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Test

Flach- und Tiefenlockerer-Kombi von Dutzi im Praxiseinsatz

Dieser Artikel ist zuerst in der traction erschienen.

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© Matthias Mumme/traction
von am
29.12.2015

Mit der Kombination des Dutzi-Rotor mit dem Fronttiefenlockerer hat der Hersteller es geschafft flache und tiefe Bodenbearbeitung in einen Arbeitsschritt zu integrieren. Wie gut das funktioniert, hat die traction-Redaktion getestet.

Gerade in den letzten Jahren haben viele pfluglos arbeitende Betriebe festgestellt, dass sie die tiefe Lockerung ihrer Böden für eine zu lange Zeit vernachlässigt haben. Die Folgen waren Nährstofffestsetzungen und eingeschränktes Wurzelwachstum. Vor diesem Hintergrund kombiniert Dutzi nun den bekannten Dutzi Rotor (KR) mit dem Fronttiefenlockerer (FTL). Dieser "aufgelöste Werkzeugmix" soll sich durch einen hohen Wirkungsgrad bei geringem Leistungsbedarf auszeichnen. Wie genau das funktioniert, haben wir auf einer Stoppel- und einer Zwischenfruchtfläche ausgetestet.

Fazit der Tester

Die Kombination FTL und KR überzeugte die traction-Redakteure in ihrem Kurztest durch eine sehr gute oberflächennahe Einmischung bei gleichzeitiger tiefer Lockerung. Die Kombination der zwei Arbeitsgänge mache sowohl ackerbaulich als auch verfahrenstechnisch Sinn, auch wenn relativ langsam gefahren werden muss. Kombiniert mit einer Aufbaudrille ist die Aussaat mit Lockerung in einem Arbeitsgang möglich, wobei die Justierung des FTL ohne Front-EHR etwas "tricky" sein soll. Details an den Geräten, beispielsweise die Verschraubung der Spitzen am FTL, könnten noch verbessert werden, so das Fazit.

Pro und Kontra

Pro:

  • mit Aufbaudrille nur ein Arbeitsgang für die Aussaat notwendig
  • geringer Leistungsbedarf
  • guter Einarbeitungseffekt
  • sehr gute Rückverfestigung
  • robuste Bauweise
  • FTL auch mit Kreiseleggen oder Kreiselgrubbern im Heck kombinierbar

Kontra:

  • überstehende Bolzen der Spitzen
  • Straßentransport FTL (StVZO)
  • hoher Hubkraftbedarf für KR

Technische Daten im Überblick

Lockern: Fronttiefenlockerer FTL; 61 cm Zinkenabstand; maximale Arbeitstiefe 70 cm; Zinken aus Hardox, scherschraubengesichert; 70-mm-Spitzen; vorlaufende gezahnte und hydraulisch höhenverstellbare Scheiben; Anbau im Kuppeldreieck

Mischen, Krümeln & Rückverfestigen: KR-Fräsrotor; max. Arbeitstiefe 18 cm; Meißelzinken mit Hartmetallaufsätzen; Rotorwelle vierfach gelagert; Antrieb 1.000 U/min für Rotordrehzahl 430 U/min; Durchtrieb über Winkelgetriebe und Stirnradgetriebe in Ölbad

Leistungsbedarf: ab ca. 150 PS

Abmessungen & Gewichte: Arbeitsbreite 3,0 m; Transportbreite 3,0 m; Gewicht FTL ca. 1.710 kg; Gewicht KR ca. 2.210 kg.

Preis (Liste zzg. MwSt): Kombination FLT + KR ab ab 43.850 Euro

 

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