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Ackerbau

Alles außer Pflug

von , am
07.02.2013

Horsch gehört zu den erfolgreichsten Herstellern von Geräten und Maschinen für den pfluglosen Ackerbau.
Noch keine 30 Jahre ist es her, dass das Unternehmen aus dem bayerischen Schwandorf die ersten Grundsteine dafür legte.

"Ich baue niemals einen Pflug". Dieses Zitat von Michael Horsch aus der Gründungszeit der Horsch Maschinen GmbH ist bis heute überliefert. Primärziel war es damals, im Jahr 1984, allerdings, mit selbst gebauter Technik die Produktivität auf den eigenen Betrieben und auf denen befreundeter Landwirte zu erhöhen. Doch schnell wurde daraus mehr. Landwirte aus der Nachbarschaft und später über die Grenzen Bayerns und Deutschlands hinaus wurden auf die Ideenschmiede aus Schwandorf aufmerksam. Mit Produkten wie dem Sä-Exaktor, der PD 12 und dem Drill-Exaktor wurden der Grundstein für eine konsequent auf pfluglose Bearbeitung ausgerichtete Produktpalette gelegt.

Mit dem Terrano FX gelang der Durchbruch

Der erste Horsch-Grubber war der Terrano FG für Arbeitstiefen zwischen 3 und 20 cm. Da Horsch damals noch ohne Händler arbeitete, mussten potenziellen Kunden die Arbeitsergebnisse der Maschinen direkt präsentiert werden. Das führte zur Gründung des Forschungs- und Informationszentrum „FITZentrum“ direkt an den Demoflächen in Schwandorf. Tausende Besucher haben sich dort seitdem über aktuelle Feldversuche und zukünftige landwirtschaftliche Trends informiert. Ende der 90er wurde ein völlig neuer Grubber aus der Taufe gehoben: der 4- balkige Tiger für intensive und tief mischendem Bodenbearbeitung. Mit ihm brachte Horsch auch den TerraGrip Zinken und das MulchMix Schar auf den Markt. Der endgültige Durchbruch folgte dann im Jahr 2000, als Horsch offiziell den dreibalkigen Universalgrubber Terrano FX präsentierte. Durch seine große Auswahl an Scharformen, Packern und Arbeitsbreiten passte er optimal zu den Bedürfnissen unterschiedlicher Betrieben. Diese Entwicklungen legten auch den Grundstein für die Pronto DC mit Doppelscheiben-Schar. Die Kombination von flacher Bodenbearbeitung (mit einer Kurzscheibenegge), der darauf folgenden flächigen Rückverfestigung mit anschließender Saatgutablage und gezielter Rückverfestigung bei hohem Arbeitstempo war damals neu. Später kam als Option noch die gleichzeitige Ausbringung von Dünger dazu.

Der Pflug passt nicht in die Strategie

2007 schließlich ergänzte die Kurzscheibenegge Joker das Sortiment. Im selben Jahr wurde auf der Agritechnica der TerraGrip Zinken der zweiten Generation präsentiert. Dieser bot nun Auslösekräfte bis 500 kg, eine Aushubhöhe von 30 cm und kam zunächst in der komplett überarbeiteten Tiger-Reihe, die nun aus Tiger AS, LT und MT bestand, zum Einsatz. Auf der letzten Agritechnica 2011 präsentierte Horsch schließlich den Terrano FM und MT. Der Terrano MT eignet sich zum Beispiel auf sehr harten Böden, die flach gemischt und tief gelockert werden sollen. Der ebenfalls 4-balkige Terrano FM ist ein Universalgrubber mit Arbeitsbreiten ab 5 Metern, der auch ohne Packer eingesetzt werden kann. Heute werden gut 40 Prozent aller Ackerflächen in Deutschland pfluglos bearbeitet, bei Weizen sogar fast 60 Prozent. Und nach wie vor gibt es keinen Pflug im Horsch-Programm. Statt dessen führt als eines der neuesten Produkte die Strip-Till- Kombination Focus TD konsequent die Strategie "Alles außer Pflug" weiter.
 
 

Meilenstein der Landtechnik

Die Entwicklungen von Horsch wurde von den Redakteuren des Deutschen Landwirtschaftsverlag mit dem "Meilenstein der Landtechnik" ausgezeichnet. Mehr zur Kampagne erfahren Sie auf der Internetseite unter: meilensteine.agrarheute.com
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bildergalerie zu Horsch
 
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