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Ernte und Transport

Erste regionale Verschrottungsprogramme für Landtechnik

von , am
12.05.2010

Moskau - In Russland haben die Landtechnikhersteller Rostselmasch und Traktornyje Sawody regionale Verschrottungsprogramme mit zwei Provinzregierungen vereinbart.

Fendt-Mähdrescher © AGCO/Fendt

Die Regelungen gelten für die Provinzen Rostow am Don beziehungsweise Nishnij Nowgorod. Wie der Moskauer Analysen- und Informationsdienst RosBusinessConsulting in der vergangenen Woche weiter mitteilte, sind die Verträge identisch und sehen die Bereitstellung einer jeweils zur Hälfte finanzierten Prämie für die Verschrottung eines Mähdreschers vor. Die Zahlung sei für den Erwerb einer neuen Maschine einzusetzen.

In mehreren weiteren Regionen würden ähnliche Vereinbarungen derzeit vorbereitet. Der Vorsitzende des nationalen Verbandes der Landtechnikhersteller und Miteigentümer von Rostselmasch, Konstantin Babkin, erklärte, derartige Programme könnten die Situation am Landmaschinenmarkt nicht radikal verändern. Unter den derzeit schwierigen Verhältnissen freuten sich die Produzenten aber über jede Belebung der Verkäufe. Ein Vertreter von Traktornyje Sawody unterstrich, man rechne mit einem Anstieg des Absatzes in den beteiligten Provinzen um rund 30 Prozent.

Nach Einschätzung von RosBusinessConsulting ist die Einleitung eines Verschrottungsprogramms auf zentraler Ebene in Russland nicht ausgeschlossen. Ein ähnlicher Programmentwurf für Lastkraftwagen sei der Regierung in Moskau vom Wirtschaftsministerium kürzlich vorgelegt worden. Babkin zufolge gaben russische Landwirte im vergangenen Jahr für neuwertige Landtechnik umgerechnet insgesamt 1,2 Milliarden Euro aus, gegenüber umgerechnet 4,2 Milliarden Euro im Jahr davor. Der Anteil russischer Produktion am Gesamtabsatz erhöhte sich 2009 im Vorjahresvergleich deutlich von 35 Prozent auf 62 Prozent. Damit wurde im vergangenen Jahr mehr heimische als importierte Ware verkauft, was davor zuletzt 2004 der Fall war. (AgE)

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