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Betriebsreportage

Klostergut Winningen: Amerika in Sachsen-Anhalt

Dieser Artikel ist zuerst in der traction erschienen.

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Matthias Mumme, traction
am
12.05.2016

Nordamerikanische Verhältnisse findet man in der Gegend um Aschersleben. Ein Grund dafür ist der Maschinenpark vom Klostergut Winningen im östlichen Harzvorland.

Vier Rotormähdrescher und ein Schüttlermähdrescher mit 10,7 m breiten Vorsätzen erntet einen 200-ha-Schlag ab und kämpfen sich durch das Lagergetreide. Arthur Strudel überwacht alles. "Wir haben in den vergangenen Tagen einige starke Unwetter bekommen und mussten deswegen auch die Rapsernte unterbrechen", erklärt der 36-jährige Landwirt. Einen der Mähdrescher, einen neuen S685i mit Raupenfahrwerk, steuert sein 14-jähriger Sohn Philipp.

Strudel übernahm 2004 gemeinsam mit seinem Vater das Klostergut Winningen samt Anwesen und zugehöriger Kirche. Der Betrieb im östlichen Harzvorland mit gut 2.000 ha Fläche wird ohne Pflug bewirtschaftet.

Langes Gespann

Bei der Sätechnik setzt Strudel auf eine 8,0 m breite Horsch Pronto SW mit Doppelscheibenscharen und einer Kurzscheibenegge als Vorwerkzeug. Säwagen und Kurzscheibenegge samt Säschiene sind getrennt. Dadurch wird das Gespann zwar ziemlich lang, aber der Füllstand im immerhin 12.000 l fassenden Vorratsbehälter für Saatgut und Dünger beeinflusst dafür die Arbeit der Vorwerkzeuge und die Ablagetiefe nicht.

47.000 l Getreide im Anhang

Zur Rapsaussaat ist ein Steiger 450 vorgespannt. Der zieht ansonsten hauptsächlich die 12 m breite Lemken Heliodor-Kurzscheibenegge und den Überladewagen Grain Storm 1326 von J&M Manufacturing aus den USA. Ein seltener Anblick in Deutschland. Gewaltige 47.000 l fasst der Bunker; das bringt im Weizen mit Aufsatz bis zu 36 t Nutzlast.

Mehr über das Klostergut Winningen und den Fuhrpark lesen Sie in der traction-Ausgabe Mai/Juni 2016.

 

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