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Umweltschutz

Gülletransport: Diese 3 Probleme müssen gelöst werden

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Julia Eder, agrarheute
am
06.10.2016

Für den Umweltschutz ist es wichtig, Gülle aus Veredlungsgebieten in Landbauregionen zu transportieren. Doch die Praxis hat noch Verbesserungsbedarf.

Problem 1: Volumen verkleinern

Gülle, Dung und Gärreste sollen aus Veredlungsgebieten in Landbauregionen mit einem hohen Nährstoffbedarf zu gelangen. Allerdings sind die Kosten dafür bislang zu hoch und die Transportlogistik zu aufwändig. Gebraucht werden daher konzentrierte Düngerprodukte, die aus den stark wasserhaltigen Substanzen hergestellt würden und ein deutlich kleineres Volumen hätten.

Problem 2: Phosphor gewinnen und Stickstoff binden

Konkrete Entwicklungswege sehen die Experten in der Gewinnung von Phosphor und insbesondere im systematischen Bewahren von pflanzenverfügbarem organischem Stickstoff. Dieser entweiche bei den zur Zeit bekannten Verfahren noch überwiegend in die Atmosphäre oder müsse - gebunden in einer Fracht - mit einem hohen Wasseranteil transportiert werden.

Problem 3: Logistik und Infrastruktur fehlen

Handlungsbedarf gibt es auch in den Bereichen Logistik und Infrastruktur. Hier sind drei Herausforderungen entscheidend:

  • Die Transportkosten müssten so niedrig sein, dass die maximale wirtschaftliche Transportdistanz mehr als 300 km betrage.
  • Die abnehmenden Landwirten brauchen genaue Angaben zum Produkt und dessen Dosierung.
  • Die Gesetzgebung muss Klarheit bei der Düngerdeklaration schaffen.

Neue Entwicklungsprozesse und Pilotprojekte seien administrativ umfassend zu begleiten, zum Beispiel durch speziell ausgerichtete Zentren und Verbünde.

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