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Anhängerspritze

Getestet: Horsch Leeb 5LT CCS Pro

Bernd Feuerborn, dlz agrarmagazin
am
25.01.2016

Mit der Leeb LT will Horsch den Markt der Anhängespritzen für mittlere Betriebe erobern. Die Redakteure des dlz agrarmagazins haben die Anhängerspritze mit 5.000 l und 4.000 l Fassungsvermögen im Einsatz getestet.

Die neuen Anhängespritze von Horsch Leeb 4 LT und 5 LT haben einen Kunststofftank. Der Tank der LT hat ein Nennvolumen von 4.000 oder 5.000 l. Das Istvolumen gibt Horsch mit 4.500 oder 5.300 l an. 500 l Frischwasser fasst der Tank zum Reinigen und Spülen. Für den Anwender können im Handwaschbehälter 15 l Klarwasser mitgenommen werden. Die Spritze kann oben oder unten angehängt werden. Beide Versionen haben ihre Liebhaber. Die Bodenfreiheit an der Achse (der Unterboden ist komplett glatt) beträgt 85 cm.

Lob und Tadel zum Horsch Leeb 5 LT

Bedienung: Die Bedienelemente zum Befüllen der Spritze sind gut zusammengezogen worden. Alles ist gut erreichbar. Die Einspülschleuse klappt leicht heraus und ist gut zugänglich. Mit dem Außenbedienterminal lassen sich alle Funktionen gut überwachen.

Fahrgestell: Mit den bis zu 2,05 m großen Reifen hat die Spritze eine große Aufstandsfläche. Praktisch: Die Achsschenkellenkung funktioniert mithilfe eines Gyroskops. Eine Verbindung zum Schlepper ist für spurgenauen Nachlauf nicht mehr notwendig.

Gestänge: Es werden Gestänge von 18 bis 42 m angeboten. Damit sollte für jeden etwas dabei sein. Mit der Gestängeführung BoomControl lässt sich auch bei hohen Fahrgeschwindigkeiten nah am Boden arbeiten.

Reinigung: Mit der kontinuierlichen Innenreinigung lassen sich die Spritzen ohne Absteigen von Schlepper schnell reinigen.

Fazit: Leeb Gestängeführung einzigartig

Mit der Horsch Leeb 5LT CCS Pro werden die Karten im Markt der Anhängespritzen mit 4.000 und 5.000 l neu gemischt. Mit der Gestängeführung BoomControl hat Horsch Leeb noch ein Alleinstellungsmerkmal, das nun im Hauptsegment in diesen Markt eingeführt wird. Preislich bewegen sich die Spritzen mit 70.000 bis 100.000 Euro immer noch im oberen Bereich. Wer mit 30 cm Abstand zur Zielfläche arbeiten will, bekommt jetzt aber preiswertere Technik angeboten als die Profispritzen, die Horsch bislang im Sortiment hatte.

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