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Ratgeber

Feldhäcksler Einwintern in 7 Schritten

Wartung eines Feldhäckslers
© SLVFG
von am
29.11.2017

Damit der Häcksler auch in der nächsten Saison wieder rund läuft, sollte die Maschine ordentlich gereinigt und gewartet werden. Diese Punkte sollte Sie beachten.

1. Häcksler mit Luft reinigen

Grundsätzlich sollte der Feldhäcksler, bevor dieser ins Winterlager kommt, gereinigt sein. Denn bekanntlich ist Schmutz Gift für den Lack. Beim Feldhäcksler sollte der Landwirt den Kompressor wählen und mit Luft reinigen. Wasser kann zu Schäden führen.

2. Spiegel und Leuchten reinigen

Die Beleuchtung und Spiegel der Maschine sowie die Scheiben der Kabine sind zu säubern.

3. Reifenkontrolle und Frostschutzmittel

Neben der Erhöhung des Luftdrucks und der Reifenkontrolle sollten auch Motoren und Elektronik für die kalten Tage gerüstet werden. Dazu gehört, dass Frostschutzmittel im Kühlerkreislauf und in der Scheibenwischanlage gefüllt ist.

4. Verschleißteile auswechseln

Verschleißteile sollten geprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden. Es sollten nur Originalteile oder vom jeweiligen Hersteller zugelassene Teile verwendet werden. Schraubenverbindungen sind nach den Angaben des Herstellers mit entsprechendem Drehmoment anzuziehen.

5. Trommelschneiden schärfen

Wird insbesondereGras gehäckselt, ist mit erhöhtem Messerverschleiß zu rechnen. Ein regelmäßiges Nachschleifen ist daher wichtig. Das Schärfen der Trommelschneiden erfolgt mit Hilfe des Schleifaggregates in der Maschine.

6. Abschmieren

Das Abschmieren erfolgt nach dem Schmierplan des Herstellers. Beim Abschmieren von Gelenkwellen die Schutzrohrlager nicht vergessen. Ist die Maschine mit einer Zentralschmierung ausgerüstet, ist auf ausreichende Fettversorgung zu achten.

7. Kraftstofftank füllen

Zudem muss der Kraftstofftank gecheckt werden: Auch wenn sich die Maschinen im Winterlager keinen Meter bewegt, der Tank sollte voll sein. Ein voller Tank unterbindet mögliche Schäden wie Rost und Korrosion durch Kondenswasser. Beim Tanken ist auf die Befüllung mit Winterdiesel zu achten.

Mit Material von SLVFG

Hochdruckreiniger: 12 Tipps zum richtigen Einwintern

Filter an Pflanzenschutzspritze
An manchen Geräten sind zwei Wasserfilter für die Zuleitung verbaut: einer direkt am Anschluss hinter dem Schnellkuppler für den Zulauf, der GEKA-Kupplung (siehe Foto) und der andere im Inneren des Geräts zwischen Schwimmerkasten und Pumpe. Hochdruckreiniger können auch Regenwasser aus bis zu 0,5 m Tiefe ­ansaugen. Vor allem um Fotovoltaikanlagen zu reinigen, ist dies sinnvoll, da auf den Modulen keine Kalkablagerungen entstehen.  © Thomas Göggerle/dlz agrarmagazin
Mann prüft einen Hochdruckreiniger
Wie viel die Pumpe fördert, steht auf dem Typenschild. Probleme machen meistens nicht die Wasseranschlüsse, sondern die Wasserleitungen. Auslitern hilft, um zu wissen, ob die Leitung genügend Wasser bringt. Berücksichtigen Sie weitere Abnehmer wie die Melkmaschinenspülung oder die Stalltränken! In unserem Beispiel braucht das Heißwassergerät 16,7 l/min; das sind 1.002 l in der ­Stunde.  © Thomas Göggerle/dlz agrarmagazin
Stecker eines 400 V-Anschlusses
Kaltwassergeräte arbeiten hauptsächlich mit 400-V-Anschlüssen, die mit 16 A abgesichert sind. Adapterleitungen für 32-A-Steckdosen auf 16-A-Stecker gibt es bereits ab 25 Euro. Oder der Elektriker schließt alle Steckdosen auf dem Hof mit der gleichen Phasenbelegung an (und auch die Verl­ängerungskabel). In neueren Modellen ist ein Phasenwender bereits im Stecker integriert. © Thomas Göggerle/dlz agrarmagazin
Pumpe eines Hochdruckreinigers
Sind die Phasen an der Zuleitung vertauscht, läuft der Motor in die falsche Richtung. Nicht die Wasserpumpe ist das Problem, sondern die Kraftstoffpumpe. Sie ist meistens fest mit der Hauptantriebswelle verbunden und wird durch den angesaugten Kraftstoff geschmiert. Dreht sie falsch herum, gibt es Schäden. Hat der Hochruckreiniger keinen Phasenwender im Anschlussstecker verbaut, gibt es dafür Adapter ab 25 Euro. © Thomas Göggerle/dlz agrarmagazin
Defekter Schlauch eines Hochdruckreinigers
Durch den Druckschlauch fließt Wasser mit bis zu 250 bar. Schaut das Stahlgewebe raus, gibt es leicht Verletzungen an den Händen, wenn der Schlauch mit dem rostigen Gewebe angefasst oder aufgewickelt wird. Bei Heißwassergeräten kann man sich verbrühen. Druckschläuche dürfen nicht repariert, sondern müssen im Gesamten gewechselt werden. Schlauchpakete für Profigeräte mit 15 m kosten rund 150 Euro. © Thomas Göggerle/dlz agrarmagazin
Hochdruckreiniger aus der Nähe
Die meisten Profi-Hochdruckreiniger können Reinigungsmittel ansaugen und dem Wasserstrahl zudosieren. Ist der Reinigungstank leer und die Zudosierung unabsichtlich an, erreicht die Pumpe nicht den maximalen Wasserdruck.  © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
Mann reinigt Traktor
Bei stark verschmutzten Maschinen sollte man den Dreck erst einmal einweichen lassen: bei Regen raus mit der Maschine. Die Maschine ist schneller und mit weniger Wasser sauber. Zum Einweichen braucht es keinen Hochdruckreiniger. Das geht auch einfach mit einem Wasserschlauch und Düse, um unter die Maschine an verdeckte Bauteile zu kommen. © Christian Mühlhausen, landpixel
Mann reinigt Traktor
Die Lanze bei 200 bar und Dreckfräsekopf nahe an die Maschine zu halten, lässt jeden Schmutz davonfliegen. Den Lack leider auch. Wer mit einem größeren Abstand beginnt, kann sich nach und nach näher herantasten. Grundsätzlich mehr Abstand einhalten zu Reifen, Karosserieteilen, Elektronikschalter und -kästen. © Thomas Göggerle/dlz agrarmagazin
Druckregulierung am Hochdruckreiniger
Praktisch sind Pistolen, an denen man den Druck einfach regulieren kann. Achtung: Pistolen mit Druck- und Wassermengenregulierung dürfen nur an Geräte angeschlossen werden, die den entstehenden Druck an der Pumpe ausgleichen können. Wer länger mit weniger Druck arbeiten möchte, sollte den Druck nicht an der Lanze, sondern direkt an der Pumpe ­verstellen. Das spart Strom und erzeugt weniger Verschleiß! © Thomas Göggerle/dlz agrarmagazin
Doppelstrahlrohr eines Hochdruckreinigers
Besonders beim Reinigen von Schweineställen und Kälberiglus benötigt man beides: viel Druck, um Flächen gründlich vom Schmutz zu befreien, und dann wieder genügend Wasser für die Schwemmwirkung. Problem: Wer den Druck an der Lanze reduziert, fährt auch die Wassermenge nach unten. Abhilfe schaffen Lanzen mit zwei Düsen, die am Drehgriff zu- oder abgeschaltet werden können. Eine Düse in Betrieb bedeutet hoher Druck, die zweite Düse bringt das nötige Wasser, um den Schmutz wegzuschwemmen. © Thomas Göggerle/dlz agrarmagazin
Tipp 11: Vorher einschäumen
Nachteil bei zudosierten Reinigern: Auch wenn man den bereits gelösten Schmutz nur noch abwäscht, wird Reinigungsmittel verbraucht. Es aufzutragen und einwirken zu lassen und erst danach mit Wasser abzuwaschen spart Mittel ein. Spezielle Schaum­düsen ­tragen eine dicke und zähe Schaumschicht auf Maschine und Oberflächen auf. Die kann einwirken und danach abge­waschen werden. © Werkbild
Hochdruckreiniger im Einsatz
Zähes Schmierfett und eine Pampe aus Hydrauliköl und Blütenstaub lösen sich mit Heißwasser deutlich einfacher. Nur sind Heißwassergeräte deutlich teurer als die einfacheren Kaltwassergeräte. Eine Alternative ist, bereits warmes Wasser zum Hochdruckreiniger schicken. Viele Kaltwassergeräte haben die Freigabe bis 45 °C oder maximal 60 °C, mit speziellem Zubehör auch bis zu 80 °C. © Thomas Göggerle/dlz agrarmagazin
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