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Ackerbau

Italien: Ackerbau extrem

von , am
25.02.2013

München - Böden mit bis zu 95 Prozent Tongehalt, trockene Sommer und Hanglagen. Das sind Bedingungen, mit denen viele italienische Landwirte zu kämpfen haben. dlz agrarmagazin-Redakteur Matthias Mumme hat zwei Betriebe besucht und einmalige Filmaufnahmen mitgebracht.

 
In Italien arbeiten Ackerbauern oft unter extrem erschwerten Bedingungen, die vor allem durch Klima, Böden und Relief diktiert werden. Grundsätzlich wird wesentlich tiefer gepflügt als in Deutschland. 30 bis 40 cm vor Mais und Weizen und 50 cm vor Zuckerrüben sind nicht ungewöhnlich. Der Grund: Den Boden, der stellenweise bis zu 95 Prozent Tonanteil aufweist, muss für die punktuell hohen Niederschlagsmengen im Spätsommer und Frühherbst aufnahmefähig gemacht werden. Ohne diese Bearbeitung käme es in der Poebene stellenweise zu extrem starken Überschwemmungen. In der Toskana hingegen würde das Regenwasser angesichts der extremen Hangneigungen zu schnell abfließen und in den höheren Hanglagen nicht in tiefere Bodenschichten vordringen. Dort wo der Bodenbesser aufnahmefähig ist, also auch leichteren Standorten, wird hingegen zunehmend auf den Pflug verzichtet um Erosion entgegenzuwirken.

Viel PS im Einsatz

Die schweren Böden, immensen Steigungen und großen Bearbeitungstiefen verlangen nach hohen PS-Leistungen. So wundert es kaum, dass vor den drei- oder vierscharigen Onland-Pflügen häufig Raupenschlepper mit 350 und mehr PS zu sehen sind. Mit 75 Prozent ist Challenger nach eigenen Angaben in Italien Marktführer in diesem Segment. Die Traktoren können auf den trockenen Böden schlupffrei arbeiten und sind wesentlich wendiger als Knicklenker oder knickgelenkte Raupenschlepper. Da die Schlepper häufig nur 400 bis 600 Stunden pro Jahr auf die Uhr bekommen und sich kaum amortisieren würden, gibt es als Finanzierungshilfe regionale Förderprogramme.

Tolle Filmaufnahmen

Matthias Mumme hatte bei seinem Besuch in der Poebene und der Toskana die Videokamera im Gepäck und konnte einmalige Einsatz- und Landschaftsaufnahmen mitbringen. Sie zeigen sehr gut die extremen Bedingungen unter denen vor Ort gearbeitet wird, aber auch wie die gelben Kraftpakete von Challenger beim Tiefpflügen voll und ganz in ihrem Element sind. Weiterhin gibt es High-Tech "Made in Germany" zu sehen, die sich in Italien völlig anderen Herausforderungen stellen muss ist als in Deutschland.
 
Den vollständigen Beitrag lesen Sie im dlz Agrarmagazin März 2013.
 

Italien - Ackerbau extrem (Teil 2: Toakana)

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