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Abdecksysteme

Anhänger mit Abdeckung: Das gilt es rechtlich zu beachten

Dieser Artikel ist zuerst in der DLZ erschienen.

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Anhänger mit Abdeckung
© ah/Werkbild
von , am
16.05.2017

Es ist wieder Saison der Häckselketten. Abdeckplanen beugen Ärger mit Polizei und Bevölkerung wegen verlorenem Häckselgut vor. Das gilt es rechtlich zu beachten.

Derzeit gibt es rechtlich noch keine explizite Pflicht zur Abdeckung der Ladung von landwirtschaftlichen Transporten. §22 der Straßenverkehrsordnung (StVO) schreibt allerdings klar vor, wie die Ladung zu verstauen ist: Sie darf nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen. Mit einem Abdecksystem ist man hier auf der sicheren Seite. Das dlz agrarmagazin hat in seiner Ausgabe April 2017 erklärt, was es rechtlich zu beachten gibt.

Haftung für Ladungssicherung mit Landmachinen

Sollte doch einmal was daneben gehen, steht nicht nur der Fahrer in der Verantwortung. Auch der Häckslerfahrer kann rechtlich belangt werden, wenn er das Fahrzeug nachweislich zu voll geladen hat.

Als Halter steht auch der Betriebsleiter oder Lohnunternehmer in der Pflicht, der seine Beschäftigten im Vorfeld auf die richtige Ladungssicherung hinweisen muss.

Zugelassene Maße von Transportfahrzeugen

Nach §32 der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) darf der Aufbau des Transportfahrzeugs eine maximale Breite von 2,55m nicht überschreiten. Einrichtungen zur Sicherung der Plane, wie beispielsweise die Tragarme einer Rolloabdeckung, sind davon allerdings ausgenommen.

§32 StVZO legt auch die maximale Fahrzeughöhe fest: Sie darf 4m nicht überschreiten. Gemäß §22 StVO dürfen allerdings Fahrzeuge, die für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke eingesetzt werden und mit land- oder forstwirtschaftlichen Erzeugnissen oder Arbeitsgeräten beladen sind, samt Ladung höher als 4m sein.

In der Praxis heißt das: Die bauliche Höhe des Anhängers darf inklusive Abdeckung die 4-m-Marke nicht überschreiten; ein Kegel aus Grassilage beispielsweise darf diese aber überragen.

Abdeckungsmöglichkeiten für Transportanhänger

Egal ob Kipper, Mulde, Abschiebe-, Rollband-, Lade-, Häcksel- oder Kombiwagen: die Hersteller bieten mittlerweile für alle Arten von Transportanhängern Lösungen zum Abdecken ab Werk oder zum Nachrüsten an.

Beim Neukauf bietet es sich an, die passende Abdeckung gleich mitzubestellen. Bereits vorhandene Fahrzeuge können mit Nachrüstsätzen einfach aufgerüstet werden. Die Technik zum Abdecken ist in der Regel einfach gestaltet, sodass die Montage in jeder Fachwerkstatt, in einigen Fällen sogar in Eigenleistung in der hofeigenen Werkstatt er folgen kann.

 

Abdeckungen für Anhänger: 5 Lösungen von Fliegl im Überblick

Rollplane von Fliegl
Das Podest an der Anhängerfront ist bei der Rollplane ein Muss. Ohne sicheren Stand kann der Fahrer die Plane nicht gefahrlos aufrollen. Die Plane bedeckt den Kipper komplett. So kommen zuverlässig weder Regen rein, noch Staub raus. Geschlossen bedeckt die Plane den Anhänger komplett. Die Aufrollstange wird zur Straßenfahrt mit einem Spanngurt fixiert. © Andreas Holzhammer/dlz agrarmagazin
Schiebeplane von Fliegl
Vorteil der Schiebeplane: Man kann sie beliebig weit öffnen. So lässt sich beispielsweise beim Getreidetransport der bereits volle vordere Teil schon abdecken, während der hintere noch gefüllt wird. Geschlossen lässt die Schiebeplane weder Wasser rein, noch Staub raus. Der Teil über der Heckklappe schwenkt zum Öffnen um 180 Grad, legt sich auf die restliche Plane und wird so mit eingezogen. Eingefahren gibt die Schiebeplane die Öffnung des Anhängers komplett frei. Sie legt sich in Lamellen zusammen, eine Fehlbedienung ist nahezu ausgeschlossen. © Andreas Holzhammer/dlz agrarmagazin
Hydraulisches Rollnetz SpeedCover von Fliegl
Zum Schwenken brauchen die Arme viel Platz nach oben. Im Silageeinsatz dürfte das allerdings kein Problem sein. Das SpeedCover deckt den Anhänger in wenigen Sekunden komplett ab und ist flexibel genug, um auch Schüttkegel zu überdecken. Das Netz wird auf einer hydraulisch angetriebenen Rolle aufgerollt. Das System macht den Anhänger nur wenige Zentimeter höher. © Andreas Holzhammer/dlz agrarmagazin
Fliegl Anhänger Abdeckung Toplift Light
Beim TopLift hängen die Alurahmen auf der Straße oder beim Befüllen seitlich an den Bordwänden. Die Öffnung des Anhängers liegt komplett frei. Im geschlossenen Zustand ist die Abdeckung nach oben und hinten völlig dicht. Der Fahrtwind, der von vorne eindringt, kann keinen Staub auf die Straße wirbeln. Hydraulikzylinder mit Zahnstange und -rad bewegen die Alurahmen. Vorteil: Die Rahmen können in jeder Position gestoppt und gehalten werden. So reicht es beispielsweise zum Öffnen der Heckklappe aus, wenn sie im 90-Grad-Winkel stehen. © Andreas Holzhammer/dlz agrarmagazin
Fliegl Anhänger Abdeckung Toplift Light
Beim TopLift light dreht ein Ölmotor die Alurahmen. Wie beim TopLift mit Plane klappen die Rahmen beim TopLift light zum Befüllen platzsparend seitlich an die Bordwände. Im geschlossenen Zustand wird das Ladegut sicher auf dem Anhänger gehalten. Es kann allerdings ein Luftzug entstehen, der Staub aufwirbelt. © Andreas Holzhammer/dlz agrarmagazin
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