungen im Tagesverlauf wird die optimale Einstellung immer wieder sekundengenau überprüft und permanent angepasst.

5. Einer der größten Claas-Kunden besitzt 19 Lexions

Lohnunternehmer Burghard Kaufmann aus dem Osnabrücker Land arbeitet mit Claas-Mähdreschern, seit er denken kann: "Mein Vater hat den ersten Claas Mähdrescher Anfang der 1960er-Jahre angeschafft. Seither haben wir immer mit Claas Maschinen gearbeitet. Der erste Lexion 430 kam 1998 dazu." Erst kürzlich hat Burghard Kaufmann seinen 18 Mähdrescher umfassenden Fuhrpark um einen Lexion 670 erweitert.

6. Abscheidefläche lässt sich von der Kabine aus anpassen

Am Lexikon Hybrid kann der Fahrer in der Kabine über Drehschalter die Abscheidefläche der Rotoren vergrößern oder verkleinern. Damit kann er aktiv die Belastung des Siebs beeinflussen und an die jeweiligen Bedingungen anpassen. Das ist bisher einzigartig am Markt.

7. Der Lexion hat einen Weltrekord aufgestellt

Jens Broer von Claas erntete unter Aufsicht der Guiness World Records Jury mit einem handelsüblichen Lexion 770 mit Raupenlaufwerk in acht Stunden die Rekordmenge von 675 t Weizen. Dazu war ein 13 Mann starkes Ernteteam in England im Einsatz. Insgesamt war das Team aber 20 Stunden beim Dreschen. Das ABS-Hybridsystem von Claas ermöglichte einen frühen Arbeitsbeginn und ein sehr spätes Ernten, was zu den hohen Durchsatzleistungen auch unter nassen Bedingungen führte.

8. Eine patentierte Achse macht den Lexion wendig

Auf Unebenheiten im Feld reagiert die neue 4-Gelenk-Achse nicht nur wie die herkömmliche Pendelachse mit einer Pendelbewegung um den Punkt der Aufhängung, sondern mit einer zusätzlichen Seitwärtsbewegung. Auf der Achse können bis zu 1,65 m hohe Reifen laufen (30" Felgen).

9. Den Lexion gibt es auch als Caterpillar

Seit 1999 arbeitete Claas mit Caterpillar zusammen und vertrieb den Lexion in Nordamerika unter der Marke CAT. 2002 übernahm Claas 50 % am Joint Venture mit Caterpillar und das Mähdrescherwerk in den USA. Die dort produzierten Mähdrescher wurden in Nordamerika weiterhin als CAT Lexion über das Caterpillar-Händlernetz vertrieben.

10. Claas hat bis heute 50.000 Lexion produziert

Am 29. Juni 2016 meldete Claas: "Der 50.000. Lexion rollt vom Band". Die Mähdrescher bestehen mittlerweile aus über 50.000 Bauteilen. In ihrem Inneren verlaufen 4.000 m Stromkabel und 215 m Hydraulikleitungen. Der 50.000. Lexion im Jubiläumsdesign wird in den kommenden Monaten europaweit auf vielen Messen und Ausstellungen zu sehen sein.

Mähdrescher: Claas Lexion 700

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