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Ernte und Transport

Neuer ROPA-Rübenroder Tiger 5 mit mehr Wankstabilität

© Werkbild
von , am
20.11.2014

Erstmals präsentierte ROPA in Deutschland seinen 3-achsigen Rübenroder Tiger 5. Für eine bessere Wankstabilisierung ist in ihm ein neuartiges Fahrwerk mit einer Pendelvorderachse und zwei hydraulisch gelagerten Hinterachsen umgesetzt.

Der neue Tiger 5 von Ropa mit Hangausgleich, breiterem Entladeband, stufenlosem Getriebe und breiterer Bereifung. © Werkbild
Speziell für den Tiger 5 hat ROPA ein neues Fahrwerkskonzept entwickelt. In dem 3-achsigen Rübenroder sorgt eine Pendelvorderachse in Verbindung mit 2 hydraulisch gelagerten Hinterachsen für mehr Wankstabilität. Gegenüber bisherigen Fahrwerken von 3-achsigen Rübenrodern reduziert sich das Wanken der Maschine auf ein Drittel. Grund dafür ist die hydraulische Verbindung der Stabilisierungszylinder an Vorder- und Hinterachsen einer Seite, so dass Bodenunebenheiten an einem Rad in der Höhendifferenz nur zu 33 Prozent auf den Rahmen wirken.
 
Durch die Reduktion des Wankens am Chassis verbessert sich gleichzeitig die Reihen- und Tiefenführung des Rodevorsatzes, da der Rahmen ausgemittelt zur Stellung der drei Achsen steht. Durch die hydraulische Verbindung der Achsen verteilt sich die Last immer konstant gleich.

Bis zu 10 Prozent Hangausgleich

Einzigartig unter den 3-achsigen Rübenrodern ist auch der automatische Hangausgleich mittels sechs Hydraulikzylinder und Sensorik. Das komplette Fahrzeug wird bis zu 10 Prozent zum Hang hin geneigt und dadurch waagrecht gehalten, das Rodeaggregat führt sich selbst durch Abtastung der Bodenoberfläche. Die Hangstabilität steigt enorm, in extremen Situationen kann der Tiger trotz höherem Bunker selbst dort noch stabil gehalten werden, wo andere Roder bereits umkippen würden. Darüber hinaus erhöht sich der Fahrkomfort, da der Fahrer in einer aufrechten Sitzposition verbleibt, und nicht aus dem Sitz zu rutschen droht.

Neuer Mercedes Motor mit 15,6 Liter Hubraum

Der 6-Zylinder-Reihenmotor von Mercedes Benz verleiht dem Tiger 5 626 PS mit 15,6 Liter Hubraum mit AdBlue und SCR KAT euro-Mot 4 final. Eigens für den Tiger 5 wurde ein neuer stufenloser Fahrantrieb entwickelt, der aus drei Ölmotoren auf einem Summierungsgetriebe besteht. Im Rodemodus ist der Tiger 5 auf 18 km/h elektronisch begrenzt, bei Straßenfahrt fährt der Tiger stufenlos und spritzig von 0 bis 40 km/h ohne Schaltvorgang und Zugkraftunterbrechung. Die Maximalgeschwindigkeit von 40 km/h erreicht der Tiger 5 bereits bei 1.195 1/min. Im Feld kann bereits bei einer Rodedrehzahl von nur 1.175 1/min gerodet werden. 

Direkte Kraftübertragung mit Kardanwellen

Als Alleinstellungsmerkmal unter allen 3-Achsern hat der Tiger eine direkte Kraftübertragung mittels geradlinig verlaufender Kardanwellen vom Fahrantrieb auf die beiden Hinterachsen und die Vorderachse. Dies unterstützt die Traktion bei wechselnden oder schwierigen Boden- und Rodebedingungen. Vor- oder Nacheilung zwischen den Achsen wird dadurch ausgeschlossen.

Extralanges Entladeband - schnelle Bunkerentleerung

Das neue extralange Entladeband befindet sich über den beiden Hinterachsen und ist aufgrund der höheren Bereifung höher angehängt. Dies soll das Überladen auf nebenherfahrende Anhänger erleichtern, da die Übergabe flacher erfolgt. Es ist 3-fach klappbar und 2000 mm breit - für ein noch einfacheres Anlegen von 10 Meter breiten Mieten oder problemloses Überladen auf Anhänger. Schonende gummierte Mitnehmerfinger sollen hohe Förderleistungen garantieren bei kurzen Entladezeiten von 50 Sekunden bei vollem Rübenbunker.  Die Ertragserfassung erfolgt über zwei Ultraschallsensoren, welche die Bunkerladungen aufsummieren und in die Schlagdatenbank abspeichern. Der Daten-Export ist über ISO-BUS möglich.

Neues Kabinen und Bedienkonzept

Der Tiger 5 präsentiert sich mit gesteigerter Rundumsicht. © Werkbild
Der Hersteller präsentiert im Tiger 5 ein neues Kabinendesign mit verbesserter Kabinenlagerung auf Hydrobuchsen. Ein großes 12,1 Zoll Touchdisplay mit WLan Schnittstelle bildet die Informations- und Kommandozentrale der Maschine. Die Bedienung erfolgt Dual, wahlweise per Fingertip am Touch-Display oder per Drehen und Drücken an den "R-Select" und "R-Direct" Drehknöpfen, welche auf der neu konzipierten Bedienkonsole im Griffradius des Multifunktionsjoystick angeordnet sind.
 
Die schlanke Bedienkonsole am Fahrerplatz bietet zahlreiche Verstellmöglichkeiten für eine ergonomische und bequeme Sitzposition, bei zugleich gesteigerter Rundumsicht und serienmäßiger Sitzheizung im Komfortluftsitz. Extrem Leistungsstarke Voll-LED Arbeitsscheinwerfer machen die Nacht zum Tag.

Mehr Bodenaufstandsfläche für nachhaltigen Bodenschutz

Durch die vergrößerte und bodenschonende Bereifung wirkt der neue Tiger gewaltig groß. Die neuen 800/70 R38 Ultraflex Reifen auf der Vorderachse und die 1050/50 R32 Michelin MegaXBib Reifen auf den Hinterachse sollen nachhaltige Bodenschonung ermöglichen selbst bei vollem über 43 m³ / 30 to fassenden Rübenbunker. Der Ackerboden werde damit geschont bei zugleich verbesserten Dämpfungseigenschaften.
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