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Ernte und Transport

Frühstücksfernsehen für Mähdrescherfahrer

von , am
01.07.2010

München - Am 3. und 10. Juli jeweils 11 Uhr zeigt die ARD im Ersten den Film Giganten im Kornfeld – Von der Sense zum Mähdrescher. Der Film zeigt die Entwicklung von der Sense bis zum GPS-gesteuerten Mähdrescher.

Der Film zeigt in zwei Teilen von je 50 Minuten Länge die Technikgeschichte von der Sense bis zum riesigen, GPS-gesteuerten modernen Mähdrescher und erzählt, wie sich das Leben der Landwirte immer wieder verändert hat. Die Dokumentation schlägt den Bogen von damals bis heute.

Gabriele Holzner vom Hessischen Rundfunk war in Ost- und Westdeutschland unterwegs in Betrieben und auf Bauernhöfen, hat in den Archiven einige Schätze gefunden, die neben dem gönnerhaften Gutsbesitzer auch die volkseigenen Triumphe der DDR-Zeit berücksichtigen. Bislang sind die "Giganten im Kornfeld" mehrfach im hr-fernsehen, sowie beim SWR und NDR gelaufen, und zwar jeweils mit sehr guten Zuschauerquoten um zehn Prozent.

Dreschen im Laufe der Jahrzehnte

Der Film des Hessischen Rundfunks geht zurück bis in die Anfänge des Mähdrusches. Er lässt uns teilhaben in den USA die Flotten von Pferden oder Maultieren, die große Mähdrescher zogen, und dabei auch schon eine recht beachtliche Leistung erbrachten. Er zeigt, wie es weitergegangen ist. Wie die Mahd mit der Sense war, wie schwer das Aufstellen der Hocken war, wie gefährlich auch das Getreide lebte, denn jeder Hagelschlag und jeder Starkregen hat es dann in der Hocke auch noch fast zerstören können. Dann kommt die Zeit der Binder und dann kommt aber auch die Zeit der ersten selbstfahrenden Mähdrescher und das wird in Ost und West gleichermaßen gezeigt.

Unterschiedliche Entwicklung West- und Ostdeutschlands

Der Film ist hier ein bisschen zweigleisig und zeigt sowohl die Arbeit in der DDR als auch in Westdeutschland. Während im Westen die Firma Claas es geschafft hatte, den Mähdruschbinder (MDB) zu etablieren und dann Anfang der 50er Jahre den Herkules als selbstfahrenden Mähdrescher anbot, so war es im Osten der Stalinez S4, der von der Sowjetunion der DDR zur Verfügung gestellt wurde, schon alleine um die Kollektivierung voranzutreiben. Zum Abschluss zeigt er die großen Maschinen in einer Agrargenossenschaft in Thüringen und noch immer glänzen die Männeraugen bei der Technik. (pd)

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