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Ernte und Transport

Landwirte kauften weniger Mähdrescher und Ballenpressen

© Werkbild
von , am
17.09.2014

Die deutschen Landwirte und Lohnunternehmer haben in der vergangenen Saison weniger in neue Mähdrescher und Ballenpressen investiert als in den vergangenen drei Jahren.

Weizenernte 2014/2015: Sie könnte die Rekord von 2013/2014 brechen. © José16/fotolia.com
Wie der VDMA Landtechnik mitteilt, wurden bis Ende August insgesamt 1.865 Mähdrescher und 2.144 Ballenpressen verkauft. Der Mähdreschermarkt blieb damit um fünf Prozent unter dem Durchschnittsniveau der letzten fünf Jahre. Bei Ballenpressen wurde das langjährige Mittel erreicht, wobei das Produktsegment der Großpackenpressen zuletzt ein überdurchschnittlich hohes Gewicht erhalten hat.

Niedrige Preise drücken Investitionsstimmung

"Normalerweise beobachten wir im Falle schwieriger Erntebedingungen einen steigenden Bedarf an Neumaschinen bis zur letzten Minute", resümiert Helmut Korthöber, Vorsitzender der VDMA-Produktgruppe für Erntetechnik, seine Erfahrungen.
 
Trotz teilweise sehr knapper Erntezeitfenster blieb dieser Nachfrageschub in diesem Jahr jedoch aus. "Damit haben die fallenden Preise für Getreide und Ölsaaten bereits ihre Spuren hinterlassen", folgert Korthöber. Angesichts der geernteten Rekordmengen und der damit einhergehenden Beanspruchung der Maschinen gehen die Hersteller wieder von einem etwas höheren Ersatzbeschaffungsbedarf für die kommende Saison aus.

Deutz-Fahr C7206 Mähdrescher im AGRARTECHNIK-Maschinentest

 
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