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Mit Applikationskarten mehr Geld verdienen auf dem Acker

Lohnunternehmer Thilo Jäger hat seinen Maschinenpark für die teilflächenspezifische Bewirtschaftung nach Applikationskarten aufgerüstet.
am Mittwoch, 21.09.2022 - 12:30

Das Thema beschäftigt viele, doch nur wenige Praktiker trauen sich ran: die Digitalisierung in der Landwirtschaft. Wir haben Lohnunternehmer Thilo Jäger besucht und uns mit ihm darüber unterhalten.

"Schnell, ihr müsst los, wenn ihr die Maissämaschine noch im Einsatz sehen wollt!“ Mit diesen Worten schickt uns Lohnunternehmer Thilo Jäger vom Hof raus auf den Acker. Hier ist sein Mitarbeiter Joscha Eichhorn mit der Lemken Azurit unterwegs und legt Saatgut und Dünger nach den Vorgaben der Applikationskarte ab.

Gerade noch rechtzeitig treffen wir auf dem Acker im Heidekreis ein. Noch drei Fahrten und der Auftrag ist abgearbeitet. Ablagetiefe, Anpressdruck und Saatmenge: Für die teilflächenspezifische Maisaussaat kann an mehreren Stellschrauben gedreht werden – zumindest in der Theorie. Das Ziel der teilflächenspezifischen Aussaat ist es, durch höhere Aussaatstärken in Hochertrags- zonen das Ertragspotenzial besser ausschöpfen zu können. Dagegen sollen die geringeren Aussaatstärken in Zonen mit geringerem Ertragspotenzial die Stresstoleranz, vor allem bei Wassermangel, erhöhen.

Der Nutzen liegt somit weniger in der Einsparung von Saatgut als in der Realisierung von Mehrerträgen durch eine bessere räumliche Verteilung. Der ökonomische Vorteil wird stark vom Aufwand für die teilflächenspezifische Maissaat bestimmt. Er setzt sich aus den Kosten für Maschinen und der Applikationskartenerstellung zusammen.

Aufwand und Nutzen

Nun sind wir beim heiß diskutierten Thema angekommen: Applikationskarten. Für wen sind sie sinnvoll, wie werden sie erstellt und lohnt sich der Aufwand?

Applikationskarten, die Standortunterschiede ungenau oder gar falsch abbilden, erhöhen das Risiko von Mindererträgen im Vergleich zur einheitlichen Aussaat. Deshalb muss vor der Saat einiges an Vorarbeit geleistet werden. Welche Voraussetzungen dafür erfüllt werden müssen, für wen „Digital Farming“ geeignet ist und wie man seine Kunden und Kollegen überzeugt, sind nur einige Fragen, die wir Thilo Jäger im Gespräch auf dem Hof gestellt haben.

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