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Ernte und Transport

Meilensteine 2013: Innovationen rund um den Schwader

von , am
23.10.2013

Geht es um Technik für die Futterernte, fällt der Name Kuhn seit jeher stets als einer der ersten. Die Aktivitäten in diesem Bereich reichen bis in die Gründungszeit des Unternehmens im 19. Jahrhundert zurück. Schwader stellen seit etwa 100 Jahren ein wichtiges Element in der Kuhn-Futtererntekette dar.

 
Kuhn hat im Laufe der Zeit alle technischen Entwicklungen bei der Futtererntetechnik begleitet und ist für einige Innovationen auch selber verantwortlich. Besonders gilt dies für die Einführung der ersten Kreiselschwader Ende der 1960er Jahre. Das Rotationsprinzip hält in dieser Epoche nicht nur bei den Schwadern Einzug, neue Scheibenmäher, Mähknickzetter und Kreiselheuer prägen ebenso die Zeit. Im Rahmen der großen Mechanisierungswelle sowie der Konsolidierung der landwirtschaftlichen Strukturen war die Nachfrage nach leistungsfähigeren Maschinen enorm.

Mit dem Giro in neue Märkte

Der Produktname "Giro", der schon den ersten Kuhn Kreiselschwadernersten einen Namen gab, ist abgeleitet aus dem griechischen Ausdruck "gyros", was für Kreis steht. Kuhn bringt 1969 mit den GA 230 und GA 280 mit sechs bzw. acht Zinkenarmen die ersten Kreiselschwader auf den Markt. Deren Zinkenarme werden bereits über eine Kurvenbahn gesteuert. Ein geschlossenes Ölbadgetriebe zählt ebenso zur Standardausrüstung. Bei dem Eintritt Kuhns in neue europäische sowie in den 70er und 80er Jahren in den nordamerikanischen Markt werden die Schwader zu wichtigen Botschaftern der Innovationsfähigkeit des Unternehmens.

Neue Anordnung der Zinkenarme

Eine große Neuerung folgt im Herbst 1977 mit der Einführung des Zweikreisel- Seitenschwaders GA 402. Es ist der erste Schwader mit tangential und nicht radial angeordneten Zinkenarmen. Eine kleine Revolution, mit der Kuhn in Bezug auf Qualität der Recharbeit, Schwadablage und Arbeitsgeschwindigkeit in neue Dimensionen vorstößt. Doch die Kuhn-Ingenieure geben sich damit nicht zufrieden: 1988 werden die bis heute prägenden doppelt gekröpften Zinkenarme zum Patent angemeldet. Diese bewegen nicht nur das gesamte Mähgut ohne jegliche Verluste, sondern sorgen auch für besonders voluminöse Schwade, ohne deren Struktur zu beschädigen. Auch in den 1990er Jahren hält Kuhn weitere Innovationen bereit: Ab 1993 sind die Schwadformer über ein Parallelogramm aufgehängt.

Das patentierte Masterdrive-Getriebe

Das patentierte zweistufige Masterdrive- Getriebe mit seiner stirnseitigen Kraftübertragung zum Kreiselrad folgt zwei Jahre später, als der GA 4511 auf dem Markt ankommt. Es hält weit höheren Belastungen Stand als herkömmliche Antriebe - eine Notwendigkeit im Zuge der immer größer werdenden Arbeitsbreiten und Kreisel. Die zusätzliche Stabilität überzeugt vor allem die Käufer von Zweikreisel- Seitenschwadern, deren hintere Kreisel eine hohe Futtermenge bewältigen müssen. Für Arbeitsbreiten ab 8,5 Meter entwickelt KUHN in den 2000er Jahren einen hydraulischen Antrieb der Kreisel bei Großschwadern, der durch eine hohe Laufruhe und einen verschleißfreien Kreiselantrieb besticht. Das aufwendige tägliche Abschmieren der Gelenkwellen entfällt und die Wartung wird auf ein Minimum reduziert.

Bandschwader für mehr Vielseitigkeit

Heute besteht die größte Herausforderung darin, Landwirten und Lohnunternehmern weltweit Maschinen anzubieten, die genau auf ihre regionalen und betrieblichen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Als Weltmarktführer bei der Futtererntetechnik antwortet Kuhn mit einer breit aufgestellten Palette im Bereich der Ein-, Zwei- und Vierkreiselschwader. Außerdem wurde mit dem Merge Maxx 900 Bandschwader eine Maschine vorgestellt, die durch ihre Vielseitigkeit, die schonende Futteraufnahme und die lockere Ablage des Erntegutes über ein Band speziell in der Energiepflanzenernte neue Maßstäbe setzt. 2013 wird zur Agritechnica mit drei neuen Modellen ein weiteres Kapitel in der langen Geschichte der Kuhn-Schwader aufgeschlagen. Alle Schwader von KUHN - vom Einkreiselschwader, bis zum Vierkreisel- und Bandschwader haben das Ziel, die Futterqualität durch Grasnarbenschonung, durch hohe Rechqualität und durch eine lockere Schwadablage zu verbessern und zu helfen, hohe Milchleistungen aus dem Grundfutter zu erzielen.
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