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Test

Bednar Atlas AM: Schwerer Tscheche im Test

Dieser Artikel ist zuerst in der traction erschienen.

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Matthias Mumme, traction
am
18.08.2016

Die große Atlas-Baureihe ist zwar nicht neu am Markt, aber in Deutschland noch relativ unbekannt - zu Unrecht. Wir haben die 10,0 m breite Version getestet.

Die Atlas ist mittlerweile in Arbeitsbreiten von 3,0 bis 12,0 m erhältlich – also auch für den bäuerlichen Gemischtbetrieb in kleinen Strukturen. Wir haben die 10,0 m breite Atlas AM, das kleinste von zwei AM-Modellen, im Frühherbst 2015 und im Frühjahr 2016 genauer unter die Lupe genommen.

Gute Krümelung und Einmischung

Wir haben die Atlas AM 10000 auf einem mittelschweren Standort in der Nähe der Stadt Halle (Saale) einmal zur zweiten Stoppelbearbeitung im Frühherbst und einmal zur Saatbettbereitung und Gülleeinarbeitung im Frühjahr genauer unter die Lupe genommen. Dabei gefielen uns vor allem das ebene Arbeitsbild und die sehr gute Einmischung. Unter allen Einsatzbedingungen wies die Atlas einen sehr gleichmäßigen Arbeitshorizont auf. Die Krümelung war für den großen Scheibendurchmesser gut. Beim zweiten Strich waren die Ränder sehr sauber, bei der Saatbettbereitung warfen die Scheiben hier und da etwas zu viel Material in die benachbarte Bahn – aber alles im Rahmen.

Walze: Rückverfestigung, aber auch Schlupf

Die Rückverfestigung der Cutpack-Walze war hervorragend. Allerdings fiel uns vor allem bei der Saatbettbereitung auf, dass die Walze manchmal zu wenig passiven Eigenantrieb aufbot, und dadurch hier und da negativen Schlupf zeigte. Hier hätte man ggf. durch aggressiveres Einstellen der Abstreifer entgegenwirken können, da zwischen den Ringen bereits viel Erde festgeschmiert war, wodurch die Rohroberfläche sehr glatt und die Walze noch schwerer wurde. Wir empfehlen Bednar daher, auf allen oder zumindest auf den äußeren Ringkanten jedes Walzensegments kleine Stege aufzuschweißen, um den passiven Eigenantrieb der Cutpack-Walze zu verbessern.

Die technischen Daten

  • Scheiben:grob gezahnt, 620 mm Durchmesser, 6 mm Stärke, konkav geformt; alternativ A-Discs mit 620 mm Durchmesser; Strichabstand 12,5 cm, Überlastsicherung einzeln per Spiralfeder, wartungsfreie abgedichtete Kugellager
  • Rückverfestigung: neun Nachläufer zur Auswahl (3 geschlossen, 6 offen gebaut); Metergewicht 110 bis 235 kg
  • Einstellung: hydraulische Arbeitstiefenverstellung vorn und hinten getrennt; Steckclips bzw. Einschwenker zur Tiefenbegrenzung
  • Leistungsbedarf: ab 400 PS; 4 doppeltwirkende Steuergeräte.
  • Abmessungen & Gewichte: Arbeitsbreite 12,0 m, Transportbreite 3,0 m, Transporthöhe 4,0 m (ja nach Walze), Einsatzgewicht ca. 15,6 t
  • Preis (zzgl. MwSt.): ab 125.491 Euro

Den vollständigen Testbericht lesen Sie in der traction-Ausgabe Juli/August 2016.

Bodenbearbeitung: Kurzscheibenegge Bednar-Atlas im Test

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