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Ackerbau

Grubber: Mit Breite in die Tiefe

von , am
11.01.2013

Die vielseitige Einsetzbarkeit des Grubbers lässt dessen Bedeutung für den Ackerbau steigen. Folglich zeigt der Markt für diese Maschinen nach einem positiven Jahresausklang gute Tendenzen für 2013.

Den Synkro-Grubber von Pöttinger gibt es bis zu einer Arbeitsbreite von sechs Metern. © agrartechnik
Das Jahr 2012 war für die deutsche Landmaschinenindustrie - durch die gestiegenen Marktpreise für landwirtschaftliche Produkte und die günstigen Zukunftsaussichten für die Nahrungsmittelproduktion -  eines der erfolgreichsten der Geschichte. Das gilt auch für die Hersteller von Grubbern.
 
Verstärkend kommt hinzu, dass der nichtwendende Einsatz, der zur Lockerung und Krümelung des Bodens sowie zur Unkrautbekämpfung und Einarbeitung von humosen Materialien dient, immer wichtiger wird. Das liegt zum einen an den, im Vergleich zum Pflug, grundsätzlich günstigeren variablen Hektar-Kosten und zum anderen an den Kombinationsmöglichkeiten der Grubbertechnik (zum Beispiel Saatbettkombinationen oder die Anbringung an Direkt- und Mulchsaatgeräten), sowie nicht zuletzt an den sich ändernden Forderungen aus Medien und Politik (zum Beispiel in Bezug auf die Einarbeitung der Gülle). Folglich waren die Aussagen der Firmenvertreter zur Tendenz am Grubbermarkt durchweg positiv. 

Das sagen die Firmenvertreter

Annegret Guglhör von Kerner Maschinenbau erläuterte: "Die Situation auf der Verkaufsseite ist zur Zeit sehr positiv. Wir haben bis heute gute Frühkaufsgeschäfte abschließen können. Auch für die kommende Saison gehen wir von einem positiven Geschäftsverlauf aus."
Diese optimistische Grundeinschätzung ist bei allen befragten Unternehmen weitestgehend gleich. So äußerte Michael Feischl, Produktmanager bei Einböck: "Die Zahl an Geräten ist im Lauf der Jahre stetig gestiegen. Auch in den nächsten Jahren wird mit einem Anstieg in diesem Sektor gerechnet. Aktuell wird an unserem Produktionsstandort in Dorf an der Pram (Oberösterreich) in eine neue Montagehalle investiert, um auch künftig genügend Kapazitäten für das steigende Produktionsvolumen zu haben."
Rainer Krug von Kuhn erklärte: "Wir rechnen bei uns mit steigenden Verkaufszahlen bei Grubbern und Kurzscheibeneggen. Insgesamt schätzen wir die Märkte als stabil ein. Durch die Ausweitung unseres Programms mit den dazugehörigen Walzen können wir heute zudem Kunden ansprechen - zum Beispiel in reinen Ackerbaugegenden - für die wir früher nur ein eingeschränkt ansprechendes Angebot hatten. Heute bestätigen uns Lohnunternehmer und Landwirte, dass die  Qualität und Haltbarkeit unserer Zinken, Scheiben oder Schare auf höchstem Niveau ist."
 
Auch Alois Kirchmayr, Produktmanager bei Pöttinger, kann von guten Erfolgen berichten, ist aber für die Zukunft etwas zurückhaltender: "Der Grubbermarkt hat seit den letzten drei Jahren wieder mit Zuwächsen auf sich aufmerksam gemacht. Mittelfristig wird sich an diesem Verhalten kaum eine Änderung zeigen, doch werden sich die Zuwachszahlen auf ein kleineres Plus einpendeln."
 
Josef Hirtler, Vertriebsleiter bei Vogel & Noot, erklärt: "Der Grubber hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen - sowohl bei konventioneller als auch bei konservierender Bodenbearbeitung. Diese Entwicklung wird sich weiter fortsetzen, was unter anderem auf diverse Ökoprogramme zur nachhaltigen Bodenbewirtschaftung zurückzuführen ist. Gleichzeitig entwickelt sich der Grubber mehr und mehr zum Universalgerät, wobei neben der herkömmlichen Verwendung zur Stoppelbearbeitung die Saatbettbereitung immer mehr in den Vordergrund drängt."

Den vollständigen Artikel können Sie als Abonennt der dlv-Fachzeitschrift Agrartechnik hier nachlesen ...
 
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