Login
Ernte und Transport

dlz-Dauertest: Heckscheibenmähwerk Fella SM 3060 TL-KC

von , am
30.04.2015

Die Heckscheibenmähwerke SM 3060 TL und SM 3570 TL von Fella gibt es jetzt auch mit Zinkenaufbereiter. Das dlz agrarmagazin hat eine Vorserienmaschine exklusiv vor Markteinführung auf 250 Hektar getestet.

Beide Mähwerke passten sich dem Boden auch in hügeligem Gelände gut an. Das Heckmähwerk profitiert von der mittigen Aufhängung. © dlz agrarmagazin
Die Kombination von Arbeitsschritten ist nicht nur auf dem Acker ein Thema. Auch im Grünland versucht man, die Anzahl der Überfahrten zu reduzieren, wenngleich die Möglichkeiten hier begrenzter sind.
 
Neben den Schmetterlingskombinationen hatte Fella bisher nur das SM 310 TLKC als mittig aufgehängtes Heckmähwerk mit Zinkenaufbereiter im Angebot. Wem der Schritt zum Schmetterling zu groß ist, drei Meter Arbeitsbreite aber zu wenig sind, der kann ab dieser Saison auch das SM 3570 TL mit 3,5 m Arbeitsbreite und mit einem Zinkenaufbereiter ordern.
 
Das kleinere SM 3060 TL erhält diese Option ebenso. Der Mähbalken ist bei allen Maschinen gleich. Vom SM 310 TL-KC unterscheidet sich das SM 3060 TL-KC in der Transportstellung: Es klappt nicht nach oben, sondern nach hinten.
 
Eine Vorserienmaschine des SM 3060 TL-KC konnten die Technikredakteure des dlz agrarmagazin in der Saison 2014 zusammen mit einem SM 310 FP-KC auf rund 250 ha testen.

Neue Heckscheibenmähwerke von Fella: Bekannter Mähbalken

Der Mähbalken ist flach konstruiert. Weder Futter noch Erde schieben sich auf. Die Mähteller überlappen weit und haben auch genügend Überstand nach vorne, um bei höheren Geschwindigkeiten sauber zu arbeiten. © dlz agrarmagazin
Der Mähbalkenist bei beiden Maschinen gleich: Sechs Mähteller schneiden auf drei Meter Arbeitsbreite. Für Schwung sorgt ein Kompaktwinkelantrieb: Unter jedem Mähteller sitzt ein Winkelgetriebe und die sechs Getriebe werden von einer groß dimensionierten Sechskantwelle angetrieben. Fella zufolge ist mit diesem System die Kraftverteilung auf die Scheiben gleichmäßiger und der Verschleiß im Vergleich zum Stirnradantrieb geringer. Welle und Winkelgetriebe laufen wartungsfrei im Ölbad. Zudem sind sie rundum schallgedämmt. Der Unterschied ist hörbar.
 
Die Mähwerke liefen sehr zur Freude der dlz-Tester ausgesprochen leise. Die Kompaktwinkelgetriebe, die Gleitkufen und die Gegenschneide sind geschraubt. Im Schadensfall lassen sich so alle Teile schnell austauschen. Der Mähbalken ist sehr flach und an der Unterseite profiliert. Während des Tests haben sich weder Erde noch Futter aufgeschoben.
 
Im Gegensatz zu anderen Herstellern verbaut Fella beim Heckmähwerk einen Vollrahmen. Ein Querträger verbindet die äußeren Enden von Mähbalken und Schutz. Damit macht das Mähwerk einen stabilen Eindruck und es arbeitet ruhiger. Zur Stabilität trägt auch die patentierte Gleitführung des Mähbalkens bei. In ihr ist der Balken an zwei Punken aufgehängt. Dadurch wird er in Längsrichtung stabiler geführt.

Was überzeugt die dlz-Tester am Fella SM 3060?

  • Beide Mähwerke passten sich dem Boden auch in hügeligem Gelände gut an. Das Heckmähwerk profitiert von der mittigen Aufhängung.

  • Die Ablage passt; je nach Erntemenge können drei einzelne Schwaden entstehen. In der Saison 2015 wurde die Breitverteilung serienmäßig verbaut.

  • Die Intensität des Aufbereiters wird bei beiden Mähwerken über die Stellung des Gegenkamms eingestellt. Der seitliche Hebel erlaubt dies in vier Stufen.

  • Unsere Testmähwerke waren mit der Überlastsicherung driveGuard ausgestattet. Der innere Teil der Scheibe ist mit dem Antrieb verbunden, der äußere mit dem Mähteller. Bei Überlast brechen die vier Querverbindungen und der Mähteller dreht frei.

  • In der Ausführung TL-KC bietet das SM 3060 nun erstmals einen Zinkenaufbereiter - optimal für grasbetonte Flächen. Für Klee oder Luzerne empfiehlt Fella einen Rollenaufbereiter, der das Material schonender bearbeitet.

Schneller Überblick über die Testergebnisse

Die Vorserienmaschine des SM 3060 TL-KC von Fella schnitt im dlz-Dauertest sauber ab. © dlz agrarmagazin
    Die getestete Vorserienmaschine SM 3060 TL-KC lieferte ein schönes Schnittbild und eine gleichmäßige Aufbereitung.

    SM 310 FP-KC und SM 3060 TL-KC bilden eine schlagkräftige Mähkombination für Schlepper ab 120 PS aufwärts.

    Das serienmäßige driveGuard-System verhindert bei Überlast Schäden an der Antriebswelle und dem Winkelgetriebe.
    Auch interessant