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Maschinen-Test

Finnische Sä-Kombi im Test: Junkkari M 3000

Bernd Feuerborn, dlz agrarmagazin
am
26.07.2016

Aussaat und Untersaat, Bodenbearbeitung und Düngung gleichzeitig - das verspricht Junkkari mit der M 3000. Wie das funktioniert, hat das dlz agrarmagazin getestet.

Die finnischen Drille Junkkari M 3000 ist eine klassische, aber gezogene Scheibenscharmaschine für Getreide. Wie in den nordischen Ländern typisch, lässt sich mit der M 3000 bei der Aussaat gleichzeitig düngen. Wer mehr in einem Arbeitsgang erledigen möchte, bringt gleichzeitig noch die Untersaat mit aus. Das kann vor allem für Greening interessant sein. Die Redakteure des dlz agrarmagazins haben sie getestet.

Mais und Gras gleichzeitig

Mit der M 3000 drillten wir Mais auf 37,5 cm Reihenabstand und legten dazwischen Grassamen ab. Auf 3,00 m mit 24 Keilscharen benötigten wir also nur jedes dritte Schar. Jedes Schar ist mit zwei Ausläufen versehen. So lassen sich Saatgut und Dünger in der gleichen Saatrille ausbringen. Der ausgebrachte Dünger liegt in der gleichen Höhe wie das Saatgut.

Unkonventioneller Aufbau

Weniger klassisch ist der gezogene Aufbau:

  • Vorne hängt die Sämaschine mit einer Deichsel in den Unterlenkern des Traktors.
  • Optional gibt es einen Reifenpacker für die Rückverfestigung.
  • An der Deichsel lassen sich verschiedene Vorwerkzeuge zur Bodeneinebnung montieren: Cross-board, S-Zinkenkultivator oder Kurzscheibenegge.
  • Beim M-Modell folgen zwei Reihen keilförmiger Schare mit einem Durchmesser von 40 cm im Abstand von 25 cm
  • Hinten läuft die Sämaschine auf zwölf Rädern mit Ackerstollenprofil

Saat und Dünger

Der Behälter für Saat und Dünger wird vom Reifenpacker getragen und versorgt die Maschine mit Saatgut und Dünger. Er lässt sich variabel von 1.950 bis 3.180 l mit Saatgut und von 970 bis 2.200 l mit Dünger füllen. Die Mittelwand verändert in sieben Stellungen das Volumen. An Saatgut lassen sich bis zu 600 kg/ha ausbringen. An Dünger sind es knapp 800 kg/ha. Das Verhältnis von Saatgut zu Dünger kann über Kettenräder verändert werden.

An der Test-Maschine war zusätzlich noch ein Saatgutbehälter für Fein­sämereien mit 350 l montiert. Dieses Saatgut wird in die gleiche Säleitung wie das Hauptsaatgut geführt. Nachteil: Für die Untersaat lässt sich keine andere Ablagetiefe einstellen. Aussaatmengen von bis zu 80 kg/ha sind hier möglich.

Testergebnis

Aufgrund der trockenen Witterung nach der Saat lief das Gras nur zögerlich auf. Obwohl die Herbizidmaßnahme auf die Untersaat abgestimmt war, wurde  fast vollständig beseitigt. Die Maissaat lief gut auf und brachte einen guten Ertrag. Auch das Häckseln klappte problemlos.

Den vollständigen Testbericht lesen Sie in der Ausgabe Mai 2016 des dlz agrarmagazins.

Junkkari M 3000: Aussaat, Untersaat und Düngung in einem

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