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Digitalisierung

Datenmanagement in der Landwirtschaft mit agrirouter

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am Donnerstag, 04.01.2018 - 09:42 (Jetzt kommentieren)

Egal, ob für die Planung der Arbeiten oder für die Dokumentation, der Datenaustausch zwischen Maschine und Hof-PC klappt nicht immer so, wie es sein sollte. Gerade wer verschiedene Marken auf dem Hof hat, tut sich oft schwer. Mit agrirouter soll der Datenaustausch einfacher und sicherer werden. Wir haben uns mit Geschäftsführer Dr. Jens Möller über die Möglichkeiten unterhalten.

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agrarheute: Wie kam es zur Idee des agrirouters?
Dr. Jens Möller: Viele Landwirte fordern einen herstellerübergreifenden Datenaustausch zwischen Agrarsoftware und Maschinen. Die Hersteller suchten eine einfache Lösung, um ihre Maschinen in die Datenmanagementsysteme ihrer Kunden einzubinden. So entstand die Idee einer herstellerübergreifenden Datenaustauschplattform.

Welche Partner hat die DKE-Data-Initiative, die hinter dem agrirouter stehen? Und wer kann Partner werden?
Dr. Jens Möller: Das DKE-Data-Konsortium hat derzeit elf Gesellschafter. Unabhängig von der Unternehmensgröße hat jeder Gesellschafter eine Stimme. Weitere Landtechnik­unternehmen können jederzeit Gesellschafter werden und haben dann auch nur eine Stimme.

Was ist das Besondere an agrirouter?
Dr: Jens Möller: Der agrirouter tauscht Daten zwischen Maschinen- und Agrarsoftware-Anwendungen aus. Der Landwirt oder Lohnunternehmer entscheidet, welche Maschinen und welche Software er an agrirouter anbindet. Der Landwirt stellt sich sein agrirouter-Eco-System individuell zusammen und kann es jederzeit ändern. Er bestimmt, welche Daten zu welchen Empfängern transportiert werden.

Wird sich agrirouter als unabhängige Standard-Datenaustauschplattform durchsetzen?
Dr. Jens Möller: Wir sind davon überzeugt, dass sich der agrirouter etablieren wird. Weitere Hersteller werden ihre Maschinen, Anbaugeräte und Apps agrirouter-fähig machen. Der agrirouter verbindet Marktteilnehmer und verdrängt sie nicht. Die Software ist fertig entwickelt und der agrirouter wird wie geplant im Februar 2019 an den Start gehen.

Landtechnikpartner von agrirouter

Der Ansatz eines für weitere Mitglieder offenen Konsortiums von Agrartechnikherstellern ist nicht neu und wurde schon beim Competence Center ISOBUS e.V. (CCI) verfolgt. Die beteiligten Firmen haben erkannt, dass Farming 4.0 nur funktioniert, wenn ein herstellerunabhängiger Datenaustausch möglich ist. Derzeit zählen dazu die Firmen:

  • Agco
  • Amazone
  • Exel-Industries
  • Grimme
  • Horsch
  • Krone
  • Kuhn
  • Lemken
  • Pöttinger
  • Rauch
  • SDF

 

Softwarelösungen für agrirouter

Die folgenden Partner bieten Softwarelösungen an, die über agrirouter mit den Maschinen Daten austauschen können:

  • Next Farming von FarmFacts GmbH
  • Odokus 2.0 von Hansenhof_electronic
  • Agravis NetFarming
  • FarmInfo von geo-konzept
  • Kuhn EasyTransfer
  • iXmap Partner Plattform
  • MyEasyFarm
  • My Data Plant von Kleffmann
  • ProFlura von ASSW
  • farmpilot von Arvato Systems

Mehr ­Informationen zu agrirouter finden Sie unter: https://my-agrirouter.com

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