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Ernte und Transport

Claas stattet Mähdrescher mit Kamera aus

von , am
14.08.2013

Claas stellt die Mähdrusch-Neuheiten für 2014 vor und erweitert damit sein Angebot um drei neue Systeme. Mittels einer Kamera kann nun die Qualität der Druschware in Echtzeit überprüft werden.

Der neue LEXION 740 ist mit 294/400 kW/PS etwas kleiner motorisiert als das nächst größere Modell. © Werkbild
Nach der Einführung von CEMOS AUTOMATIC, einer vollautomatischen Mähdreschereinstellung für Abscheidung und Reinigung, erweitert CLAAS nun sein Angebot an Fahrerassistenztechnik. Dazu gehören eine automatische Wurfrichtungsanpassung in der Strohverteilung, eine Reifendruckregelanlage der Hinterachsbereifung und eine Kamera, die die Qualität der Druschware in Echtzeit übermittelt. Außerdem erweitert CLAAS die LEXION Baureihe um das neue Modell 740.

Automatische Wurfrichtungsanpassung

Die automatische Wurfrichtungsanpassung ist für alle LEXION Modelle mit Radialverteiler verfügbar. Sie passt die Wurfrichtung am Radialverteiler automatisch an Seitenwind und Hangneigung an. Zwei an den Beleuchtungsarmen im Mähdrescherheck montierte elektro-mechanische Sensoren messen fortlaufend den Seitenwind und die Hangneigung. Die Messwerte werden verrechnet und fließen in die Steuerung der Seitenverstellung der Paddel am Radialverteiler ein, damit die Strohverteilung  gleichmäßig und genau über die gesamte Arbeitsbreite des Schneidwerks erfolgt.
 

Automatische Reifendruckregelanlage

Die neue automatische Reifendruckregelanlage wird für alle fünf Modelle der 700er Baureihe angeboten. Sie verringert laut Hersteller die von der Hinterachse ausgehende Bodendruckbelastung auf das niedrige Niveau einer Vorderachse mit Terra Trac Laufwerken. Im Feld beuge der angepasste Reifendruck Bodenverdichtungen und Schlupf vor und erhöhe die Traktion. Auf der Straße sorge die automatische Reifendruckregelanlage zudem für eine höhere Fahrstabilität, weniger Reifenverschleiß und einen geringeren Kraftstoffverbrauch. Grundeinstellungen der Reifendruckregelanlage erfolgen von der Kabine aus über das CEBIS Terminal. Wird der Straßenfahrschalter umgelegt, passt sich der Reifendruck automatisch auf den zuvor eingestellten Wert für Straßenfahrt an. Auf dem Feld angekommen werde der Reifendruck wieder automatisch auf den zuvor eingestellten Felddruck verringert.
 

Kamera überprüft Druschware

Mittels der 'Grain Quality Camera'  kann der Fahrer die Qualität der Druschware nun in Echtzeit und kontinuierlich beurteilen und direkte Rückschlüsse für eine Veränderung seiner Mähdreschereinstellungen ziehen. Bei der Technik handelt es sich laut CLAAS um eine hochauflösende Farbfotokamera, die auf dem Körnerelevatorkopf des Mähdreschers montiert wird und von dort aus im Sekundentakt hochgenaue Aufnahmen des Ernteguts im Elevator anfertigt. Diese Aufnahmen fließen in eine interne Bildauswertungssoftware, die daraus die Werte für Nicht-Korn-Bestandteile wie Stroh, Spreu und Ährenspitzen sowie den Bruchkornanteil berechnet. Diese Werte werden an das CEBIS Display gesendet und dort wahlweise als Balkendiagramme oder als Echtbild mit farblich markierten Bereichen geringer Kornqualität dargestellt. Beim Überschreiten von Grenzwerten erhält der Fahrer eine aktive optische Warnung. CLAAS führt die Kamera zunächst für die LEXION Baureihen 780 und 770 ein.
 

Neues Modell Lexion 740

Zur Saison 2014 baut CLAAS die LEXION Baureihe um das neue Modell 740 nach unten aus. Der LEXION 740 ist mit 294/400 kW/PS (Motormaximalleistung nach ECE R 120) etwas kleiner motorisiert als das nächst größere Modell LEXION 750, verfügt aber über den gleichen Motor, ein 6-Zylinder Caterpillar C 9.3, und auch die weiteren Ausstattungsmerkmale sind gleich: 10.000 Liter (optional 9.000 l) Korntankvolumen und 1.420 mm breites APS Dreschsystem. Sein APS Hybrid System kombiniert das tangentiale APS Dreschsystem mit der Roto Plus Restkornabscheidung. Es zeichne sich Claas zufolge dadurch aus, dass die Drehzahlanpassung der Trommeln im Dreschsystem unabhängig von der Drehzahl der beiden Rotoren erfolgt.

Lexion 750 mit Terra Trac verfügbar

Mit dem neuen LEXION 750 TT ist für die nächste Erntesaison ein weiteres Modell mit Terra Trac verfügbar. Damit erleichtert CLAAS ebenso den Einstieg in den Mähdrusch mit Raupenlaufwerk. Das Terra Trac Raupenlaufwerk von CLAAS zeichne sich vor allem durch die hydropneumatische Federung aus. Sie reduziere Stöße, indem Hydraulikzylinder jeweils die einzelnen Triebräder, Laufräder und Stützrollen automatisch an die Bodenkontur anpassen und so für den notwendigen Niveauausgleich, eine besserte Kurvenstabilität des Mähdreschers und mehr Komfort für den Fahrer sorgen sollen. Ebenso arbeitet das Raupenlaufwerk im Vergleich zur Radmaschine bodenschonender und habe den Vorteil der besseren Traktion bei Nässe und am Hang. Insgesamt bietet CLAAS vier verschiedene Terra Trac Laufbänder in drei Breiten bis 40 km/h Fahrgeschwindigkeit an.

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