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Ernte und Transport

Gebrauchte Front-Trommel-Mähwerke im Fokus

von , am
25.05.2012

Mit Frontmähwerken lassen sich mehrere Anforderungen und Arbeitsgänge gleichzeitig umsetzen. Agrar-Technik hat drei Modelle auf technikboerse.com herausgesucht und verglichen.

CLAAS-Frontmähwerk Disco 3100 FC © Claas
Mit zunehmenden Traktorleistungen kam der Wunsch auf, Arbeitsgänge wie das tägliche Grünfutterholen effektiver zu gestalten. Mit dem Messerbalken war nur eine geringe Arbeitsgeschwindigkeit möglich. Da dieser meist seitlich am Schlepper montiert war, musste eine zusätzliche Fahrt mit dem Ladewagen erfolgen. Ende der 1970er Jahre kamen verstärkt Frontmähwerke zum Einsatz.
 
Heute werden fast 40 Prozent aller in Deutschland verkauften Mähwerke im Frontanbau gefahren. Damit sind rein rechnerisch drei Viertel der Landwirte mit einer Front-/ Heckkombination unterwegs. Im Frontanbau haben Trommelmähwerke gegenüber den Scheibenmähern den Vorteil, dass sie das Futter zwischen die Traktorräder ablegen. Damit sind sie nach wie vor beliebt und ein Thema beim Gebrauchtkauf.

Jubiläum bei Claas

Im vergangenen Jahr feierte Claas 30 Jahre Frontmähwerke. Ein beliebtes Modell ist das Corto 270 mit 2,65 Meter Arbeitsbreite. Es war bereits ab 1988 unter der Bezeichnung WM 270 F im Angebot und hieß wie alle Trommelmäher von Claas ab 1990 Corto. Bis 2004 blieb das Viertrommel-Mähwerk in dieser Ausführung im Programm. Als direkter Nachfolger kam das Corto 275 F Profil. Allerdings wird das Corto 270 FN nach wie vor als preiswerte Variante (8.915 Euro) ohne stufenlose Schnitthöhenverstellung gebaut. Eine Verstärkung erfuhren die Mittelachsen der Trommeln und die Befestigung der Messerhalter 2001. In diesem Jahr stand das Mähwerk mit 13.705 DM (7.007 Euro) in den Preislisten. Jetzt, elf Jahre später werden diese Geräte noch für etwa ein Drittel des damaligen Neupreises angeboten.

Seit über 20 Jahren im Fella-Programm

Die Entwicklung des KM 270 FP von Fella geht bis in die 1980er Jahre zurück. Die Maschine ist bis heute im Programm. In den vergangenen 20 Jahren erfuhren verschiedene Bauteile Änderungen. Optimierungen gab es im Bereich der Antriebsgruppen sowie der Schutzeinrichtungen. Außerdem wurden die Federentlastung und die Schwadleiteinrichtung verbessert. Heute steht das Frontmähwerk KM 270 mit 9 399 Euro in den Preislisten. Gebrauchte Geräte finden sich in der Technikboerse ab knapp 800 Euro. Der Mittlere Preis liegt bei 2 500 Euro. Zur Serienausrüstung gehören: Pendelbock, Schwadleiteinrichtung, Freilaufgelenkwelle, Messerschnellwechsel, stufenlose Schnitthöhenverstellung und Federentlastung.

Schneller Modellwechsel bei Pöttinger

Etwa 1995 kam Pöttinger mit dem Cat 270 auf den Markt. Das Mähwerk mit 2,65 Meter Arbeitsbreite gab es auch als Plus-Variante mit Schnitthöhenverstellung. Nachfolger des Cat 270 wurde etwa 2002 das Modell Eurocat 276. Die Preisspanne für gebrauchte Mähwerke liegt zwischen 580 und 4390 Euro. Im Durchschitt werden sie für knapp 2 200 Euro angeboten. Auch hier liegt das mittlere Alter bei 13 Jahren. Vier verstellbare Schwadscheiben gehörten zum Serienumfang. Besonders viele dieser, unter technikboerse.com angebotenen Mähwerke gibt es in Österreich.
 

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