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DLG-Prüfbericht

Amazone Cataya 3000 Super ist DLG anerkannt

Amazone Cataya 3000 Super mit Fendt Traktor
© Werkbild
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Andreas Holzhammer , agrarheute
am
05.04.2018

Die DLG hat die Sämaschine Cataya 3000 Super und den Kreiselgrubber KX 3001 auf dem Prüfstand und auf dem Feld mit Weizen und Raps getestet. Das sind die Ergebnisse.

Die mechanische Drillmaschine Amazone Cataya 3000 Super konnte während der Prüfung bei den im DLG-Prüfrahmen festgesetzten Prüfkriterien überzeugen. Aufgrund der erzielten Ergebnisse wird der mechanischen Drillmaschine Amazone Cataya 3000 Super das Prüfzeichen „DLG-ANERKANNT“ für die Prüfmodule „Arbeitsqualität“, „Handhabung, Bedienung und Wartung“ und „Einhaltung arbeitssicherheitstechnischer Vorgaben“ verliehen.

Die Drille war auf den Kreiselgrubber KX 3001 aufgebaut. Auf einer Arbeitsbreite von drei Metern arbeitet die Cataya 3000 Super mit 20 Säscharen, was einen Reihenabstand von 15 cm ergibt. Die TwinTec-Doppelscheibenschare sind in zwei Reihen angeordnet.

Amazone Cataya 3000 Super im Labor-Test: sehr gut

Im Labortest ermittelte die DLG die Dosiergenauigkeit und die Querverteilung bei 8 und 12 km/h. Als Rapssaatgut wurde die Sorte Ability von Rapool verwendet, für Weizen Cornetto von Geno-Saaten und für Gerste Vespa von Hauptsaaten. Damit erreichte die Amazone-Drille folgende Ergebnisse:

  • Dosiergenauigkeit bei Raps bei eben stehender Drille: sehr gut (0,4 % Abweichung von Soll- zu Ist-Menge)
  • Querverteilung bei Raps bei eben stehender Drille: sehr gut (Variationskoeffizient 2,1 - 2,2 %)
  • Dosiergenauigkeit bei Gerste bei eben stehender Drille: sehr gut (0,1 - 0,5 % Abweichung von Soll- zu Ist-Menge)
  • Querverteilung bei Gerste: sehr gut (Variationskoeffizient 1,6 %)
  • Dosiergenauigkeit bei Weizen bei eben stehender Drille sowie je 20 % Neigung in jede Richtung: sehr gut (0,2 - 2,4 % Abweichung von Soll- zu Ist-Menge)
  • Querverteilung bei Weizen: sehr gut (Variationskoeffizient 1,1 - 1,3 %)

Amazone Cataya 3000 Super im Feld-Test: sehr gut

Weiterhin testete die DLG die Amazone Cataya 3000 Super im Feldeinsatz bei der Winterraps- und Winterweizensaat. Während der Aussaat wurde auf jedem Schlag die Dosiergenauigkeit überprüft und stichprobenartig die Ablagetiefe gemessen. Drei bis fünf Wochen nach der Aussaat wurde der Feldaufgang ermittelt. In den beiden Kulturen erreichte die Cataya 3000 Super folgende Ergebnisse:

Raps:

  • Dosiergenauigkeit: sehr gut (0,0 % Abweichung von Soll- zu Ist-Menge)
  • Feldaufgang: sehr gut (96,6 %)
  • Pflanzenlängsverteilung: sehr gut (Variationsfaktor 0,8 %)

Weizen:

  • Dosiergenauigkeit: sehr gut (1,2 % Abweichung von Soll- zu Ist-Menge)
  • Feldaufgang mit 200 Körnern/m²: gut (87,6 %)
  • Feldaufgang mit 320 Körnern/m²: sehr gut (90,6 %)
  • Pflanzenlängsverteilung mit 200 Körnern/m²: gut (Variationsfaktor 0,9 %)
  • Pflanzenlängsverteilung mit 320 Körnern/m²: gut (Variationsfaktor 1,0 %)
  • Tiefenablage: Bei Soll-Ablagetiefe 2 -3 cm lag die gemessene Ablagetiefe bei 1,6 bis 4,2 cm; bei Soll-Ablagetiefe 3-4 cm lag die gemessene Tiefe bei 2,1 bis 6,0 cm.

Handhabung, Bedienung, Wartung: gut bis befriedigend

Abschließend führte die DLG noch einige Wartungs- und Bedienungsschritte mit fachkundigen Praktikern durch und kam zu folgendem Urteil:

  • Einstellung der Kornablagetiefe: befriedigend
  • Abdrehvorgang: gut
  • Ablagemöglichkeit für Hydraulikleitungen: gut
  • Beleuchtungsanlage: gut
  • Einstellung des Schardrucks: befriedigend

Hier finden sie alle DLG-Testergebnisse zur Amazone Cataya 3000 Super.

Mit Material von DLG e.V.

Sämaschine Amazone Cataya: Mechanik trifft Elektronik

Sämaschine Amazone Cataya
Das besondere an der neuen mechanischen Sämaschine Cataya von Amazone sind die Doppelscheibenschare und eine neue Dosierung mit elektrischem Antrieb. © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
Cataya auf Kreiselgrubber
Die getestete Cataya Sämaschine war auf dem Kreiselgrubber KG 3001 Super aufgebaut. © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
Saatgutdosierung der Amazone Cataya
Über einen Arbeitsstellungssensor am Oberlenker wird die Saatgutdosierung aktiviert. © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
hydraulische Verstellung
Bei den dlz Redakteuren ließ sich der Kreiselgrubber hydraulisch in der Tiefe verstellen. © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
Seitenbleche der Amanzone Cataya
Die neuen Seitenbleche lassen sich über das "Raster" gut in der Tiefe anpassen. Dank neuer Lagerung bauen sie sehr schmal. © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
Matrixwalze
Die Matrixwalze sorgt für eine Rückverfestigung in der Saatreihe. So hat das Saatgut gute Keimbedingungen. © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
krümeliges Saatbett
Der Keilabstand entspricht dem Scharabstand. Die Profilierung sorgt für ein krümeliges Saatbett. © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
Profil des Packers
Das Profil verbessert den Antrieb des Packers, Abstreifer halten die Zwischenräume sauber. © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
Dosierer der Sämaschine Cataya
Die Dosierer sind auf der Säwelle verschraubt. Sie werden für die Fahrgasse über eine Vorgelegewelle angetrieben. © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
geteilte Zahnräder
Über geteilte Zahnräder erfolgt der Antrieb der zu schaltenden Dosierer, je nach Fahrgassenbreite. © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
Schieber für Saatgut
Sollte mal ein Schar zusitzen, kann das Saatgut über die Klappe abfließen. Der orange Schieber ist für die Feinsämereien. © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
Monitor zum Bedienen der Sämaschine
Im Betrieb lassen sich Antriebe, Saatmengen und Spuranreißer über den Monitor überwachen. © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
Einstellcenter
Das Einstellcenter befindet sich auf der linken Seite. Alles was zum Abdrehen benötigt wird, wie Bodenklappe und Abdrehklappe verbirgt sich hinter der Klappe. © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
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