Login
dlz-Fahrbericht

Krone AX HD im Test: Oben offen für Gras und Mais

Krone AX 280 HD Prototyp mit Lamborghini Traktor
Bernd Feuerborn, dlz agrarmagazin
am
12.12.2016

Den Krone AX gibt es jetzt mit Häckselaufbau. Wie er sich vom bekannten AX unterscheidet und was noch neu ist, hat die dlz im Praxiseinsatz herausgefunden.

Krone hat nun zwei Ladewagenbaureihen mit dem Kürzel AX im Programm. Die bekannte Baureihe haben wir im März 2014 vorgestellt. Damals hatten wir einen AX 310 GD im Test. GD steht für Ganzstahlaufbau mit Dosierwalzen. Daneben gibt es die bisherige Baureihe von 25 bis 31 m3 DIN-Ladevolumen auch ohne Dosierwalzen und als FD beziehungsweise FL mit Faltgatteraufbau mit oder ohne Dosierwalzen.

Jetzt auch zum Häckseln

Die neue AX-Generation mit 28 und 31 m³ Ladevolumen bietet Krone jetzt auch mit Häckselaufbau an – dann mit dem Kürzel HL (ohne Dosierwalzen) beziehungsweise HD (mit Dosierwalzen). Durch den Häckselaufbau lässt sich der AX noch flexibler einsetzen. Neben der Grasernte mit Pick-up und Schneidrotor lässt er sich jetzt auch in der Maisernte neben dem Häcksler einsetzen. Dann schleppt man statt Nutzlast das Ladeorgan mit, lastet aber den Ladewagen aus, statt in einen Kipper zu investieren.

Geschlossener Hauptrahmen und breite Reifen

Um den gestiegenen Anforderungen für die Gras- und Maisernte gewachsen zu sein, verstärkten die Ingenieure aus Spelle den Rahmen. Positiv: Der Hauptrahmen ist nun geschlossen; so bleibt kein Futter mehr im Rahmen hängen. Da auch die Haube über dem Schneidrotor und die Kotflügel abgeschrägt wurden, kann sich kaum Material aufbauen. Gibt es beim klassischen Ladewagen noch Querbügel, welche die Schüre über dem Laderaum halten, bleibt der nun verstärkte Aufbau oben offen. So kann der Häcksler sein Erntegut problemlos auf den Doppelzweckwagen blasen. Sollte der Wagen von vorne befüllt werden (zum Beispiel beim Anhäckseln), lässt sich der obere Teil der vorderen Bordwand hydraulisch abklappen.

Die drei Achsvarianten ließen sich früher mit maximal 620/40 R 22.5 Reifen bestücken. Nun sind maximal 710/40 R 22.5 möglich. Damit steht der AX nicht nur etwas breiter, sondern ist auch bodenschonender unterwegs. Neben einer ungelenkten Variante gibt es ein gefedertes Verbundaggregat mit nachlaufgelenkter Hinterachse. Wir hatten das Tandemaggregat mit hydraulischem Ausgleich verbaut. Dann sind die vordere und die hintere Achse über einen Ölkreislauf verbunden.

Bewährter Schneidrotor, überarbeitete Pick-up

Der 1,47 m breite Rotor hat einen Durchmesser von 76 cm und ist ein Bekannter aus der Vorgängerserie. Die Hardoxauflagen verstärken die 25 mm breiten Zinken. Sie wendeln sich in sechs Reihen um die Achse. Das Schneidwerk hat 32 Messer und ist mit einer zentralen Messerschaltung (0 – 16 – 16 – 32) versehen. Mit maximal 32 Messern schneidet das Aggregat Gras auf eine theoretische Schnittlänge von 45 mm. Wer es nicht so kurz braucht, kann mit je 16 Messern (90 mm Länge) doppelt so lange fahren, bis geschliffen werden muss.

Um den Rotor optimal mit Futter zu versorgen, wurde die 1,80 m breite Pick-up überarbeitet. Die Zinken sind weiterhin ungesteuert, aber nun in W-Form angeordnet. Das soll das Futter gleichmäßiger auf die gesamte Rotorbreite verteilen. Zudem sind die Drehmomentspitzen geringer, da nie alle Zinken einer Reihe im Eingriff sind.

Abgesenkter Kratzboden

Um das Musen gerade bei trockenem Futter zu verringern, ist der Kratzboden, wie gehabt, nach vorne um 100 mm abgesenkt. So wird weniger Kraft für den Rotor benötigt, da das Futter leichter auf den Kratzboden gelangt. Letzterer ist zweigeteilt und hat vier Ketten aus 10-mm-Rundstahl. Der Antrieb des Bodens erfolgt hydraulisch.

Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin Dezember 2016 erschienen.

Ladewagen wird Häckselwagen: Krone-AX-Test in Bildern

Krone AX 280 im Test
Pick-up des Krone AX 280
Rotor des Krone AX 280
Kratzboden des Krone AX 280
Fahrwerk des Krone AX 280
Heckklappe des Krone AX 280
Krone Alpha-Terminal
Auch interessant