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Ernte und Transport

Claas: neue Bestwerte bei Umsatz und Ertrag

von , am
14.12.2012

Düsseldorf - Die hohe Investitionsbereitschaft der Landwirte in West- und Zentraleuropa sowie in Asien haben der Claas-Gruppe im Geschäftsjahr 2012, das am 30. September endete, einen neuen Umsatz- und Ergebnisrekord beschert.

Sehr zufrieden mit der Geschäftsentwicklung 2012 zeigte sich der Sprecher Claas-Geschäftsführung, Dr. Theo Freye. © Norbert Lehmann
Wie das Vorstandssprecher Dr. Theo Freye auf der Jahrespressekonferenz in Düsseldorf gestern bekannt gab, stieg der Umsatz des Landtechnik-Unternehmens gegenüber dem Vorjahr um 4,0 Prozent (%) auf fast 3,44 Milliarden (Mrd.) Euro. Bereinigt um den Umsatzverlust durch den Verkauf der Sparte Fertigungstechnik, wuchs der Landtechnikumsatz um 9,8 %. Freye betonte, künftig werde sich der Konzern „uneingeschränkt auf das Landtechnikgeschäft konzentrieren“.

Sehr gutes Ergebnis

Sehr zufrieden zeigte sich Freye mit der Gewinnentwicklung. Das Ergebnis vor Ertragssteuern lag mit 315,6 Millionen (Mio.) Euro um 23,7 % über dem bisherigen Spitzenwert aus dem Vorjahr. Die Bruttoergebnisrendite kletterte erneut auf beachtliche 26,4 %.

Auslieferung läuft wieder

Zumindest in Deutschland hätte der Umsatz mit Traktoren noch höher ausfallen können, wenn nicht Lieferverzögerungen eines Felgenherstellers, der durch das Erdbeben in Italien in Mitleidenschaft gezogen wurde, die Auslieferung der Schlepper verzögert hätte. Claas geht davon aus, die Scharte in den ersten Monaten des Jahres 2013 auswetzen zu können.

100 Jahre Claas

Das kommende Jahr markiert das 100jährige Jubiläum des Familienunternehmens aus Harsewinkel. Die Konzernspitze erwartet für das Jubiläumsjahr und auch bereits für 2014 ein weiteres moderates Umsatzwachstum. Das Ergebnis soll im kommenden Jahr aber niedriger ausfallen als 2012. Claas will Überschüsse vermehrt zu Investitionen in seine Fertigungsstandorte, das Vertriebsnetz, die Logistik sowie Forschung und Entwicklung nutzen. So soll allein das Werk Krasnodar in Russland für einen dreistelligen Millionenbetrag erweitert werden. Im Geschäftsjahr 2012 waren die Erlöse unter anderem verwandt worden, um durch Investitionen in Sachanlagen und langfristige Vermögenswerte das Eigenkapital um 224,7 Mio. Euro auf erstmals mehr als 1 Mrd. Euro aufzustocken. Die Eigenkapitalquote erreichte 41,8 Prozent.

"Feuerwerk" der Innovationen

Freye unterstrich, das Familienunternehmen plane trotz der sehr stabilen Bilanzstruktur keine größere Übernahme. Das Wachstum des Unternehmens soll weiterhin in erster Linie operativ erwirtschaftet werden. Dazu versprach Lothar Kriszun, Leiter des Geschäftsfeldes Traktoren, für das Jubiläumsjahr ein „Feuerwerk“ innovativer Landmaschinen. Einzelheiten ließ der Vorstand nicht durchblicken. Neuheiten sollen künftig jedoch verstärkt die Effizienz der landwirtschaftlichen Prozessketten verbessern und sich nicht so sehr auf die einzelne Maschine konzentrieren. Der Aufwand für Forschung und Entwicklung wurde 2012 um 28 Mio. Euro auf 177 Mio. Euro erhöht. Im laufenden Geschäftsjahr soll er erneut um 5 % bis 8 % zunehmen.

Positiver Ausblick

Claas rechnet angesichts anhaltend hoher Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte mit einer weiterhin hohen Investitionsbereitschaft der Landwirte und Lohnunternehmer. Vor allem junge Landwirte zeigten eine große Affinität zu innovativen Technologien.

Video: Der neue Claas Lexion 780 (Aug/2012)

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