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Pflanzenschutz

Chinesische Drohne fliegt mit 10-Liter-Spritztank

© dji
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Eva Eckinger , agrarheute
am
02.12.2015

Die chinesische Firma DJI baut aktuell an einer Drohne, die speziell für die Landwirtschaft entwickelt wird. Das unbemannte Flugobjekt soll im Pflanzenschutz eingesetzt werden.

Die chinesische Firma DJI ist zusammen mit dem französischen Unternehmen Parrot Marktführer in Sachen Drohnen. Nun scheint DJI mit einer neuen Entwicklung aus dem Bereich der privaten Drohnen heraustreten zu wollen. Wie DJI in einer Pressemeldung berichtet, arbeite man aktuell an einem Octocopter für den Einsatz im landwirtschaftlichen Bereich.

Tank für zehn Liter Düngemittel

Das Modell Agras MG-1 beinhaltet einen Tank mit zehn Liter Fassungsvermögen. Damit soll es möglich sein, bis zu 2,5 Hektar Land in einer Stunde zu spritzen. Voll beladen reicht es allerdings lediglich zu einer Flugzeit von zwölf Minuten. Das Modell hat acht statt vier Rotoren.

Laut Unternehmensangaben misst die Drohne mit einem Mikrowellen-Radar den Abstand zum Acker. Der Octocopter ist faltbar und lässt sich völlig automatisch, halbautomatisch oder per manueller Steuerung über die Felder fliegen.

15.000 Dollar für den High-Tech-Helfer

Hicht-Tech für den Acker mit der Drohne von DJI. © dji

Wann die Drohne auf den Markt kommt, ist noch nicht klar. Zuerst jedoch wird sie in China und Korea erhältlich sein. Vor allem in Gebieten, in denen die Pflanzenschutzmittel noch per Rückenspritze ausgebracht werden, verspricht die Technik mehr Sicherheit für die Feldarbeiter. Auch auf nassen Reisfeldern oder an Hängen ist es einfacher, die Pflanzenschutzmittel aus der Luft zu versprühen.

Laut Wall Street Journal soll der Preis für die MG-1 bei rund 15.000 US-Dollar liegen.

Drohne im Einsatz: Der Oktokopter X8000 von geo-konzept

Für den Einsatz sollen die Rotorarme mit der Steuereinheit (auf dem Bild die X8000-Drohne) verbunden werden. Bei der Montage soll auf die Position der Rotoren geachtet werden. © Fischer
Besonderes Augenmerk soll auf den korrekten Einbau und die Verbindungen mit den Lithium-Polymer-Akkus gelegt werden. Die Stromversorgung ist doppelt abgesichert. © Fischer
Die benötigte Kamera soll unterhalb der Steuereinheit eingesetzt und verbunden werden. © Fischer
Die einzelnen Rotoren haben einen Durchmesser von 22,5 Zentimetern. Durch unterschiedliche Drehzahlen kann man Flugrichtung, Höhe und Geschwindigkeit der Drohne beeinflussen. © Fischer
Das Einmessen von Referenzpunkten soll unbedingt erfolgen, um ein möglichst genaues Ergebnis bei der Datenauswertung zu erhalten. © Fischer
Der Bediener benötigt die Fernbedinung in der Regel nur für Start und Landung bei der manuellen Steuerung mit Autopilot-Assistenz. Sie ist per Funk mit dem Kopter verbunden. © Fischer
Auf dem Bildschirm sins dargestellt: Position des Kopters, Wegpunkte, Fluglinien und Ausgangspunk. Einzelne Einstellungen und Messwerte lassen sich in Echtzeit an der Bodenkontrollstation mitverfolgen. © Fischer
Eine Aufnahme aus 100 m Flughöhe: Aus dieser Höhe lassen sich die Lagerstellen sehr gut erkennen. Zoomt man in das Bild hinein, kann man sogar die Fallrichtung erkennen. © Fischer
Farbig markiert sind die Stellen mit einem erhöhten Lageranteil des Weizenbestands. Diese Bereiche kann man in Verbindung mit Dünge- und Pflanzenschutzkarten sowie Bodengefüge genauer analysieren. © Fischer
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