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G-1F 125: Die Rundballenpresse-Premiere von Göweil

© Matthias Mumme/traction
von , am
16.09.2015

Mit der G-1F 125 hat Göweil erstmals eine Rundballenpresse selbst entwickelt. Erhältlich ist sie auch als Press-Wickel-Kombination - und wartet mit einigen Besonderheiten auf.

Premiere: Die G-1 F125 wurde Mitte 2014 vorgestellt. Bis heute sind schon rund 50 Einheiten ausgeliefert worden. © Matthias Mumme/traction
Die österreichische Manufaktur Göweil hat sich über Jahre einen guten Ruf bei der Herstellung von Wickelmaschinen erarbeitet, auch in Kombination mit Rundballenpressen anderer Fabrikate.
 
2014 folgt der Paukenschlag: die erste selbst entwickelte Rundballenpresse, die es natürlich auch als Press-Wickel-Kombination gibt. Technisch wartet die G-1F 125 mit einigen Besonderheiten auf. Die Redakteure des Fachmagazins traction haben sie unter die Lupe genommen.

Details zur Rundballenpresse G-1F 125 von Göweil

Kammer
Festkammersystem mit
18 Walzen;
Kammerdurchmesser
1,25 m;
Kammerbreite 1,20 m;

maximaler Pressdruck 200 bar
 
Pick-up
sechsreihig ungesteuert;
Breite nach DIN 2,20 m;
Pendelbereich 150 mm; Kunststoffabstreifer
 
Schneidwerk
30 zweischneidige Messer;
35 mm theoretische Schnittlänge;
hydraulische Fremdkörpersicherung;
keine Gruppenschaltung;
Messerwechsel an Vorderseite der Presse
 
Rotor
8-Stern-Rotor mit 570 mm Durchmesser und Hardox-Zinken;
Gutfluss über den Rotor mit Unterstützung einer Einzugswalze
 
Bindung
kombinierte Netz- und Folienbindung Serie, optional Doppelbindung (zwei Netze oder zwei Folien gleichzeitig)
 
Gewicht
circa 7.860 kg (Kombi)
 
Preise (Liste zzgl. MwSt.)
ab 98.666 Euro; Solo-Rundballenpresse ab 65.800 Euro

Fazit der traction-Redaktion

Mit der G-1 F125 hat Göweil eine absolut wettbewerbsfähige Rundballenpresse und Wickelkombi im Programm. Herausstechende Features sind die sechsreihige Pick-up und die optionale Doppelbindung.
 
Der Gutfluss über den Rotor führt zu einer hervorragenden Zugänglichkeit zu den Messern und hat bei der Gutzufuhr in die Kammer zumindest keine Nachteile. Neue Durchsatzrekorde bricht die G-1 F125 damit nicht, aber sie überzeugt durch clevere Detaillösungen, eine einfache Wartung und vor allem eine extrem solide, langlebige Verarbeitung. Wie die Presse in trockenen, brüchigen Materialien (zum Beispiel Gerstenstroh) arbeitet, bleibt abzuwarten.

Pro und Contra im Überblick

Das kommt gut an
  • sehr guter Zugang zu den Messern
  • kleine theoretische Schnittlänge
  • sechsreihige Pick-up Serie
  • automatische Gutflusskontrolle
  • Mantelfolienbindung und Doppelbindung
  • hydraulische Notbedienungen
  • sehr gute Zugänglichkeit, einfache Wartung
  • sehr gute, solide Verarbeitung
  • kompakte Abmessungen
Das kam nicht so gut an
  • kleines Arbeitsdisplay, kein ISOBUS
  • keine Messergruppenschaltung
  • durch solide Bauweise recht schwer
 
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