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Ernte und Transport

Fendt: Das ist neu bei der Erntetechnik

© Werkbilder
von , am
24.09.2015

Fendt hat an seiner Erntetechnik geschraubt. Der Katana 65 hat nun einige Features seines großen Bruders, die E-Serie bei den Mähdreschern wurde überarbeitet und die Ballenpressen sind noch leistungsfähiger.

Die Quaderballenpressen von Fendt werden im amerikanischen Hesston zusammengebaut. © Werkbild
Die FendtQuaderballenpressen wurden überarbeitet und die Modelle 990, 1270, 1290 und 1290 XD mit einem neuen ProCut Schneidwerk ausgerüstet. Das Augenmerk liegt dabei auf einem neu konstruierten Schneidrotor und einer leicht zugänglichen Messerschublade. Alle Quaderballenpressen sind uneingeschränkt ISOBUS fähig und können über das Fendt Varioterminal 10.4“ im Fendt Schlepper bedient werden.
 
Das neue ProCut Schneidwerk schneidet mit Hochleistung. Für die richtige Schnittlänge für Stroh und Silage stehen bei den Modellen 1270 (Ballengröße 120 cm x 70 cm), 1290 und 1290 XD (Ballengröße 120 cm x 90 cm) jetzt 26 Messer statt 19, sowie beim Modell 990 (Ballengröße 80 cm x 90 cm) nun 17 Messer statt elf zur Verfügung. Sie liefern bei vollem Messereinsatz eine theoretische Schnittlänge von 43,5 mm für beispielsweise kurzes Einstreu. Da jedes zweite Messer separat auf einer zweiten Schiene gelagert ist, kann über die Messergruppenschaltung im Terminal auf Knopfdruck auch mit der halben Anzahl Messer gearbeitet werden. Somit ist eine Schnittlänge von 88 mm möglich.
 
Durch den neuen Schneidrotor mit einem Durchmesser von 650 mm (+ 8,5 %), einer Drehzahl von 120 U/min (+ 13 %) und sechs Rotorzinken pro Rotorring sollen Schnittfrequenz und Durchsatzleistung erhöht werden.
 
Die Messer können über die leicht zugängliche Messerschublade getauscht bzw. herausgenommen werden. Mit Hilfe der hydraulischen Messergruppenschaltung in der Kabine lassen sich die Messer leicht absenken. In dieser Position kann die Messerschublade mit einem Griff herausgezogen werden.

Mähdrescher der E-Serie

In der Kabine der E-Serie ist eine Skyline-Kabine verbaut. © Werkbild
Auch dieMähdrescher der E-Serie für kleinere und mittlere Betriebe wurden überarbeitet. Ausgerüstet ist der Mähdrescher 5225 E mit einem AGCO Power 6-Zylinder Motor, Tier4final. Mit 7,4 Liter-Hubraum, dem CommonRail Hochdruck-Einspritzsystem sowie der 4-Ventil-Technik liefert dieser eine maximale Leistung von 218 PS. Zur Erfüllung der neuesten Abgasnorm Tier 4 final nach EU-Vorschrift setzt Fendt auf die SCR-Technologie, bei der die Abgase mit Harnstoff nachbehandelt werden. Die Serie 5185 E hat einen kleineren AGCO Power Motor 4-Zylinder mit 4,9 Liter Hubraum, der 176 PS leistet.
 
Die technischen Features der Mähdrescher-Serie 5225 E:
  • PowerFlow Schneidwerk mit einer Arbeitsbreite von 5,50 m für den 5225 E
  • FreeFlow-Schneidwerk mit Arbeitsbreiten von 4,80 m bis 7,60 m
  • 600 mm große Dreschtrommel
  • neben dem Standarddreschkorb optional ein Sektionaldreschkorb
  • neue Komfortkabine mit Skyline-Dach, luftgefederter Fahrersitz, Klimaanlage (beim 5225 E)

Feldhäcklser Katana 65

Auch der Katana 65 wurde neben der umgesetzten neuen Abgasnorm Tier 4 Finalweiter optimiert. Laut Fendt besitzt der Katana 65 nach wie vor die größte Häckseltrommel am Markt - jetzt wahlweise mit 20, 28 und 40 Messern. Daneben gibt es das volle Angebot an Erntevorsätzen für alle Anwendungen (Mais, Gras, GPS), sowie nun auch für diese Reihe den neuen V-Cracker.
 
Die Antriebseinheit ist mit ASR, Einzelradmotoren und intelligentem Allradantrieb sowie einem optional stärkerem Hydromotor für schwierige Bedingungen versehen. Die Grenzlastregelung und das Antriebskonzept mit ECO/Power-Modus sollen für eine optimale Auslastung je nach Erntebedingung sorgen. Neu sind auch die extra breiten und hohen Vorderreifen bis 900er Breite oder 42 Zoll-Felgen (bspw. 900/60 R 38 mit einem Durchschnitt von 2,06 m oder 710/70 R42 bei einer Außenbreite von nur 3,2 m).
 
Der Katana 65 ist ab der Agritechnica 2015 mit einem MTU 6R 1500 mit 15,6 Liter Hubraum und 460 KW / 625 PS ausgestattet. Auch das Kühlpaket ist neu. Das Ölreinigungsintervall wurde von 250 h auf 500 h hochgesetzt, wodurch sich die Wartungsintervalle um die Hälfte reduzieren und letztendlich auch zu einer Zeit- und Kosteneinsparungen von einem Euro je Betriebsstunde führen, wie Fendt vorrechnet.
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