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Erntelogistik

Non-Stop: 4 Tipps für eine lückenlose Erntekette

Dr. Andrea Feiffer/Andreas Holzhammer/Julia Eder
am
30.06.2016

Um Mähdrescher optimal auszulasten, muss die komplette Transportkette vom Acker ins Lager reibungslos funktionieren. Mit diesen Tipps des dlz agrarmagazins gelingt das.

Tipp 1: Genug Wagen vorhalten

Die Anzahl der Transportzüge errechnet sich aus der Ernteleistung des Mähdreschers, der Feld-Hof-Entfernung, der zum Abladen benötigten Zeit und der Nutzlast, die mit jedem Zug bewegt wird.

  • Schritt 1: Umlaufzeit für jeden Transportzug berechnen (z.B. 52 Minuten)
  • Schritt 2: Umläufe pro Stunde und Zug berechnen (in dem Fall: 1,15 Umläufe)
  • Schritt 3: Nutzlast pro Stunde berechnen (z.B. 14 Tonnen mal 1,15 Umläufe sind 16,15 t Nutzlast/Stunde)
  • Schritt 4: Erntemenge des Mähdreschers pro Stunde (z.B. 55 t) durch die Nutzlast pro Stunde teilen. Ergebnis ist die Anzahl der nötigen Züge (in dem Fall: 3,4)

Tipp 2: Puffer einbauen

Der Tag ist nicht 24 Stunden lang gleich: Feierabendverkehr, Ampeln oder Wartezeiten beim Landhandel sind ebenso einzuplanen, wie die Leistungssteigerung des Mähdreschers über die Mittagsstunden (bis zu 40 Prozent). Ein zusätzlicher Transportzug kann sich dann schnell amortisieren. Bei kurzen Feld-Hof-Entfernungen lohnt es sich oft auch, einen leeren Wechselanhänger auf dem Feld zu lassen. So kann der Mähdrescher abtanken, während der Schlepper mit einem bereits vollen Anhänger ins Lager unterwegs ist.

Tipp 3: Richtig stehen

Die Straßentransportfahrzeuge sollten grundsätzlich vorrangig auf dem Feldweg, sonst in der Fahrgasse stehen. Ein fester Untergrund spart beim Losfahren mit dem beladenen Zug Kraft und damit Diesel. Dort gilt es richtig zu stehen: Es soll gegen die Planenseite gebunkert werden, die meist um 15 cm höher liegt. Und die Schlepperzüge sollten in Richtung der Ausfahrt stehen, um nicht mit vollen ­Hängern auf dem Feld drehen zu müssen. Außerdem gilt: Nie dem Mähdrescher den Weg versperren.

Tipp 4: Den Schlag einteilen

Damit die Schlagkraft des Mähdreschers nicht von zeitfressenden Wendemanövern ausgebremst wird, müssen die Beete richtig eingeteilt werden. Dazu gibt es unzählige Varianten, die sich aus der Feldform und der Arbeitsbreite des Mähdreschers ergeben. RTK-Spurführungssysteme – teils in Verbindung mit vorab erstellten Fahrspuren – leisten hier eine effektive Hilfestellung.

Den vollständigen Bericht inklusive der ausführlichen Berechnungen lesen Sie in der Ausgabe Juni 2016 des dlz agrarmagazins.

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