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traction-Tests

Lely Welger CB: Viertakter für Non-Stop-Ballen im Test

Dieser Artikel ist zuerst in der traction erschienen.

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Lely CB breit
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Matthias Mumme, traction
am
16.12.2016

2017 soll die Non-Stop-Rundballenpresse CB von Lely in die Vorserie gehen. Die traction hat sich beim Strohpressen angeschaut, wie die komplexe Technik funktioniert.

Lange Entwicklungszeit

Die Idee, zwei Ballen im Non-Stop-Verfahren mit nur einem Riemen zu pressen, klingt genial einfach. Doch wie so oft steckt der Teufel im Detail. Daher benötigten die Ingenieure von Lely und dem US-amerikanischen Technikpartner Vermeer gute sechs Jahre bis zum heutigen Stand der Technik. Wie das komplexe System aus Kammer, Riemen, Schwingen und Heckklappe funktioniert, haben sich die traction-Testredakteure beim Strohpressen näher angeschaut.

Drehbare Kammer

Lely CB Kammer

Die Lely Welger CB kann grundsätzlich stufenlos Ballen mit einem Durchmesser von 1,0 bis 1,80 m pressen. Dafür kommt ein breiter Endlosriemen zum Einsatz, der mit 22 m gut doppelt so lang ist wie in konventionellen Rundballenpressen – schließlich muss er ja zwei Ballen gleichzeitig aufnehmen können. Kern des Konzepts ist daneben eine Kammer, die aus zwei drehbaren Discs als Seitenwände besteht. Diese werden von zwei so genannten Disc-Armen gedreht, pro Ballen um 180 Grad. Dabei spielen auch zwei Discwalzenpaare eine Rolle, die im vorderen Bereich die Kammer für den neuen Ballen bilden, während sie hinten über eine Riemenschleife den fertigen Ballen zum Abbinden und Auswerfen halten.

Komplexe Steuerung

Lely CB Seite

Der Ballenaufbau im vorderen Bereich erfolgt in drei Schritten, wobei die Disc-Seitenwände jeweils um 40, nochmals 40 und schließlich um 80 Grad gedreht werden. Alle Schritte erfolgen angesichts der Komplexität des Systems natürlich automatisch. Für die genaue und synchrone Drehung der Discs kommen zwei seitliche Encoder als Sensoren zum Einsatz, dazu wird die Wegstrecke über einen Radsensor ermittelt. Zusätzlich werden Pressdruck und Auslenkung der Arme und Schwingen erfasst. Über eine Home-Position kann man jedoch von jedem Arbeitsschritt aus in die Grundstellung zurückkommen  - beispielsweise bei Störungen. Kleine Ballen am Ende eines Arbeitstages oder Feldes lassen sich manuell bzw. halbautomatisch binden und auswerfen.

Störungsfreier Einsatz

Lely CB Einsatz

In Testeinsätzen machten Nullserienmaschinen der Welger CB laut Lely mehr als 25.000 Ballen ohne größere technische Probleme. Dabei hakte es wohl häufiger bei der Elektronik als bei der Hardware – obwohl man angesichts der vielen beweglichen Teile einen hohen Verschleiß vermuten würde.

Im Bereich Pickup, Rotor und Schneidwerk setzt Lely übrigens auf bewährte Technik aus den eigenen Rundballenpressen-Baureihen, während die in der Heckklappe untergebrachte Bindung von Vermeer kommt. Für die Steuerung der Schwingen, Arme und sonstiger Hydraulikfunktionen haben die Ingenieure jedoch einen eigenen Hydraulikkreislauf mit 70 l großem Tank und links am Eingangs- und  Verteilergetriebe angebrachter Ölpumpe integriert.

Den ausführlichen Fahrbericht mit allen Details lesen Sie in traction-Ausgabe November/Dezember 2016.

Non-Stop-Pressen: Die Bilder zum Test der Lely Welger CB

Lely Welger CB auf Weizenstroh
Aufgeklappte Lely Welger CB
Hydrauliktank der Lely Welger CB
Manometer an der Lely Welger CB
Pick-up der Lely Welger CB
Rotor der Lely Welger CB
Messer der Lely Welger CB
Netz an der Lely Welger CB
Lely Welger CB wirft Ballen aus
Lely Welger CB auf Weizenstroh mit ausgeworfenem Rundballen
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