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Produktneuheit

EuroTier-Silber 2021 für Möscha: Gülle-Verteilgestänge aus Kunststoff

Möscha Verteilgestänge im Einsatz
am Dienstag, 12.01.2021 - 11:19 (Jetzt kommentieren)

Die neuste Entwicklung des schwäbischen Güllespezialisten Möscha ist der Schleppschuh-Verteiler, der in Arbeitsbreiten von bis zu 15 m gebaut wird. Durch die leichte und doch stabile Bauweise ist auch der Einsatz an kleineren Fässern mit niedrigerem Zugkraftbedarf gegeben. Der Gülleverteiler wurde von der EuroTier-Jury 2021 mit dem Innovation Award in Silber ausgezeichnet.

Um die neue Düngeverordnung rechtskonform umsetzen zu können, müssen viele Betriebe auf eine neue Verteiltechnik an ihren Güllefässern setzen. Der weit verbreitete Möscha-Gülleverteiler kann nicht mehr in allen Situationen verwendet werden. Der bodennahen und damit emissionsarmen Flüssigmist- und Gärrestausbringung kommt aus Umwelt- und Ressourcenschutzgründen eine sehr hohe Bedeutung zu. Das schwäbische Familienunternehmen Möscha hat deshalb nach einer einfachen Lösung für kleinere Betriebe gesucht und so eine neue Gülleverteiltechnik entwickelt. Das Ergebnis, der Möscha Schleppschuhverteiler, wurde von der EuroTier-Jury mit dem Innovation Award in Silber ausgezeichnet.

Möscha-Schleppschuhverteiler: Das ist die Technik fürs Güllefass

Verteiler an Güllefass montiert

Aufgrund von Größe und Gewicht der Gestänge kommt eine moderne Ausbringtechnik gerade in hügeligem oder gar bergigem Gelände ausgewiesener Grünlandregionen allzu oft an ihre physikalischen Grenzen. Das Möscha Verteilgestänge mit Kunststoffrohr als tragendem Konstruktionselement zeichnet sich durch seine einfache und zugleich äußerst gewichtssparende Konstruktionsweise aus. Möscha kommt zu leichteren Gestängegewichten, indem statt einer Vollmetallkonstruktion beplankte Kunststoffrohre genutzt werden. So wiegt das Gestänge mit 15 m Arbeitsbreite gerade mal rund 850 kg. Durch diese Weiterentwicklung mit anderen Werkstoffen wird ein erheblicher Teil des Gewichts des klapp- und faltbaren Gestänges eingespart. Die Leichtbauweise punktet vor allem beim Thema Bodendruck, der dadurch im Vergleich zu Konstruktionen aus Vollmetall deutlich reduziert werden kann. Zudem wird von den Traktoren weniger Zugkraft gefordert. 

Schleppschuhverteiler für kleinere Güllefässer

Gülleverteiler vor der Montage

Bislang war vor allem der Möscha-Schwenkverteiler bei der Gülleausbringung weit verbreitet. Aufgrund der neuen Düngeverordnung benötigen viele Betriebe jedoch nun eine Alternative zu dieser Gülleausbringtechnik.

Da das Unternehmen seinen Sitz in der Nähe der süddeutschen Grünlandregion hat, wurde an einer Alternativlösung entwickelt. Das Ergebnis ist der neue Schleppschuhverteiler mit einer Arbeitsbreite von 8 bis 15 m in Leichtbauweise. Neben der Einsparung von Material und Kraftstoff erweitern sich die Einsatzmöglichkeiten, da eine bodennahe Exaktverteilung von Flüssigmist mit Schleppschlauch- oder Schleppschuh an entsprechender Gestängetechnik auch an leichteren Fässern mit kleinerem Zugkraftbedarf und in stärker topografischem Gelände eingesetzt werden kann

Der Verteiler zeichnet sich durch 2 Neuheiten aus. Eine davon ist die leichte und doch stabile Bauweise des Gestänges durch die Verwendung eines tragenden Rohrs aus PE-Kunststoff Grundlage für eine erhebliche Gewichtsreduktion. Das Gestänge wird zusätzlich durch Laufräder unterstützt, die das System bei der Gülleausbringung in der Führung unterstützen.

Patentierte Verteilerköpfe zeichnen Entwicklung von Möscha aus

Der Verteilerkopf im Detail.

Die zweite Neuheit am Schleppschuh ist der Schneidverteiler, der patentierte Cutter. Eine vertikale Schnecke, die ihre Drehrichtung ändert, verteilt die Gülle auf die ringsum geschweißten Auslässe. Das sorgt für Präzision bei der Ausbringung und verhindert ein Verstopfen der Schläuche. 

Der Gülleeinlass ist seitlich, die Schnecke fördert die Gülle dann durch einen Siebkorb. Sichere Funktion, sehr leichtzügiger Antrieb und geringer Verschleiß zeichnen den Verteiler aus. Er soll laut Möscha durch die kompakte, robuste Bauweise, das geringe Gewicht und die leichte Entleerung des Fremdstoffsammelbehälters überzeugen. So wird eine gleichmäßige und zuverlässige Verteilung auf die Ausgänge erreicht.

Das Gestänge ist bei allen Fässern nachrüstbar, erklärt uns Michael Gutter von Möscha im Gespräch. Voraussetzung ist, dass der Rahmen einen Anbau zulässt und die Achslast nicht überschritten wird, was aufgrund des geringen Gewichts des Verteilers in der Regel ausgeschlossen werden kann.

Mit Material von Möscha

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