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Ernte und Transport

Entscheidungskriterien beim Feldhäckslerkauf

von , am
28.08.2012

Ein Großteil der Futterernte wird heute mit Feldhäckslern gemacht. agrarheute.com fragte drei Lohnunternehmer, auf welche Technik sie beim Feldhäcksler Wert legen und wie ihre Einschätzungen für Zukunftstrends sind.

Worauf setzen Sie beim Feldhäcksler-Kauf? Und welche Zukunftstrends sehen Sie? Drei Lohnunternehmer antworten. © Rath-Kampe
Klassische Feldfrüchte vorherrschend, neue Feldfrüchte bei nachwachsenden Rohstoffen im Kommen
 
Lindt Agroservice GmbH & Co KG, Thomas Lindt, 63607 Wächtersbach-Leisenwald Hessen
 
Wir setzen zwei Feldhäcksler der Marke Claas ein. Dabei handelt es sich um einen Jaguar 940 ausgerüstet mit 8-reihigem Maisvorsatz und 5,20 m Direct Disc GPS-Schneidwerk und einen Jaguar 930 SCR mit 8-reihigem Maisvorsatz und einer Pick up zum Gras häckseln. Weiterhin werden ein Mähwerk mit Schwadzusammenführung und mehrere Silierwagen und Häckseltransportwagen eingesetzt. Unsere Kunden sind überwiegend die Betreiber von Milchviehbetrieben und Biogasanlagen von 250 bis 750 kW. Gehäckselt werden neben Mais und Gras auch Grünroggen, Getreide GPS, Sorghum und Biogaskräutermischungen. An Sorghum wurden im vergangenen Jahr 40 Hektar und an Biogaskräutern acht Hektar gehäckselt - Tendenz steigend.
Flexibles Maisgebiss wäre wünschenswert
 
Agrar Service Erhard Meyer, Mathias Meyer, 27798 Hude, Ortsteil Vielstedt Niedersachsen
 
Wir setzten vier Häcksler der Firma Claas ein. Im Gras kommen ein Jaguar 840, ein Jaguar 890 sowie ein Jaguar 960 zum Einsatz. Im Mais arbeitet zusätzlich ein Jaguar 980 mit MAN Motor. Wir wünschen uns ein flexibles Maisgebiss, welches im Mais aber auch in anderen Fruchtarten zu 100 Prozent einsetzbar ist (beispielsweise Getreide-GPS). Die heutigen Mais-Vorsatzgeräte sind dazu zwar bereits in der Lage, jedoch hat ein Direktschneidwerk unter schwierigen Bedingungen einige Vorteile. Da wir eine entsprechende Auslastung haben, möchte ich zurzeit nicht ganz auf das Direktschneidwerk verzichten.
 
Komplette Häckselkette, multifunktionales Vorsatzgerät für Sonderkulturen wünschenswert
 
Lohnunternehmen Norbert Mäser, 63654 Büdingen, Ortsteil: Büches Hessen
 
Unser Betrieb unterhält acht Mähdrescher, vier Feldhäcksler mit kompletter Häckselkette, zwölf Schlepper im Leistungsbereich von 95 bis 360 PS. Bei den Häckslern handelt es sich für die Mais- und Grasernte um einen Claas Jaguar 850, einen Jaguar 950, einen Jaguar 970 und einen Jaguar 950, der ausschließlich im Mais läuft. Für die Ernte von GPS und Sonderkulturen kommt ein Claas Direct Disc zum Einsatz. Als Mähwerk dient ein Disco 9100. Des Weiteren sind drei Schwader Liner 3000 in Betrieb. Ich plane zukünftig meine Häckseltechnik zusätzlich für die Ernte von Sonderkulturen wie Hirse einzusetzen. Daher ist mein Wunsch das multifunktionale Vorsatzgerät.

Entscheidungskriterien beim Feldhäckslerkauf

Lindt Agroservice GmbH & Co KG, Thomas Lindt, 63607 Wächtersbach-Leisenwald Hessen

Ein Großteil der Futterernte wird heute mit Feldhäckslern gemacht. agrarheute.com fragte drei Lohnunternehmer, auf welche Technik sie Wert legen und welche Zukunftstrends sie sehen.


Breites Dienstleistungsspektrum von der Saat bis zur Ernte
 
Mein Name ist Thomas Lindt, ich führe den Lindt Agroservice in Wächtersbach-Leisenwald im Main-Kinzig-Kreis bei Darmstadt. Das landwirtschaftliche Lohnunternehmen Thomas Lindt wurde 1997 gegründet. Unsere Dienstleistungen umfassen die Aussaat von Getreide, Zuckerrüben und Mais, den Pflanzenschutz und die Düngung sowie den Mähdrusch. 2010 erfolgte die Gründung der Lindt Agroservice Gmbh & Co KG mit dem Dienstleistungsschwerpunkt Futterernte. Beschäftigt werden drei Mitarbeiter in Vollzeit, ein Azubi und bis zu sieben Aushilfskräfte.
 
Klassische Feldfrüchte vorherrschend, neue Feldfrüchte bei nachwachsenden Rohstoffen im Kommen
 
Wir setzen zwei Feldhäcksler der Marke Claas ein. Dabei handelt es sich um einen Jaguar 940 ausgerüstet mit 8-reihigem Maisvorsatz und 5,20 m Direct Disc GPS-Schneidwerk und einen Jaguar 930 SCR mit 8-reihigem Maisvorsatz und einer Pick up zum Gras häckseln. Weiterhin werden ein Mähwerk mit Schwadzusammenführung und mehrere Silierwagen und Häckseltransportwagen eingesetzt. Unsere Kunden sind überwiegend die Betreiber von Milchviehbetrieben und Biogasanlagen von 250 bis 750 kW. Gehäckselt werden neben Mais und Gras auch Grünroggen, Getreide GPS, Sorghum und Biogaskräutermischungen. An Sorghum wurden im vergangenen Jahr 40 ha und an Biogaskräutern acht Hektar gehäckselt - Tendenz steigend.
 
Zukünftiger Einsatz von Auftragsverwaltung und Datenerfassung bei der Einsatzplanung
 
Ertragsmessung und -Kartierung setzen wir im Moment bei unseren Häckslern nicht ein. Eine Nachrüstung bei entsprechender Nachfrage von Kunden wäre jedoch jederzeit möglich, da in beiden Häckslern werksseitig entsprechende Vorbereitungen getroffen sind. Unsere Kunden mit Biogasanlagen verfügen über Fahrzeugwaagen zur Gewichtsermittlung der Erntemengen und die Trockensubstanzermittlung erfolgt über Rückstellmuster des Erntegutes. Für mich persönlich ist das Thema Auftragsverwaltung und Datenerfassung ein wesentlich spannenderes Thema. Hier befinden wir uns im Moment in der Testphase von mehreren Systemen. Ziel soll die papierlose Kommunikation zwischen Maschine und Büro sein.
 
Hier verspreche ich mir einige Fortschritte bei Auftragsplanung und der Übermittlung entsprechender Daten an die Fahrer auf den Maschinen, wenn beispielsweise witterungsbedingt die Auftragsplanung tagsüber nochmals umgestellt werden muss. Gleichzeitig kommen die Daten der erledigten Aufträge direkt und ohne Verluste, wie sie bei der "Zettelwirtschaft" auftreten können, ins Büro. Claas Telematics geht dabei noch einen Schritt weiter, da alle Parameter der Maschine direkt vom Büro überwacht werden können. Bei Störungen oder Fehlbedienungen kann jederzeit eingegriffen werden und dem Fahrer notwendige Hilfestellungen gegeben werden. Ich denke, dass dies in wenigen Jahren Standard sein wird.

Entscheidungskriterien beim Feldhäckslerkauf

Agrar Service Erhard Meyer, Mathias Meyer, 27798 Hude, Ortsteil Vielstedt Niedersachsen

Ein Großteil der Futterernte wird heute mit Feldhäckslern gemacht. agrarheute.com fragte drei Lohnunternehmer, auf welche Technik sie Wert legen und welche Zukunftstrends sie sehen.


Gras- und Maissilageernte sowie Strohmehl
 
Wir führen ein landtechnisches Lohnunternehmen im Landkreis Oldenburg. Unsere Hauptstandbeine sind die Gras- und Maissilageernte. Außer Kartoffeln und Zuckerrüben erledigen wir alle anfallenden Arbeiten von der Saat bis zur Ernte. Als weiteres Standbein vermahlen und reinigen wir Stroh, welches verpackt in 20 Kilo Tüten an den Landhandel und Landwirte abgegeben wird.
 
Flexibles Maisgebiss wäre wünschenswert
 
Wir setzten vier Häcksler der Firma Claas ein. Im Gras kommen ein Jaguar 840, ein Jaguar 890 sowie ein Jaguar 960 zum Einsatz. Im Mais arbeitet zusätzlich ein Jaguar 980 mit MAN Motor. Wir wünschen uns ein flexibles Maisgebiss, welches im Mais aber auch in anderen Fruchtarten zu 100 Prozent einsetzbar ist (beispielsweise Getreide-GPS). Die heutigen Mais-Vorsatzgeräte sind dazu zwar bereits in der Lage, jedoch hat ein Direktschneidwerk unter schwierigen Bedingungen einige Vorteile. Da wir eine entsprechende Auslastung haben, möchte ich zurzeit nicht ganz auf das Direktschneidwerk verzichten.
 
Ertragsmessung ist Standard
 
Ohne Ertragsmessung läuft bei unseren Kunden gar nichts mehr. Durch die hohe Genauigkeit der Geräte können wir sogar eine Abrechnung der geleisteten Arbeit realisieren. So wird jeder Kunde gerecht behandelt.

Entscheidungskriterien beim Feldhäckslerkauf

Lohnunternehmen Norbert Mäser, 63654 Büdingen, Ortsteil: Büches Hessen

Ein Großteil der Futterernte wird heute mit Feldhäckslern gemacht. agrarheute.com fragte drei Lohnunternehmer, auf welche Technik sie Wert legen und welche Zukunftstrends sie sehen.


Mähen, Schwaden, Transport
 
Mein Name ist Volkmar Zieg, ich bin Mitarbeiter im Lohnunternehmen Norbert Mäser in Büdingen. Das Lohnunternehmen Mäser existiert seit nunmehr 30 Jahren. Das Einzugsgebiet umfasst einen Umkreis von etwa 30 Kilometer und vereinzelte Betriebe, die weiter entfernt liegen. Die eigene Landwirtschaft beinhaltet etwa 500 Hektar (ha) Land. Lohnunternehmer Mäser beschäftigt fünf festangestellte Mitarbeiter sowie bis zu 20 Saisonkräfte. Die zu häckselnde Maisfläche 2012 beträgt etwa 2.000 ha.
 
Für Grassilagen werden Komplettlösungen angeboten: Mähen, Schwaden, Transport.
 
Komplette Häckselkette, multifunktionales Vorsatzgerät für Sonderkulturen wünschenswert
 
Unser Betrieb unterhält acht Mähdrescher, vier Feldhäcksler mit kompletter Häckselkette, zwölf Schlepper im Leistungsbereich von 95 bis 360 PS. Bei den Häckslern handelt es sich für die Mais- und Grasernte um einen Claas Jaguar 850, einen Jaguar 950, einen Jaguar 970 und einen Jaguar 950, der ausschließlich im Mais läuft. Für die Ernte von GPS und Sonderkulturen kommt ein Claas Direct Disc zum Einsatz. Als Mähwerk dient ein Disco 9100. Des Weiteren sind drei Schwader Liner 3000 in Betrieb. Ich plane zukünftig meine Häckseltechnik zusätzlich für die Ernte von Sonderkulturen wie Hirse einzusetzen. Daher ist mein Wunsch das multifunktionale Vorsatzgerät.
 
Angebot an die Kundenstruktur anpassen
 
Moderne Managementsysteme wie Ertragsmessung und -kartierung, Auftragsverwaltung oder Telemetrie halte ich zwar für grundsätzlich interessant, wenn es darum geht, den manuellen Arbeitsaufwand zu reduzieren. Aufgrund der Flächenstrukturen unserer Kundschaft sehe ich für unser Lohnunternehmen derzeit aber noch keine wirtschaftlichen Vorteile oder Arbeitserleichterungen durch den Einsatz solcher Systeme. Beispielsweise bearbeiten wir im Bereich Biogas insgesamt 868 ha, die wir in sage und schreibe 516 Einheiten abarbeiten, weil die durchschnittliche Schlaggröße nur 1,68 ha beträgt.
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