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Neuheit Holmer Terra Dos 5

Der neueste Zuckerrübenroder von Holmer

Der Terra Dos 5 geht in die 5. Generation und wurde nochmals kräftig überarbeitet. Vor allem rund um den Fahrer hat sich viel verbessert. Das Fahrzeug ist als zwei- und dreiachsige Variante erhältlich, als Terra Dos 5-30 und Terra Dos 5-40. Die Leistung von 652 PS erzeugt ein Motor von MTU.
am Mittwoch, 05.10.2022 - 08:00 (Jetzt kommentieren)

Holmer stellt seinen neuesten Zuckerrübenvollernter vor. Viel Neues steckt in dem Terra Dos 5, der erstmals auf der Sima in Paris einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt wird. Die Maschine mit über 650 PS kann bis zu 100 Tonnen pro Stunde ernten.

Eine neues Display und eine intuitive Bedienlogik sollen es dem Fahrer in der größeren Kabine mit Fußbodenheizung leichter machen den Terra Dos 5 zu bedienen.

Der Holmer-Roder ist als zwei- und dreiachsige Variante erhältlich, als Terra Dos 5-30 und Terra Dos 5-40. Bewährte Komponenten aus dem Vorgängermodell Terra Dos T4 wurden übernommen oder verbessert. Beide Modelle werden von einem MTU-Motor mit 652 PS / 480 kW angetrieben, der einen spezifischen Verbrauch von nur 190 g/kWh hat.

Der Terra Dos 5 soll eine Lösung für die fünf größten Herausforderungen bei der Zuckerrübenernte der Zukunft bieten: Fahrerknappheit, steigende Kosten, schwierige Erntebedingungen, Nachhaltigkeit und Digitalisierung.

Fahrer in den Mittelpunkt

Auf der rechten Armlehne ist die Bedienung für die Entladung angeordnet, so lässt sich die Miete ohne große Verrenkungen anlegen. Besonders, wenn alle Funktionen abgespeichert sind und die Automatik aktiviert wird.

Dem Problem der Fahrerknappheit begegnet Holmer, indem das Unternehmen den Fahrer konsequent in den Mittelpunkt der Entwicklungen stellte, insbesondere bei der Gestaltung der Kabine. Die Beleuchtung mit LED-Streifen statt Scheinwerfern hat insgesamt 22.785 Lumen und wurde eigens für die Holmer-Kabine entwickelt. Sie soll ein ermüdungsfreies und entspanntes Arbeiten ohne Blenden garantieren. Wissenschaftliche Untersuchungen zu verschiedenen Fahrergrößen, Sitz- und Bedienpositionen bestimmten die Gestaltung des Arbeitsplatzes. Die Kabine wurde um 18 cm verlängert, die Bedienelemente auf das Wesentliche reduziert und ergonomisch angeordnet.

Im Mittelpunkt der Neuentwicklung steht die Benutzeroberfläche auf dem Hauptdisplay als Schaltzentrale des Fahrers. Hier sind die Informationen bewusst reduziert worden, um dem Fahrer schnell und einfach die wichtigsten Maschinenparameter zur Verfügung zu stellen. Die Anzeige ist angelehnt an bekannte Formate aus dem Automobil- und Smartphonebereich, um einen schnellen Wiedererkennungswert und eine intuitive Bedienbarkeit zu schaffen. Zusätzlich werden Maschineneinstellungen durch farbig kodierte Informationsleisten interpretiert.

Eine Fußbodenheizung für kalte Arbeitstage, ein integrierter Staubsauger sowie eine überarbeitete Kabinenplattform mit neuem Aufstieg für ein größeres Platzangebot schaffen ein angenehmes Arbeitsumfeld.

Mehr Leistung, weniger Kosten

Entblatter, Köpfer und Rodeaggregat wurden noch mal auf mehr Leistung optimiert. Die Reinigungskapazität konnte noch mal um 7,5 Prozent vergrößert werden. Gleichzeitig konnten die Ersatzteilkosten bei den Siebsternzinken um 15 Prozent gesenkt werden. Sie lassen sich jetzt einzeln austauschen.

Das Wartungsintervall des Dieselmotors wurde von 500 h auf 750 h angehoben. Das Hydrauliköl wird beim Terra Dos 5 durch Sensoren überwacht. So reduziert sich die Wartung der Hydraulikfilter und der Ölverbrauch durch einen weniger häufigen Tausch. Als erster Rübenroder kann der Terra Dos 5 mit Bio-Hydrauliköl von Panolin befüllt werden. Weniger Ölwechsel, eine schnellere biologische Abbaubarkeit zum Schutz der Umwelt und die Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks um 8.100 kg CO₂ in 10.000 Motorstunden überzeugen. Wartungskosten sollen um rund 1,40 Euro pro Betriebsstunde sinken.

Die Reinigung verfügt jetzt über geschmiedete Siebsternzinken, die einzeln getauscht werden können, was die Ersatzteilkosten um 15 Prozent senken soll. Die Elevatorantriebsräder wurden mit verschleißarmen Hardox-Fingern bestückt. Auch die Kratzbodenplatten und die Verschleißplatten im Kettenlauf des Bunkers sind nun aus Hardox. Im gesamten Fahrzeug wurden zudem Bauteile für noch mehr Langlebigkeit verstärkt. Der neue HS-Schlegler wurde gewichtsoptimiert, hat eine geändert Haubengeometrie, um ein besseres Saugen bei trockenen Blättern zu erzeugen.

Der HR-Roder verfügt über einen längsverstellbaren Zwangseinzug zur Verbesserung des Rübenflusses bei hohem Unkrautbesatz und einen parallel verstellbaren Walzentisch, was eine optimale Anpassung gerade bei schwierigen Rodebedingungen ermöglichen soll. Die größeren Tasträder mit 850 mm garantieren eine bessere Tiefenführung bei nassen Bedingungen.

Die Reinigungsfläche der Siebsterne wurde um 7,5 Prozent erhöht, um höhere Kapazitäten aufnehmen zu können und den Rübenfluss zu verbessern. Die druck- und drehzahlgesteuerte, sich selbst anpassende Reinigung soll einen gleichmäßigen Lauf gewährleisten und auch bei sehr geringen Drehzahlen ein Verstopfen verhindern, was zur Schonung der Rüben bei gleichzeitiger Fahrerentlastung beiträgt.

Digtal vernetzt

Im Bunker sind die wichtigsten Verschleißteile nun aus Hardox-Stahl. Die Kabine hat keine Arbeitsscheinwerfer mehr, sondern Lichtbänder, die das Arbeitsumfeld gleichmäßiger und blendfreier ausleuchten.

Der Terra Dos 5 ist digital vernetzt mit der online-Plattform myHOLMER. Hier behalten Maschinenbesitzer den Überblick über alle Informationen rund um ihre Maschine – egal ob Betriebsanleitungen, Ersatzteilbestellungen, Livedaten von Maschinenparametern, Statistikdaten zu den einzelnen Tagen und eine Navigationsfunktion direkt zum Standort der Maschine. Die Plattform verfügt auch über einen Fernwartungszugriff für den Kundendienst und erlaubt so einen schnelleren und zielgerichteten Service.

Alle Daten werden auf einer Cloud in Deutschland gespeichert und sind vor dem Zugriff Dritter gesichert. Über die Datendrehscheibe agrirouter können die erhobenen live-Telemetriedaten an verschiedene Farmmanagementsysteme weitergeben und dort verarbeitet werden. Durch diese vernetzte Digitalisierung erleichtert der Terra Dos 5 die Verwaltung des Maschinenparks für die Betreiber.

Der Terra Dos 5 kann ab sofort für die Rodesaison 2023 bestellt werden.

Mit Material von Holmer
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