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Ackerbau

Feldspritzen: Alle zwei Jahre zum Technik-Check

von , am
14.02.2013

Oldenburg - Nicht nur PKW müssen regelmäßig zum TÜV. Auch Feldspritzen müssen im zweijährigen Turnus ihre Betriebssicherheit unter Beweis stellen.

Der Wirkstoff Glyphosat steht aktuell in der Diskussion. © Mühlhausen/landpixel
Ausgenommen von dieser seit 1993 gesetzlich vorgeschriebenen Pflicht sind Pflanzenschutzgeräte, die von einer Person getragen werden können. Wie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen mitteilt, wird der technisch einwandfreie Zustand der Feldspritzen wie beim PKW durch eine Plakette dokumentiert, deren Farbe von Jahr zu Jahr wechselt.
 
2013 müssen alle Pflanzenschutzgeräte mit einer grünen bzw. orangen Plakette zum Spritzen-TÜV. Maßgeblich ist das auf dem kreisrunden, etwa 10 Zentimeter großen Siegel eingestanzte Halbjahr.

Geräte meist in gutem Zustand

Im letzten Jahr wurden rund 14.000 Pflanzenschutzgeräte kontrolliert. Davon waren mehr als die Hälfte ohne Mängel, an 45 Prozent gab es geringfügige Mängel, die zum Teil noch vor Ort beseitigt werden konnten. Knapp ein Prozent der Geräte fiel bei der Prüfung durch und musste nach Reparatur erneut vorgestellt werden. Am häufigsten wurden undichte Armaturen und Leitungssysteme beanstandet.

Gerätekontrolle - Spritzen TÜV

Der Spritzen-TÜV wird von Landmaschinenfachbetrieben durchgeführt. In Niedersachen gibt es rund 150 Kontrollwerkstätten mit etwa 430 Kontrollorten. Hier werden etwa 250 Personen als speziell geschultes Kontrollpersonal eingesetzt. Diese Kontrollwerkstätten müssen amtlich anerkannt und das kontrollierende Personal regelmäßig geschult werden. Außerdem sind die Messeinrichtungen immer wieder auf ihre Genauigkeit hin zu überprüfen. Für die Anerkennung der Kontrollstellen, die Schulung des Personals und die Überprüfung der Messgeräte ist die Landwirtschaftskammer Niedersachsen zuständig.

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