Login
Traction-Tests

Horsch Leeb LT im Test: Landwirts Leebling?

Dieser Artikel ist zuerst in der traction erschienen.

Jetzt testen und kennenlernen - mit unseren besonderen Angeboten!

Karsten Schranz, traction
am
23.08.2016

Wer denkt, die neue Leeb LT von Horsch sei nur eine kleinere GS mit Kunststoff- statt Edelstahl-Behälter, der irrt gewaltig. traction hat sie getestet.

Als Vertreter der gezogenen Pflanzenschutztechnik schickte Horsch Leeb AS bisher nur die Baureihe GS mit Edelstahlbehälter und 6.000, 7.000 oder 8.000 Liter Fassungsvermögen ins Rennen und erreichte damit vornehmlich größere Landwirte und Lohnunternehmer. Mit kleinerem Kunststoffbehälter mit 4.000 oder 5.000 l Volumen, und nicht weniger interessanter Technik an Bord, sollen nun die Spritzen der Baureihe LT bei den mittleren und Familienbetrieben punkten. Auch wenn der Kunststoffbehälter als Neuerung sofort ins Auge sticht, wirklich Spektakuläres spielt sich im Verborgenen ab.

600 l/min und LoadSensing

Die LT arbeitet mit einer Kreiselpumpe mit 600 l/min Leistung. Eine Gelenkwelle sucht man vergebens; die komplette Spritze läuft über LoadSensing. Dafür reicht eine Hydraulikleistung des Schleppers von rund 110 l/min laut Horsch aus. Somit kuppelt man nur die Spritze an den Traktor (Unten- und Obenanhängung verfügbar) und verbindet die Hydraulikleitungen und die Elektronik – fertig. Allein der serienmäßige hydraulische Stützfuß liegt nicht im Load Sensing System, aber mit Bedacht: Soll die Spritze mal eben schnell rangiert werden, kann man hier einfacher reagieren.

Bequemes Klappen und Boom Control

In der Transportposition klappt unser getestetes 27 m Gestänge nicht zu nah an den Traktor, um diesen nicht zu verschmutzen. Das ist nicht nur bei Flüssigdünger äußerst angenehm. Die Klappung erfolgt übrigens übers Terminal und wird dort per Fingerdruck aktiviert. Schön: Der Status der Klappung wird jeweils als erfolgreich beendet markiert. Ein echtes Highlight an der Horsch Leeb LT: der Gestängeführung. Seit der Agritechnica 2013 hört diese auf den Namen Boom Control und ist heute in drei Ausbaustufen zu haben: Boom Control Eco, Boom Control Pro und Boom Control Pro Plus.

Die technischen Daten

  • Tank: 4.000, 5.000 und 6.000 l Nennvolumen; 4.500, 5.300 & 6.400 l Ist-Volumen, Polyethylen, Frischwassertank 500 l, Handwaschbehälter: 15 l, Kreiselpumpe mit 600 l/min, Kolbenpumpe mit 130 l/min zusätzlich für kontinuierliche Innen-reinigung
  • Gestänge: fünf- oder siebenteilig aus Stahl, 18 bis 42 m, 6 bis 18 Teilbreiten, 25 oder 50 cm Düsenabstand, 2, 4 oder 6 Abstandssensoren, einseitiges Anwinkeln, aktive Gestängeführung Boom Control Pro mit Parallelogramm, Pneumatikzylindern und Gyroskop
  • Maße und Gewichte: Leergewicht: 4,9 bis 5,9 t, Breite (Transport): 2,55 m, Höhe: 3,4 bis 3,55 m, Spurbreite: 1,8, 2,0, 2,25 m, Länge: 7,4 m
  • Komfortausstattung: Edelstahleinspülschleuse mit rotierender Kanisterdüse und Außenreinigung, CCS Pro für Ablaufsteuerung des Befüll- und Reinigungsprogramms
  • Preis (Liste zzgl. MwSt.): ab 70.000 Euro (Leeb 4 LT)

Den vollständigen Test lesen Sie in der traction-Ausgabe Juli/August 2016.

Im Test: Die Detailbilder der Horsch Leeb 5 LT

Auch interessant