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Ernte und Transport

Landtechnik mit Umsicht einsetzen

von , am
29.08.2013

Landtechnik auf deutschen Straßen wird von der Bevölkerung oft als Belästigung empfunden. Die Verbände werben für mehr Akzeptanz und geben Hinweise zum umsichtigen Transport.

Die Landtechnikproduktion in Deutschland war bis Juni 2015 um neun Prozent kleiner als im letzten Jahr. © Werkbild
Der Bundesverband Lohnunternehmen (BLU), Bundesverband der Maschinenringe (BMR) und Deutscher Bauernverband (DBV) appellieren an Halter und Nutzer von Landtechnik, umsichtig und schonend zu fahren, um die Akzeptanz von moderner Landtechnik in der Bevölkerung zu erhalten. Sie empfehlen weniger Geschwindigkeit. Dadurch werde der Geräuschpegel deutlich reduziert und ein wesentlicher "Störfaktor" für die Anlieger entschärft.
 
 
 
Bei der Maisernte und insbesondere bei Transporten zu Biogasanlagen steigt die Transportfrequenz. Hier gelte der Grundsatz: Rechtzeitig bei den Anwohnern um Verständnis werben und möglichst frühzeitig über erhöhten Straßenverkehr informieren. Versammlungen, Infoabende, Tage der offenen Tür usw. sind eine sehr gute Möglichkeit im Vorfeld.
 

Breitreifen sind lauter

Um den Druck auf den Ackerboden zu minimieren und den Boden schonend zu bearbeiten, sind die Transportgespanne in der Regel mit großvolumiger Bereifung und niedrigem Innendruck ausgestattet. Diese Bereifung habe auf der Straße dann allerdings eine höhere Geräuschentwicklung zur Folge, die Abrollgeräusche sind deutlich lauter als bei einem LKW mit vergleichbarer Fahrgeschwindigkeit. Mit einer Breitbereifung seien auch Fahrzeugbreiten von drei Meter keine Seltenheit. Hier sei besondere Rücksichtnahme auf die Begegnung mit anderen Verkehrsteilnehmern angesagt. Die breiten und wuchtigen Reifen wirken nach Ansicht der Verbände auf viele Mitbürger bedrohlich und gefährlich.
 

Ladung sichern, Straßen reinigen

Der Fahrer ist laut Straßenverkehrsgesetzgebung dafür verantwortlich, dass er kein Erntegut verliert. Im Zweifel muss die Ladung abgedeckt werden. Aber auch langsameres Fahren oder das Vermeiden von Überladungen sorgen für saubere Straßen und weniger Ärger. Ebenso wichtig seien bei entsprechenden Witterungsbedingungen Vorbereitungen zur Straßenreinigung, z. B. durch Bereitstellung einer Kehrmaschine. So kann schnell auf eine mögliche Verschmutzung der Fahrbahn an den Ausfahrten von beernteten Feldern reagiert werden. Sowohl Ladungssicherung als auch Reinigung verschmutzter Straßen sind auch nach der Straßenverkehrsgesetzgebung ein Muss.
 
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