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Ernte und Transport

Effektiver silieren

von , am
20.04.2012

Das Nadelöhr in der Silage-Erntekette ist oft die zum Verdichten des Ernteguts eingesetzte Maschine. Mit spezialisierten Anbaugeräten kann man deren Leistungskraft deutlich steigern.

Ob Milchkuh oder Biogasanlage: Die Qualität der Silage ist entscheidend. © Werkbild
Die Qualität des eingelagerten Futters steht dabei im Fokus. Egal, ob es sich um eine Milchkuh oder eine Biogasanlage handelt: Die Qualität der Silage muss passen. Anderenfalls muss der Betriebsleiter mit erheblichen Einbußen rechen. Das gilt insbesondere bei den hohen Milchleistungen oder Gasentwicklungen, welche heute von den Milchkühen oder den Fermenter-Bakterien erwartet werden.

Gute Qualität: Kein leichtes Spiel

Eine hervorragende Silagequalität hinsichtlich Futterwert, Gärqualität und hygienischer Beschaffenheit ist jedoch nicht immer leicht zu erreichen. Die Einbringung muss so erfolgen, dass der Walztraktor im Fahrsilo genügend Kapazität hat, um das Erntegut sorgfältig zu verteilen und zu verdichten. Schließlich werden durch die Walzarbeit der Sauerstoff ausgepresst, die Atmung des Futters rasch unterbunden und Nährstoffverluste vermindert. All dies muss geschehen sein, bevor der nächste Anhänger eintrifft und eine neue Schicht aufwirft. Deshalb haben mehrere Hersteller spezielle Anbaugeräte im Programm, die bei dieser Arbeit helfen.

Marktentwicklung mit Pro und Contra

Werner Krummel, Produktmanager Ladewagen & Agrarlogistik bei Kverneland berichtet: "Durch die leistungsleistungsfähigeren Häckselketten und dem daraus resultierenden Nadelöhr an der Siloanlage legen immer mehr Landwirte und Lohnunternehmer verstärkten Wert auf eine gute Verdichtung. Diese Entwicklung begünstigt leistungsfähige Verteiltechnik wie unsere Scheibenverteiler. Dieser Trend wird so weitergehen, da speziell Großlandwirte als auch Biogasanlagen die begrenzten Zeitfenster, welche ihnen das Wetter, aber auch der Lohnunternehmer zur Verfügung stellt, optimal nutzen müssen."

Größere Maschinen, selbst fahrende oder angehängte Vibrationswalzen

Reinhold Schirmer, Marketingleiter bei der Firma Reck, bringt die tendenziell immer größeren Maschinenabmessungen zur Sprache. Schließlich sei besonders im Silo eine hohe Schlagkraft gefragt, da das Walzfahrzeug meistens das schwächste Glied in der Silierkette ist. Hierzu auch noch mal Werner Krummel (Kverneland): "Ein Trend der zu erkennen ist, sind selbst fahrende oder angehängte Vibrationswalzen. Wobei diese dennoch durch leistungsfähige Verteiltechnik unterstützt werden müssen, vor allem bei längeren Erntegütern. Ob sich dieser Trend durchsetzt, wird sich zeigen."
 
Die dlv Fachzeitschrift Agrartechnik hat sich mit weiteren Herstellern über die Lage auf dem Markt unterhalten. Der komplette Beitrag ist in der aktuellen Ausgabe der AGRARTECHNIK erschienen.
 
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