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Ackerbau

Agritechnica: Das sind die Neuheiten von Kuhn

© Kuhn
von , am
07.09.2015

Insgesamt 13 neu konzipierte und weiterentwickelte Maschinen und Geräte wird der Landtechnikhersteller Kuhn im November auf der Messe agritechnica in Hannover zeigen.

Der Vier-Kreisel-Schwader GA 13131 von Kuhn hat eine variable Arbeitsbreite von 8,40 bis 12,50 Meter und legt die Schwade mittig ab. © Norbert Lehmann
Interessant für größere Betriebe mit Futteranbau sind sicherlich ein neu konstruierter Schwader mit vier Kreiseln sowie zwei neue Scheibenmähwerke mit 9,53 Meter beziehungsweise 9,93 Meter Arbeitsbreite, die gut mit zwei ebenfalls neuen Frontmähwerken kombinieren.
 
Die weiteren Neuheiten finden Sie hier im Überblick.

Schwader mit vier Kreiseln

Der Vier-Kreisel-Schwader GA 13131 hat eine variable Arbeitsbreite von 8,40 bis 12,50 Meter und legt die Schwade mittig ab. Die Maschine verfügt über eine zentrale Bordhydraulik, die jeden Kreisel einzeln antreibt. Daher ist nur eine Gelenkwelle erforderlich, die stets geradlinig ausgerichtet bleibt. Folglich arbeitet der Schwader sehr ruhig und verschleißarm.
 
Steht viel Futter auf dem Halm, kann der Fahrer die Drehzahl der beiden vorderen Kreisel vom Sitz aus über zwei Zusatzpumpen erhöhen und die Schwadablage optimieren. Alle wichtigen Funktionen des Giroschwaders werden über ein integriertes Terminal gesteuert. Eine automatische Aushubsequenz der Kreisel ist programmierbar und erhöht damit den Komfort beim Wenden.

Neue Scheibenmähwerke

Das Auge kauft mit: Das Frontmähwerk trägt eine der Formel 1 nachempfundene Verkleidung. © Norbert Lehmann
Neu entwickelt wurden die beiden Scheibenmähwerke GMD 9530 und GMD 10030. Sie sind mit der Mähbalkenentlastung Lift-Control und mittiger Pendelanlenkung ausgestattet, um die Bodenanpassung zu optimieren und damit die Schnitthöhe einzuhalten.
 
Weitere Vorzüge sind laut Kuhn eine einfache Einstellung des Auflagedrucks, weniger Kraftstoffverbrauch und weniger Verschleiß der Gleitkufen. Dabei bleibt der Nährwert im Futter erhalten, da weniger Schmutz eingetragen wird.
Beim Auftreffen auf ein Hindernis weicht der Mähbalken nach hinten sowie oben aus. 

Modell GMD 9530 und GMD 10030

Das Modell GMD 9530 ist im Wesentlichen dafür vorgesehen, zusammen mit einem 3,10 m Frontmähwerk wie dem GMD 3125 F eingesetzt zu werden, wohingegen der Mäher GMD 10030 vorzugsweise mit dem 3,50 m breiten Frontmähwerk GMD 3525 F kombiniert wird. Die beiden Frontmähwerke werden auf der agritechnica vorgestellt.
 
Beide sind mit zwei angetriebenen Schwadtrommeln ausgerüstet, die das Mähgut auf ein Schwad mit variabler Breite mittig ablegen. Auch hier kommt das Lift-Control-System zum Einsatz. Die neuen GMD-Frontmähwerke sind mit dem wartungsfreien Optidisc-Mähbalken ausgerüstet. Er verfügt über Mähscheiben mit unterschiedlichem Mittenabstand, was für eine optimale Schnittqualität sorgen sowie das Abfließen des Mähguts in allen Einsatzsituationen begünstigen soll. 

Neu konstruierte Universaldrillen

Die Universaldrille Espro wurde von den dlv-Technikredakteuren als "Maschine des Jahres 2015" ausgezeichnet. © Kuhn
Der Vertrieb der komplett neu konstruierten Universaldrillen Espro 3000 und 6000R ist in Deutschland im ersten Jahr der Markteinführung laut Kuhn sehr gut angelaufen. Bei bis zu 6 Meter Arbeitsbreite wurden sie vor allem für große Flächenleistung konstruiert. Demnächst sollen neben 3 und 6 Meter Arbeitsbreite weitere Modelle angeboten werden.
 
Die Drillen verfügen über einen 3.500 Liter fassenden Saatguttank. Sie können zum Transport bei vollem Saatguttank mit 40 km/h gefahren werden. Dank einer zugkraftfreundlichen Konstruktion kommen sie nach Angaben von Kuhn mit 35 PS pro Meter Arbeitsbreite aus.
 
Auf der Messe SIMA 2015 war die Espro von den Technikredakteuren des dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag als "Maschine des Jahres" in der Kategorie Sämaschine ausgezeichnet worden.
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