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Ackerbau

dlz-Test: Vier Pflüge von Lemken im Vergleich

von , am
24.08.2015

Die Redakteure des dlz-agrarmagazins haben vier Pflüge von Lemken getestet. Konkret ging es um die Modelle VariOpal 8, Juwel 7, Juwel 7M und Juwel 8V. Hier lesen Sie, was die Technik kann.

Der Pflug kann auch vom Schleppersitz aus eingestellt werden. © Fischer
Der Landtechnikhersteller Lemken hat seine Pfluggeneration Juwel um eine Variante mit mechanischen Neigungsanschlägen erweitert.
 
Damit wird der Übergang von der hydraulischen Pflugdrehungbeim VariOpal hin zum elektrohydraulischen Juwel stufenweise gestaltet. Die Technikredakteure des dlz agrarmagazins haben die Pflüge getestet.

VariOpal kann hydraulisch verstellt werden

Bei den VariOpal-Pflügen lässt sich die Arbeitsbreite pro Körper von 25 bis 55 Zentimetern (cm) hydraulisch verstellen. Zwei mechanisch verstellbare Anschläge bestimmen die Pflugneigung. Die Vorderfurchenbreite und die Traktor-Pflug-Zuglinie lassen sich unabhängig voneinander am Einstellcenter Optiquick justieren. Mit wenigen Handgriffen ist der Pflug an die Spurbreite des neuen Schleppers angepasst.
 
Eine schmale Innenspur wirkt sich beim VariOpal negativ auf die Bodenfreiheit beim Drehen aus. Ist der Pflug nicht passend zum Schlepper eingestellt, touchiert das Stützrad während des Drehens am Vorgewende den Boden. Verbesserung schafft hier ein Memoryzylinder. 

Juwel spricht für High-Tech

Bei dem Juwel lässt sich die Pflugneigung direkt vom Traktor aus einstellen. Der Freiraum zwischen Stützrad und Boden vergrößert sich und erreicht immer die gleiche Bodenfreiheit. Vor allem bei Traktoren mit einer geringen Aushubhöhe und bei großen Pflügen mit fünf oder sechs Scharen ist das von Vorteil.
 
Die höchste Ausbaustufe beim Juwel ist die Version TurnControl Pro. Mit ihr stellt der Fahrer
  • Neigung
  • Vorderfurchenbreite
  • und die Arbeitstiefe am Stützrad über ein ISOBUS-Terminal ein.

Juwel M hat eine mechanische Neigungseinstellung

Der Juwel M ist mit hydraulischem Drehwerk ausgestattet. Bei diesem Modell ist die Neigungseinstellung am Turm mechanisch. Der Winkel wird manuell eingestellt. Für die Juwel-Pflüge sprechen vor allem:
  • Pflugkörper DuraMaxx
  • Düngereinleger mit Wurfwinkelverstellung
  • und schlagfrei umschwenkende Stützrad.

Juwel 8: Überfahrten werden vermieden

Beim Juwel 8 konnten die Redakteure noch den Flex-Pack (Pflugpacker mit flexibler Arbeitsbreite) in der Praxis einsetzen. Eine doppelte Überfahrt wird hier ausgeschlossen. Die Packerringe mit 60 cm Durchmesser sind paarweise angeordnet und mit einem V-Profil versehen. Damit wird ein Einsinken auf leichten Böden vermieden.
 
Den vollständigen Test können Sie in der Juli-Ausgabe des dlz-agrarmagazins lesen.

Vier Pflüge von Lemken im dlz-agrarmagazin-Test

Der Pflug soll je nach Arbeitstiefe immer im rechten Winkel zur Bodenoberfläche stehen. Wie bei allen Juwel-Pflügen sind auch am Juwel 8 keine Schnittwinkelanschläge. © Fischer
Bei dem Juwel 7M kann man auf die Einstellmöglichkeit mit Hutmuttern und Anschlägen für die Neigungswinkelverstellung zurückgreifen. © Fischer
Beim OptiQuick-System des Juwel 7 M passen sich beim Verstellen der Arbeitsbreite Zuglinie und Vorderfurchenbreite automatisch an. © Fischer
Beim Juwel 7 MV sorgt ein weiterer Zylinder für die Verstellung der Arbeitsbreite. © Fischer
Beim Juwel 7 können fast alle Einstellungen hydraulisch vorgenommen werden: Neigungswinkel, Arbeitsbreite und Auslösekraft der Überlastsicherung. © Fischer
Die OptiQuick-Einstellungen beim VariOpal werden komplett mechanisch über Spindeln vorgenommen. © Fischer
Auf einigen Betrieben stellt beim Drehen des Pflugs die Aushubhöhe ein Problem dar. Die Pflüge Juwel 7 M , Juwel 7 MV und Juwel 8 arbeiten mit einem Rahmenschwenkzylinder. © Fischer
Hinfällig ist die Reduzierung der Schnittbreite bei jedem Drehen. Der Vario-Verstellbereich bei der Schnittbreite verringert sich. © Fischer
Statt einem 30-cm-Verstellbereich stehen noch 25 cm zur Verfügung. Die minimale Schnittbreite liegt bei 30 cm pro Körper. © Fischer
Der VariOpal muss ohne Schwenkzylinder auskommen. Die Bodenfreiheit des Pendelrads während des Drehens ist geringer. © Fischer
Das Pendelrad dient ausschließlich zur Tiefenführung beim Pflügen. © Fischer
Der Pflug arbeitet mit dem Universalrad im Acker. © Fischer
Die Stützradversion der Pfluggeneration VariOpal hat keine Dämpfung. Diese Räder können nicht schlagfrei umschwenken. © Fischer
Die DuraMaxx-Streichbleche oder Streifen werden mit Haken in den Körperrumpf eingehängt. © Fischer
Das CCI-200-Terminal kommt in der Turn-Control-Pro-Version des Juwels zum Einsatz. Steht ein ISOBUS-fähiger Traktor zur Verfügung, kann auf das CCI-Terminal verzichtet werden. © Fischer
Die Packerringe des FlexPack sind fest mit dem Pflug verbunden. Sie passen sich an die Arbeitsbreite des Pfluges an. © Fischer
Ohne Packer sanken die Reifen des Testschleppers 13,5 cm tief ein. © Fischer
Mit FlexPack konnten die Redakteure nur rund neun cm messen. Mit weniger Einsinktiefe kann bei der Saatbettbereitung flacher gearbeitet werden. © Fischer
Der Düngereinleger lenkt organische Masse von der Oberfläche in den Boden. Hier ist der Winkel entscheidend, der die Erdmasse lenkt. © Fischer
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